Bachelorarbeit, 2020
55 Seiten, Note: 2,5
2. Einleitung
3. Unternehmenskrisen und ihre Ursachen
a. Enron
b. WorldCom
c. Lehman Brothers
4. Reaktion der „Standard-Setter“ auf die Unternehmenskrise
a. Reaktion in der USA
i. Gesetzliche Änderungen
ii. Reaktion in den Rahmen der Rechnungslegung
b. Wichtige Entwicklungen in Europa
i. Regulatorische Veränderungen in Europa
ii. Entwicklungen in der Rechnungslegung
5. Herausforderungen bei der Implementierung der veränderten Regulierung
a. Der Umfang und Tiefe der Regulierung
b. Die entstehende Probleme durch Lobbyismus und Bürokratie
c. Reaktion der betroffenen regulierten Unternehmen
i. Die Veränderung der Business Models
ii. Die Kosten der Implementierung für die Gesellschaft
d. Herausforderungen bei den Aufsichtsbehörden
i. Verständnis der Gesetzen
ii. Ermessenspielraumenprobleme
6. Analyse der veränderten Regeln und Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen
a. Analyse der Auswirkung in der USA und Abschwächung von Dodd-Frank
b. Analyse der Auswirkung in Europa
7. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht den Einfluss großer Unternehmenskrisen der letzten zwanzig Jahre auf die regulatorische Landschaft in den USA und Europa. Ziel ist es, die Effektivität resultierender Gesetze wie Sarbanes-Oxley, Dodd-Frank und der Baseler Rahmenvereinbarungen zu bewerten, die Herausforderungen bei deren Implementierung zu identifizieren und den Mehrwert der Maßnahmen für das Finanzsystem kritisch zu analysieren.
a. Enron
Enron wurde 1985 nach einer Fusion zwischen Houston Natural Gas und InterNorth gegründet. Infolge der Fusion hat sich Enron massiv verschuldet und hatte keine ausschließlichen Eigentums- und Nutzungsrechte für seine Pipelines mehr. Um dies zu lösen, beauftragte Enron McKinsey & Co. mit der Lösung dieses Problems. Die Lösung kam von Jeffrey Skilling, der später CEO von Enron wurde: eine „Gas Bank“ sollte gegründet werden, die Gas von mehreren Lieferanten kauft und dann an mehrere Verbraucher verkauft. Hier würden Enron Angebot und Nachfrage garantieren und gleichzeitig potenzielle Risiken und Vorteile tragen (Thomas, 2002). Im Laufe der Zeit konnte Enron seinen Marktanteil konsolidieren, die Anzahl von Verträgen, Kunden und Lieferanten erhöhen und so die zukünftigen Preise besser vorhersagen und die Gewinne steigern.
Im Oktober 2001 kündigte Enron eine Neuformulierung seiner Jahresabschlüsse von 1997 bis 2001 an, weil „Buchhaltungsfehler im Zusammenhang mit Transaktionen mit einer anderen Fastow-Partnerschaft, LJM Cayman, L.P., und einer weiteren verbundenen Partei, Chewco Investments, aufgetreten waren“ (Powers, Troubh, & Winokur, 2002, S. 2). Dem Powers-Bericht zufolge „waren viele der wichtigsten Transaktionen darauf ausgerichtet, günstige Bilanzergebnisse zu erzielen“ (Powers et al., 2002, S. 4). Andere Transaktionen verbargen Verluste, indem sie den Anschein erweckten, als sei die Transaktion durch eine dritte Partei abgesichert worden, doch stattdessen befand sich die dritte Partei im Wesentlichen im Besitz von Enron. Die buchhalterische Behandlung all dieser Transaktionen war nicht korrekt, und dennoch wurde die Behandlung für fast alle dieser Transaktionen mit umfassender Hilfe von Enrons Wirtschaftsprüfer Arthur Andersen festgelegt (Powers et al., 2002, S. 5).
2. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den massiven Wandel der Unternehmensregulierung in den letzten zwei Jahrzehnten als direkte Reaktion auf prägende Unternehmenskrisen und die damit verbundenen Herausforderungen bei der Gesetzgebung und Durchsetzung.
3. Unternehmenskrisen und ihre Ursachen: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Fehlentwicklungen bei Enron, WorldCom und Lehman Brothers, die durch mangelnde Transparenz und riskante Geschäftspraktiken zu Zusammenbrüchen führten.
4. Reaktion der „Standard-Setter“ auf die Unternehmenskrise: Es wird die Reaktion der Gesetzgeber in den USA (Sarbanes-Oxley, Dodd-Frank) und in Europa (Basel II/III, ESFS) sowie die Anpassungen der Rechnungslegungsstandards durch FASB und IASB beschrieben.
5. Herausforderungen bei der Implementierung der veränderten Regulierung: Die Analyse konzentriert sich auf die praktischen Schwierigkeiten bei der Umsetzung, den Einfluss von Lobbyismus, die notwendige Anpassung von Geschäftsmodellen sowie die Belastung für die Gesellschaft durch Implementierungskosten.
6. Analyse der veränderten Regeln und Ausblick auf mögliche zukünftige Entwicklungen: Das Kapitel bietet eine Bewertung der Auswirkungen der Gesetze in den USA und Europa und diskutiert die Schwächen, wie die Gefahr einer regulatorischen Schwächung durch Lobbying-Erfolge.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz, dass die Reformen trotz der hohen Implementierungskosten und Herausforderungen insgesamt als notwendiger Erfolg für die Stabilität des Finanzsystems zu werten sind.
Unternehmenskrisen, Regulierung, Sarbanes-Oxley, Dodd-Frank, Basel III, Rechnungslegung, Finanzsektor, Corporate Governance, Lobbyismus, Compliance, Risikomanagement, Stresstests, Finanzinstrumente, Wirtschaftsprüfung, Bilanzmanipulation
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmenskrisen der letzten zwanzig Jahre die Regulierung und Überwachung von Unternehmen verändert haben und welche Lehren daraus gezogen wurden.
Zentrale Felder sind die Analyse von Unternehmenszusammenbrüchen wie Enron, die regulatorischen Antworten der Politik, der Einfluss von Lobbyismus und die ökonomischen Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Regeln.
Die Arbeit vergleicht die Reaktionen in Europa und den USA, um zu bewerten, ob die resultierenden Gesetze das System verbessert haben und welche Herausforderungen dabei entstanden sind.
Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf der Untersuchung von Fachberichten, Gesetzestexten und ökonomischen Studien basiert, um die regulatorischen Veränderungen und deren Folgen darzustellen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Ursachen der Krisen, den gesetzlichen Neuregelungen in den USA und Europa sowie den Problemen bei der Implementierung, wie beispielsweise dem Einfluss von Lobbygruppen.
Die zentralen Begriffe sind Regulierung, Finanzkrise, Sarbanes-Oxley, Dodd-Frank, Basel III, Compliance und Corporate Governance.
Banken mussten ihre Bilanzstrukturen anpassen, höhere Kapitalquoten halten und verstärkt in Risikokontrollen investieren, wobei die frühzeitige Annahme der neuen Regeln zu Wettbewerbsveränderungen führte.
Unternehmen und Verbände versuchten intensiv, durch Einflussnahme auf die Aufsichtsbehörden Ausnahmen und Schlupflöcher zu erwirken, was oft zu einer Verwässerung der regulatorischen Ziele führte.
Es verpflichtet die Urheber von Krediten dazu, einen Teil des Risikos selbst zu tragen, um Anreize für eine verantwortungsbewusstere Kreditvergabe zu schaffen.
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