Examensarbeit, 2020
136 Seiten, Note: 13
1 Einleitung
1.1 Problem- und Zielstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Das Phänomen Kämpfen
2.2 Kämpfen im gymnasialen Lehrplan Hessen
2.2.1 Pädagogische Begründung für das Bewegungsfeld Kämpfen im Lehrplan
2.2.2 Analyse des Lehrplans in Bezug auf das Bewegungsfeld Kämpfen
2.3 Empirischer Forschungsstand zum Thema Kämpfen
2.3.1 Wirkung von Kämpfen
2.3.2 Kämpfen im Sportunterricht
2.4 Kämpfen aus Sicht der Lehrenden
2.5 Fragestellungen und Hypothesen
3 Methodik
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Fragebogen
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Stichprobenbeschreibung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Auswertung der Ergebnisse
4.2 Hypothesentestung
4.3 Auswertung offener Antworten
4.3.1 Unterrichtsinhalte
4.3.2 Kompetenzen und positive Effekte
4.3.3 Herausforderungen, Probleme und Risiken
5 Diskussion / Fazit
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Kritische Reflexion der eigenen Untersuchung
5.3 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Umsetzbarkeit des Bewegungsfeldes „Mit und gegen Partner kämpfen“ im Sportunterricht aus der Perspektive der Lehrkräfte. Dabei wird erforscht, inwieweit individuelle Qualifikationen, Erfahrungen und Einstellungen von Lehrkräften die praktische Realisierung dieses Bewegungsfeldes in der Schule beeinflussen, um bestehende Unsicherheiten und mögliche Forschungslücken zu schließen.
1.1 Problem- und Zielstellung
In der Sportpädagogik ist eine durchaus große Zahl an Beiträgen zur empirischen Aufarbeitung von Kämpfen im Schulsport zu finden. Das Interesse in der Forschung ist breit gefächert. Neben der normativen Aufarbeitung liegen vor allem Studien in Bezug auf die Gewaltprävention, die Koedukation und Untersuchungen von Kämpfen im Sportunterricht aus der Schüler-Perspektive vor. Einige Beiträge, die im Laufe dieser Arbeit noch beleuchtet werden, untersuchen diese Themengebiete und liefern Aufschluss über die Begründbarkeit des Kampfsportes im Schulsport, sowie dessen Perspektiven, Möglichkeiten, Chancen und Gefahren (vgl. Hartnack, 2013; Leffler; 2013; Liebl, 2013; Zajonc, 2011). Inwiefern jedoch die Umsetzung und Durchführung von Kämpfen im Schulsport seitens der Lehrkraft gelingt oder eventuell auch misslingt, vertieft keiner der erwähnten Beiträge. Auch die selbstständige Literaturrecherche, die zu diesem Zwecke durchgeführt wurde, konnte keine Ergebnisse hinsichtlich dieser Problemstellung liefern.
Resultierend aus dieser Forschungslücke wurde eine Problemstellung formuliert, die in der vorliegenden Arbeit behandelt wird. Der Untersuchungsgegenstand und somit auch der Titel der Arbeit „Umsetzung des Bewegungsfelds „Mit und gegen Partner kämpfen“ aus Sicht der Lehrenden“, befasst sich mit der, wie es scheint, unerforschten Situation in diesem Bereich.
Durch das neu aufgelegte Lehrplankonzept aus dem Jahr 2011 ist das Bewegungsfeld Kämpfen in den Lehrplänen der Bundesländer weitgehend verankert. Generell sind die Kompetenzbeschreibungen und fachdidaktischen Konzepte zum Sportunterricht undifferenziert formuliert. Es ist die Aufgabe der Lehrenden, diese in ihrem eigenen Unterricht zu konkretisieren. Besonders in dem jungen Bewegungsfeld Kämpfen kann es daher zu Schwierigkeiten bei den Lehrenden kommen. In dem Bewegungsfeld steht die fachspezifische Klärung noch am Anfang. Mehrdeutige Begriffe, unklare Formulierungen und unterschiedliche Praxisempfehlungen sind für viele alltäglich. Für eine konkrete und sichere Unterrichtsgestaltung sind die Lehrkräfte in diesem Bereich auf vorgegebene Methoden oder Materialien angewiesen, die jedoch nicht zwingend zu Verfügung stehen (vgl. Wiethäuper, 2017, S. 83).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Kämpfens im Schulsport ein, skizziert die Problemlage und begründet die Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier wird das Phänomen Kämpfen definiert, der hessische Lehrplan analysiert und der aktuelle Forschungsstand zum Thema Kämpfen im Schulsport sowie die Rolle der Lehrkraft beleuchtet.
3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die Konzeption des Fragebogens sowie die Durchführung der Online-Befragung und die Beschreibung der Stichprobe.
4 Ergebnisse: Es folgt die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten, unterteilt in eine deskriptive Auswertung, Hypothesentestung und die qualitative Analyse offener Antworten.
5 Diskussion / Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Diskussion der Ergebnisse, einer kritischen Reflexion der eigenen Untersuchung sowie einem Ausblick für zukünftige Forschungen.
Sportunterricht, Kämpfen, Ringen und Raufen, Lehrerperspektive, Bewegungsfeld, Schulsport, Empirische Untersuchung, Lehrplan, Lehrerprofessionalität, Gewaltprävention, Zweikampfsport, Sportpädagogik, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Online-Befragung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Umsetzung des Bewegungsfeldes „Mit und gegen Partner kämpfen“ im Sportunterricht aus der Sicht von Lehrkräften.
Zentrale Themen sind die Anforderungen an Sportlehrkräfte, deren eigene Erfahrungen mit Kampfsportarten, die Hürden bei der Unterrichtsplanung sowie die pädagogische Bedeutung von Kämpfen im Schulsport.
Das Hauptziel ist es, die Umsetzbarkeit des Bewegungsfeldes Kämpfen zu analysieren und herauszufinden, ob Lehrkräfte aufgrund mangelnder Ausbildung oder fehlender Erfahrung Unsicherheiten bei der Thematisierung in der Schule haben.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen, korrelativen Studie, für die eine Online-Befragung unter hessischen Sportlehrkräften durchgeführt wurde.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung des Themas, eine methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse inklusive Hypothesenprüfungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere das „Bewegungsfeld Kämpfen“, „Lehrerprofessionalität“, „Schulsport“, „Gewaltprävention“ und „Kompetenzorientierung“.
Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte mit eigener Kampfsporterfahrung das Bewegungsfeld Kämpfen deutlich häufiger und sicherer in ihren Unterricht integrieren als fachfremde oder unerfahrene Lehrkräfte.
Als größte Hürden nennen die Befragten mangelnde eigene Kompetenzen, unzureichende materielle Ausstattung, Ängste vor Verletzungen bei den Schülern sowie Schwierigkeiten bei der Regulierung des Körperkontakts.
Der Lehrplan verankert das Bewegungsfeld Kämpfen zwar obligatorisch, lässt jedoch viel Interpretationsspielraum, was bei unerfahrenen Lehrkräften zu Unsicherheiten in der konkreten Umsetzung führen kann.
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