Bachelorarbeit, 2020
40 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 DER GESCHICHTLICHE HINTERGRUND UND DIE AKTUELLE SITUATION IN BERG-KARABACH
1.2 ZUR AKTUELLEN LAGE DER BERG-KARABACH KRIEG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 ALLGEMEINES ZU KONFLIKTTHEORIEN
2.2 THEORIEMODELL VON ESSER
2.3 HYPOTHESEN
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 ANWENDUNG DES THEORIEMODELLS AUF DEN BERG-KARABACH KONFLIKT
3.2 STRUKTURELLE ANTAGONISMUS ZWISCHEN ARMENIEN UND ASERBAIDSCHAN
3.2.1 ZERFALL DER SOWJETUNION UND BILDUNG NEUE IDENTITÄTEN
3.3 MOBILISIERUNG
3.3.1 MOBILISIERUNG IM BERG-KARABACH KONFLIKT
3.3.2 MOBILISIERUNG DER ASERBAIDSCHANER
3.3.3 MOBILISIERUNG DER ARMENIER
3.4 VERBREITUNG
3.4.1 DIE POSITION VON RUSSLAND
3.4.2 DIE POSITION DER TÜRKEI
3.4.3 DIE POSITION VON EU IN DER BERG-KARABACH KONFLIKT
3.4.4 DIE POSITION VON USA
3.5 PFADABHÄNGIGKEIT
3.5.1 MEISTERERZÄHLUNG ASERBAIDSCHAN UND ARMENIEN
3.6 VERFALL/ENDE
3.6.1 DIE SUCHE NACH EINER FRIEDLICHEN LÖSUNG (1994-2010)
4 FAZIT
5 LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit untersucht den geschichtlichen Hintergrund und die aktuelle Situation des Berg-Karabach-Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan. Das primäre Ziel ist es, unter Anwendung des Theoriemodells von Esser zu analysieren, ob eine Lösung des Konflikts erstrebenswert ist und welche Vor- und Nachteile sich für die beteiligten Akteure ergeben.
3.1 Anwendung des Theoriemodells auf den Berg-Karabach Konflikt
Im Herbst 1991 erklärten Armenien, Aserbaidschan und Berg-Karabach nach und nach ihre Unabhängigkeit. Die grundlegenden Veränderungen, die durch die Auflösung der UdSSR eingetreten sind, sagen die zweite Phase des Konflikts voraus. Die große Anzahl schwerer Waffen, die die zurückgezogene Rote Armee hinterlassen hatte, eskalierte die Gewalt. Im Januar 1992 hob Aserbaidschan den autonomen Status Berg-Karabachs auf, und Xankendi (Stepanakert), die Hauptstadt der ehemaligen autonomen Oblast, wurde unter Raketenbeschuss genommen. Ab Februar 1992 wurden armenische Offensiven gestartet, die ab April 1993 über die Grenzen von Bergkarabach hinausgehen sollten. Bereits im Mai 1992 gelang es armenischen Truppen durch die Unterstützung des russischen Militärs, den Landkorridor, der Berg-Karabach mit Armenien verbindet, zu erobern und damit die Versorgung der Enklave zu sichern. Diese Entwicklung destabilisierte die Innenpolitik Aserbaidschans und führte zur Absetzung von Präsident Mutalibow und zur Machtergreifung des Nationalisten Elchibey. Alle Versuche, die verheerende Entwicklung des Krieges für Aserbaidschan umzukehren, scheiterten und führten zu einem Staatsstreich gegen Elchibey und zur Machtübernahme durch Heidar Alijew im Frühjahr 1993. Ein 1993 von der OSZE initiierter Friedensplan, den Aserbaidschan im Sinne von "Appeasement" akzeptiert hatte, wurde von Berg-Karabach blockiert und als "pro forma" angenommen, als sich die innenpolitische Lage in Aserbaidschan destabilisierte. Diese Situation wurde schnell genutzt, um eine neue armenische Offensive zu starten, in deren Verlauf die Stadt Agdam, die außerhalb von Bergkarabach liegt, fiel. Die Eroberung neuer Gebiete und der Machtwechsel in Baku brachten die Friedensinitiative endgültig zum Erliegen. Trotz internationaler Kritik ist die Logik, mit der die militärische Strategie zur Landgewinnung über die Grenze zwischen Berg-Karabach hinaus bewiesen wird, äußerst aggressiv.
1 EINLEITUNG: Einführung in die komplexe Problematik des Südkaukasus und die chronische Instabilität des Berg-Karabach-Konflikts.
2 THEORETISCHER TEIL: Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Konflikttheorien, insbesondere dem Modell von Hartmut Esser zur Dynamik ethnischer Konflikte.
3 EMPIRISCHER TEIL: Konkrete Anwendung des theoretischen Rahmens auf den historischen Verlauf und die aktuelle Akteursdynamik des Berg-Karabach-Konflikts.
4 FAZIT: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der Chancen auf eine friedliche Lösung und der Verantwortung der internationalen Gemeinschaft.
5 LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Literatur zur fundierten Bearbeitung des Themas.
Berg-Karabach, Aserbaidschan, Armenien, Konflikttheorie, Hartmut Esser, Mobilisierung, Pfadabhängigkeit, Russland, Geopolitik, Südkaukasus, Waffenstillstand, ethnische Konflikte, Friedensprozess, Sicherheitspolitik.
Die Arbeit analysiert den langjährigen ethnopolitischen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach zwischen 1988 und 2010.
Die Themen umfassen die historische Genese des Konflikts, die theoretische Einordnung ethnischer Spannungen, die militärische Mobilisierung der Akteure sowie die geopolitische Einflussnahme internationaler Mächte.
Es soll geklärt werden, ob eine friedliche Konfliktlösung realistisch ist und wie sich die geopolitischen Interessen sowie die innenpolitische Lage auf die Stabilität in der Kaukasusregion auswirken.
Die Autorin verwendet eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis des Theoriemodells von Hartmut Esser, um ethnische Konflikte und soziale Bewegungen zu systematisieren.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte empirische Anwendung der Theorie auf den Konfliktverlauf, inklusive der Analyse von Mobilisierungsprozessen, der Rolle der Großmächte und der Mechanismen der Pfadabhängigkeit.
Kernbegriffe sind Berg-Karabach, Mobilisierung, Pfadabhängigkeit, ethnische Konflikte, Geopolitik und Sicherheitsstabilität.
Russland wird als ein Akteur mit Ambivalenz beschrieben, der einerseits als Schutzmacht und Waffenlieferant fungiert und andererseits versucht, seinen hegemonialen Einfluss im postsowjetischen Raum zu bewahren.
Die Arbeit stellt die Hypothese auf, dass die Partei, die den Konflikt einseitig aufgibt, alles verliert, während die Gegenseite den vollen Gewinn davonträgt, was die Fortführung der Feindseligkeiten erklärt.
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