Examensarbeit, 2019
146 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Auf dem Weg zur Inklusion
2.1 Umgang mit Behinderung – Von der Exklusion bis zur Inklusion
2.2 Begriffsdefinition Integration
2.3 Weiterentwicklung zur Inklusion
2.4 Stand der inklusiven Beschulung in Baden-Württemberg
2.5 Unterricht in inklusiven Klassen
3. Inklusion im Sportunterricht
3.1 Voraussetzung für einen inklusiven Sportunterricht
3.2 Ziel des inklusiven Sportunterrichts
3.3 Didaktische und methodische Überlegungen im inklusiven Sportunterricht
3.4 Konzepte
3.4.1 Mehrperspektivischer Sportunterricht
3.4.2 THREE-Modell
3.4.3 CHANGE-IT-Modell
3.4.4 6+1 Modell
4. Lernbehinderte Schüler
4.1 Behinderung: ein Definitionsversuch
4.2 Lernbehinderung
4.3 Erscheinungsformen der Lernbehinderung
4.4 Statistische Angaben
4.5 Anforderungen an den Sportunterricht
5. Fallstudie an der XXXX Realschule
5.1 Forschungsdesign der Fallstudie
5.2 Beobachtungsergebnisse und Lehrerverhalten
5.3 Problemstellung 1
5.3.1 Erfahrungen im Umgang mit Inklusion
5.3.2 Vorstellung von Inklusion
5.3.3 Chancen und Grenzen
5.3.4 Potenzial zur Umsetzung
5.3.5 Lehrerkompetenz
5.4 Problemstellung 2
5.4.1 Stärken und Umgang mit Schwächen
5.4.2 Aufgabenstellung
5.4.3 Regeln
5.4.4 Miteinander
5.5 Deutung und Schlussbetrachtung der Ergebnisse
6. Ausblick
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Lernbehinderung im Sportunterricht der Sekundarstufe I, um Strategien für ein inklusives Unterrichtsklima zu identifizieren.
1. Einleitung
"Sport has the power to change the world. It has the power to inspire. It has the power to unite people in a way that little else does. It speaks to youth in a language they understand. Sport can create hope where once there was only despair. It is more powerful than governments in breaking down racial barriers. It laughs in the face of all types of discrimination."
Während meiner Recherche zu meinem Thema für diese wissenschaftlichen Arbeit, bin ich zufällig auf das Zitat von Nelson Mandela gestoßen, das aus dem Jahr 2000 stammt. Der für sein soziales Engagement bekannte Mann sorgte mit seiner Eröffnungsrede, der neu gegründeten „Laureus Sport for Good Stiftung“ für Aufsehen. Mit den Worten beschrieb Mandela die Überzeugung, dass Sport der Motor für einen positiven sozialen Wandel sei und das Leben benachteiligter Kinder und Jugendliche weltweit verbessern kann. Diese Philosophie wurde zur treibenden Kraft hinter den Aktivitäten der Stiftung und es gelang ihm, die Menschen zu berühren und zum Nachdenken anzuregen. Mit über 150 Sportprojekten in 40 Ländern machen sie sich die einzigartige Kraft des Sports zu nutzen, um Menschen auf der ganzen Welt zusammenzubringen und mit Hilfe der Leidenschaft und Begeisterung, die Sport in den Menschen auslöst, sozialen Wandel hervorzurufen. Die Worte, die Mandela in jenem Moment ausgesprochen hat sprechen für sich und verdeutlichten mir, welch riesiges Potenzial im Sport steckt, bzw. welch große Verantwortung ich später in meinem Beruf übernehme.
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz des Themas Sport als Inklusionsmotor und motiviert die Untersuchung durch die persönliche Perspektive des Verfassers.
2. Auf dem Weg zur Inklusion: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von der Exklusion hin zur Inklusion nach und beleuchtet den aktuellen Stand der Inklusion in Baden-Württemberg sowie Anforderungen an den Unterricht.
3. Inklusion im Sportunterricht: Als Hauptteil der Arbeit erläutert dieses Kapitel notwendige Voraussetzungen, Ziele und verschiedene methodische Konzepte für einen inklusiven Sportunterricht.
4. Lernbehinderte Schüler: Hier wird der Förderschwerpunkt Lernen definiert, seine Ursachen und Erscheinungsformen analysiert sowie die spezifischen Anforderungen im Sportunterricht dargelegt.
5. Fallstudie an der XXXX Realschule: Dieser Teil präsentiert die empirische Untersuchung, die mittels Beobachtung und Experteninterviews sowohl die Einstellung von Lehrkräften als auch die Selbstwahrnehmung der Schüler analysiert.
6. Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Notwendigkeit, Inklusion als fortlaufenden Prozess zu begreifen und die erarbeiteten Erkenntnisse für die zukünftige schulische Praxis zu nutzen.
Inklusion, Sportunterricht, Lernbehinderung, Integration, Heterogenität, Schulentwicklung, Förderbedarf, Differenzierung, Mehrperspektivischer Sportunterricht, Fallstudie, Lehrerkompetenz, soziale Partizipation, schulische Inklusion, Sonderpädagogik, Teamarbeit
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung und Umsetzung des inklusiven Sportunterrichts in der Sekundarstufe I, mit besonderem Fokus auf Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen.
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einbettung von Inklusion, die Analyse der Situation in Baden-Württemberg, didaktische Modelle für den Sportunterricht sowie eine empirische Untersuchung an einer Realschule.
Ziel ist es zu untersuchen, wie Lehrkräfte zum Thema Inklusion stehen und wie sich Schüler in einem inklusiven Sportunterricht selbst wahrnehmen, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Es handelt sich um eine Fallstudie, die qualitative problemzentrierte Leitfadeninterviews mit Lehrkräften und Schülern sowie teilnehmende Beobachtungen umfasst.
Der Hauptteil widmet sich theoretischen Grundlagen, didaktischen Konzepten (wie TREE, CHANGE-IT oder dem 6+1 Modell) und der Analyse spezifischer Förderschwerpunkte.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Förderschwerpunkt Lernen, Differenzierung, Mehrperspektivität und schulisches Miteinander.
Die Lehrkräfte zeigen mehrheitlich eine positive Grundeinstellung, kritisieren jedoch mangelnde Ressourcen, unzureichende Vorbereitung durch die Ausbildung und fordern eine stärkere multiprofessionelle Teamarbeit.
Die Schüler empfinden den Sportunterricht als Abwechslungsreich, wobei soziale Faktoren wie Freundschaften, Gruppendynamik und die wertschätzende Haltung des Lehrers für ihr Wohlbefinden entscheidender sind als die rein sportliche Leistung.
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