Bachelorarbeit, 2020
87 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1. Notwendigkeit
1.2. Aktuelle Trends
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Begriff der Nachhaltigkeit
2.2. Was ist ESG
2.3. Investment im Kontext der Nachhaltigkeit
2.3.1. Definition und Bedeutung nachhaltiger Investments
2.3.2. Anlagegrundsätze
2.3.3. Performance-Boosting und Risikomanagement
3. Interessengruppen
3.1. Rahmenbedingungen der Politik
3.2. Anforderungen der Privatinvestoren
3.2.1. Methodik
3.2.2. Ergebnisse
3.3. Anforderungen der Kapitalanlageunternehmen
3.3.1. Methodik
3.3.2. Ergebnisse
4. Schwachpunkte bisheriger Ansätze
5. Kriterienauswahl
5.1. Themenfelder im Fokus
5.2. Ausschlüsse
6. Ergebnisse: Kriterienkatalog und Datenquellen
6.1. Umwelt
6.2. Soziales
6.3. Unternehmensführung
7. Diskussion
8. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines harmonisierten ESG-Kriterienkatalogs, der als universelle Grundlage für nachhaltige Kapitalanlageentscheidungen von Versicherungsunternehmen dient, um die derzeitige Intransparenz und methodische Divergenz im Markt zu überwinden.
2.3.1. Definition und Bedeutung nachhaltiger Investments
Eine Definition des Begriffs ‚Nachhaltigkeit‘ wurde im Kapitel »2.1 Begriff der Nachhaltigkeit« als Handlungsprinzip beschrieben, nach dem eine Generation Ressourcen nur in einem gewissen Maße verbrauchen soll, sodass kommende Generationen diese Ressource in gleicher Art und Güte nutzen können (World Commission 1987, S. 8).
Nach der Definition des Begriffs ’Nachhaltigkeit’, bleibt eine Bestimmung von ’Investition’ offen, um zu einem Terminus von ’nachhaltigen Investments’ zu gelangen.
Eine Investition als solche ist die „langfristige Bindung finanzieller Mittel in materiellen oder in immateriellen Vermögensgegenständen“ (Gabler Wirtschaftslexikon 2018, Z. 1 ff.). Zur Spezifizierung wird in kommenden Kapiteln die Finanzinvestition explizit im Mittelpunkt stehen. Diese hat im Vergleich mit anderen Investitionsarten meist ein finanzielles Motiv, also die Vermehrung des eingesetzten Kapitals (Schulte 2013, S. 11 f.). Sie zeichnet sich durch die Ausprägung als Forderungs- und/ oder Beteiligungsrecht aus, wobei für Forderungsrechte Darlehen oder Anleihen und für Beteiligungsrechte Aktien- oder Investmentanteile als bekannteste Beispiele genannt werden können (Schulte 2013, S. 12).
Führt man beide Definitionen zusammen, so kann man von einer nachhaltigen Finanzinvestition sprechen, wenn Kapital mittel- oder langfristig an den Märkten so investiert wird, dass durch das Investment bzw. den Einfluss dessen heutige Bedürfnisse an Ressourcen befriedigt werden, ohne den Bedarf zukünftiger Generationen an diesen einzuschränken und gleichzeitig das Ziel eines positiven finanziellen Mehrwertes für den Investor verfolgt wird (Eigendefinition).
1. Einführung: Das Kapitel thematisiert die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit im Finanzsektor, getrieben durch Kunden, Mitarbeiter und regulatorischen Druck.
2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit und von ESG definiert, sowie die Praxis nachhaltiger Investments und deren Einfluss auf Performance und Risikomanagement analysiert.
3. Interessengruppen: Dieses Kapitel beleuchtet die spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse der Politik, Privatinvestoren und Kapitalanlageunternehmen mittels Literaturanalyse und Umfragen.
4. Schwachpunkte bisheriger Ansätze: Es werden die Mängel in der Standardisierung und Transparenz aktueller Rating-Ansätze aufgezeigt, die eine universelle Vergleichbarkeit erschweren.
5. Kriterienauswahl: Zusammenführung der Ergebnisse der Interessengruppen, um konsensfähige ESG-Fokusthemen und universelle Ausschlusskriterien zu definieren.
6. Ergebnisse: Kriterienkatalog und Datenquellen: Dieses Kapitel präsentiert den finalen, gerankten ESG-Kriterienkatalog und schlägt konkrete Messmethoden für die praktische Anwendung vor.
7. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Einordnung der gewonnenen Erkenntnisse in den aktuellen Kontext nachhaltiger Finanzwirtschaft.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Kernpunkte der Arbeit und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich der Weiterentwicklung von ESG-Kriterien.
ESG-Kriterien, Nachhaltigkeit, Kapitalanlage, Versicherungsunternehmen, Sustainable Finance, Impact Investing, Screening-Methoden, CSR, Risikomanagement, Performance, SDGs, Investorenverhalten, Governance, Umwelt, Soziales.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines universellen ESG-Kriterienkatalogs, um globale Nachhaltigkeitsratings für das Kapitalanlagemanagement von Versicherungsunternehmen zu vereinheitlichen.
Die zentralen Themenfelder sind die Harmonisierung von ESG-Anforderungen (Environmental, Social, Governance), die Definition nachhaltiger Investments und die Analyse von Investorenbedürfnissen.
Das primäre Ziel ist es, Klarheit in die uneinheitliche Thematik der nachhaltigen Kapitalanlage zu bringen, indem ein Katalog erstellt wird, der die Anforderungen von Politik, Investoren und Kapitalanlageunternehmen vereint.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturaufarbeitung mit einer empirischen Auswertung zahlreicher Studien sowie einer eigenen Umfrage unter führenden Kapitalanlageunternehmen.
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund, die Analyse der Stakeholder-Interessen, die Identifikation von Schwachpunkten bestehender Ratings und die Entwicklung eines konkreten Kriterienkatalogs behandelt.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe ESG-Kriterien, nachhaltige Kapitalanlage, Risikominimierung und Performance-Analyse geprägt.
Die Umfrage ergab, dass Versicherungsunternehmen Nachhaltigkeit bereits breit anwenden, sich jedoch in der Detaillierung der Kriterien und der genutzten Datenquellen teils stark unterscheiden.
Aufgrund der Vielzahl intransparenter Rating-Anbieter und unterschiedlicher Methodiken herrscht bei Investoren große Verwirrung; ein einheitlicher Standard würde Transparenz und Vergleichbarkeit schaffen.
Fossile Brennstoffe sind der zentralste Ausschlussfaktor, da ihre negative Klimawirkung durch alle Interessengruppen (Politik, Unternehmen, Investoren) als hochriskant eingestuft wird.
Der BiC-Ansatz wird als eine der gängigen Methoden beschrieben, um innerhalb einer Branche relativ zu anderen Unternehmen die nachhaltigsten Titel zu identifizieren, anstatt Sektoren komplett auszuschließen.
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