Bachelorarbeit, 2019
70 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Der Weg zum Bauhaus
2.1 England – Arts and Crafts
2.2 Jugendstil
2.3 USA – form follows function
2.4 Wiener Secession – Wiener Werkstätte
2.5 Hochindustrialisierung Deutschland
2.6 Deutscher Werkbund
2.7 De Stijl Niederlande
3 Das Bauhaus
3.1 Von Weimar bis Berlin
3.1.1 Weimar
3.1.2 Dessau
3.1.3 Berlin
3.2 Die Metallwerkstatt am Bauhaus
3.2.1 Die Anfänge der Metallwerkstatt
3.2.2 Die Metallwerkstatt unter Lazlo Moholy-Nagy
3.2.3 Produktionsbedingungen in Dessau
3.2.4 Endphase der Metallwerkstatt
4 Marianne Brandt
4.1 Zur Person
4.2 Schaffenszeit am Bauhaus
4.3 Zeit nach dem Bauhaus
4.4 Werke Marianne Brandts
4.4.1 Werke Weimar
4.4.2 Werke Dessau
4.4.3 Werke nach dem Bauhaus
5 Einfluss Marianne Brandts auf Produkt- und Industriedesign
5.1 Das Tee Extraktkännchen im Vergleich
5.2 Leuchten im Vergleich
5.3 Neuentdeckung Brandts
5.4 Demonstration des Einflusses
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Schaffen der Bauhaus-Gestalterin Marianne Brandt und analysiert kritisch ihren Einfluss auf das Produkt- und Industriedesign. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie ihre Entwürfe – insbesondere im Bereich der Metallgestaltung und Beleuchtung – moderne Prinzipien der Funktionalität und industriellen Fertigung vorwegnahmen und bis heute die Designgeschichte prägen.
Die Metallwerkstatt unter Lazlo Moholy-Nagy
Um diesem Ansatz gerecht zu werden, berief Grophius im März 1923 den ungarischen Künstler Laszlo Moholy-Nagy ans Bauhaus, der auch wenige Monate später die Grundlehre übernahm und der neue Formmeister der Metallwerkstatt wurde. Damit kam es zu dessen Erneuerung im Sinne industrieller Formgebung.
„Ziel […] [der] Arbeit war nicht individuelle Formspielerei, sondern die Entwicklung zweckmäßiger, schöner Formen für den jeweiligen Gegenstand, Formen, die zugleich geeignet waren für die spätere industrielle Fertigung.“
Die Arbeit in der Metallwerkstatt war von dem gemeinschaftlichen Arbeiten und dem regen Austausch bezüglich Form und Funktion eines Gegenstands geprägt, so konnte eine neue Phase des Experimentierens mit neuen Materialien beginnen. Moholy-Nagys Faszination für Licht und Technik führte zur Einführung des Werkstoffes Glas und markierte zudem den Beginn der intensiveren Beschäftigung mit Beleuchtungskörpern. Dieser ging eine längere Beschäftigungsphase voran, die von verschiedenen Techniken der Fotografien über die Funktionsweise von Leuchtreklamen ging, um unterschiedliche Ansätze der Licht-Raum Beziehung zu verstehen. Die ersten entstandenen Lampen waren in ihrer Umsetzung noch sehr auf die äußere Gestalt ausgerichtet und gingen kaum auf die lichttechnischen Aspekte ein. Weiterhin wurden größtenteils nur Einzelstücke hergestellt und vermarktet.
1 Einleitung: Zusammenfassung der persönlichen Motivation und der Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Rolle von Marianne Brandt als Wegbereiterin des Designs.
2 Der Weg zum Bauhaus: Überblick über die gesellschaftlichen und technischen Strömungen seit der Industrialisierung, die das Bauhaus maßgeblich beeinflussten.
3 Das Bauhaus: Darstellung der Entwicklung des Bauhauses von Weimar über Dessau bis Berlin sowie der internen Entwicklung der Metallwerkstatt unter verschiedenen Lehrern.
4 Marianne Brandt: Biografische Skizze, ihre Schaffenszeit am Bauhaus und Analyse ihrer Tätigkeit sowie ihrer Produkte während und nach ihrer Bauhaus-Zeit.
5 Einfluss Marianne Brandts auf Produkt- und Industriedesign: Analyse der Wirkung ihrer Entwürfe im Vergleich zu anderen Designern und deren Rezeption in der modernen Designgeschichte.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Einordnung von Brandts Arbeit in den Kontext des modernen Designs.
Marianne Brandt, Bauhaus, Industriedesign, Metallwerkstatt, Funktionalismus, Tee-Extraktkännchen, Lampendesign, Laszlo Moholy-Nagy, industrielle Fertigung, Bauhaus-Stil, Produktdesign, Sachlichkeit, Form follows function, Designgeschichte, Moderne.
Die Arbeit widmet sich dem Werk von Marianne Brandt, einer der bedeutendsten Gestalterinnen des Bauhauses, und analysiert ihren Einfluss auf das moderne Produkt- und Industriedesign.
Die zentralen Themen sind die Geschichte der Industrialisierung, die Entwicklung des Bauhauses, die Arbeit in der Metallwerkstatt sowie die detaillierte Analyse von Brandts Entwürfen im Bereich Licht- und Metallgestaltung.
Das primäre Ziel ist es, den Beitrag von Marianne Brandt zur Designgeschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten und zu belegen, inwieweit sie mit ihren funktionalen Entwürfen neue Standards setzte.
Die Autorin nutzt eine historische Kontextanalyse sowie den direkten Vergleich von Designobjekten (z.B. Teekannen und Leuchten) unterschiedlicher Epochen und Designer.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der strukturellen Entwicklung des Bauhauses, der Metallwerkstatt sowie einer detaillierten Betrachtung der Entwürfe von Marianne Brandt und deren Nachwirkung.
Wichtige Schlüsselwörter sind Marianne Brandt, Bauhaus, Industriedesign, Funktionalität, Metallwerkstatt und moderne Gestaltung.
Es gilt als eines der wichtigsten und bekanntesten Werke von Brandt und dient als Paradebeispiel für die gelungene Synthese aus Bauhaus-Prinzipien, ästhetischer Form und industrieller Fertigung.
Die Arbeit beleuchtet Brandts Tätigkeit bei den Ruppelwerken und ihre Lehrtätigkeit, wobei sie konstatiert, dass Brandt ihre Bauhaus-Prinzipien trotz schwieriger Rahmenbedingungen auch in späteren Jahren weiterzugeben versuchte.
Durch ihre Verbindung von technischer Funktionalität, sachlicher Formgebung und ihrem Fokus auf industrielle Serienproduktion leistete sie einen entscheidenden Beitrag zur Etablierung des modernen Industriedesigns.
Diese Kooperation war ausschlaggebend für die industrielle Verbreitung der Bauhaus-Leuchten und stellte ein gelungenes Modell für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Design-Ausbildungsstätte und privater Industrie dar.
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