Bachelorarbeit, 2019
34 Seiten, Note: 1,0
I. EINLEITUNG
A. GEWALT IN DER FAMILIE – EIN HISTORISCHER ÜBERBLICK
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
A. FORMEN UND FOLGEN ERZIEHERISCHER GEWALT IN DER FAMILIE
1. WELCHE AUSPRÄGUNGSFORMEN EXISTIEREN?
2. WIE WIRD MIT ERLEBTER GEWALT UMGEGANGEN?
3. WELCHE FOLGEN ERGEBEN SICH AUS SOLCHEN GEWALTANWENDUNGEN?
B. THEORETISCHE ERKLÄRUNGSANSÄTZE
1. BRAND F. STEELE & CARL B. POLLOCKS PERSONENZENTRIERTER ANSATZ
2. DAVIG G. GILS SOZIOSTRUKTURELLER ANSATZ
3. RICHARD J. GELLES INTEGRATIVER ANSATZ
III. EMPIRISCHE BEFUNDE
A. ENTWICKLUNG DER TATSÄCHLICHEN (PHYSISCHEN) GEWALT
1. VORSTELLUNG DER STUDIE PETER WETZELS (1997)
2. VORSTELLUNG DER STUDIE KFN – SCHÜLERBEFRAGUNG (1998)
3. VORSTELLUNG DER STUDIE DIRK BAIERS’ ET AL. (2009)
B. ENTWICKLUNG DER EINSTELLUNG ZU ELTERN-KIND-GEWALT
1. VORSTELLUNG DER STUDIE VON KAI D. BUSSMANN (1996 & 2001)
2. VORSTELLUNG DER STUDIE VON PLENER ET AL. (2016)
IV. PRÄVENTION & INTERVENTION
A. PRÄVENTION
1. JUGENDHILFE IM KONTEXT PRÄVENTION
2. ERZIEHUNGSBERATUNGSSTELLEN
B. INTERVENTION
1. JUGENDHILFE IM KONTEXT INTERVENTION
V. ZUSAMMENFASSUNG & FAZIT
A. AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen physischer Gewalt in der innerfamiliären Eltern-Kind-Erziehung in Deutschland mit dem Ziel zu klären, ob diese Gewaltformen in der Empirie quantitativ zunehmen oder qualitativ an Brutalität gewinnen. Dabei werden rechtliche Rahmenbedingungen, theoretische Erklärungsmodelle und empirische Studien analysiert, um eine fundierte Aussage über die Entwicklung und die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Erziehungspraktiken zu treffen.
1. Vorstellung der Studie Peter Wetzels (1997)
Die vom BMFSFJ 1992 in Auftrag gegeben Studie Wetzels befasst sich mit physischen Gewalterfahrung in der Kindheit. Dabei handelt es sich um eine Opferbefragung in Form einer repräsentativ, retrospektiven Prävalenzstudie. Das vorrangige Erkenntnisinteresse lag darin, sich durch standardisierte Befragungen einen Überblick über die Verbreitung familialer, körperlicher Gewalt zu verschaffen. Es galt also das Dunkelfeld aufzuhellen. Dabei lag der Anspruch auf einer „Schätzung des Mindestumfanges der Verbreitung von Gewalt gegen Kinder“ (vgl. Wetzel 1997, S.11). Dafür wurden in einer schriftlichen Befragung in der BRD 3289 Personen von 16-59 zu ihren Kindheitserfahrungen bezüglich körperlicher Gewalt befragt. Dabei wurden insgesamt zehn Items zur Eltern-Kind-Gewalt aus der sogenannten Konfliktskala (CTS) herangezogen. Wetzels Studie geht jedoch von einem engen strafrechtlichen Gewaltbegriff aus, sodass Fälle, die unter das damals noch geltende elterliche Züchtigungsrecht fallen, für seine Untersuchung nicht relevant waren. Darunter fallen beispielsweise Handlungen wie „Schlagen mit einem Gegenstand“.
I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der familiären Gewalt gegen Kinder unter Berücksichtigung rechtlicher Neuerungen und Definition der zentralen Forschungsfrage.
II. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Darstellung der Begriffsbestimmungen, verschiedener Gewaltformen sowie theoretischer Erklärungsmodelle wie der Ansätze von Steele/Pollock, Gil und Gelles.
III. EMPIRISCHE BEFUNDE: Analyse verschiedener Studien zur tatsächlichen Entwicklung physischer Gewaltanwendung und der Einstellungsänderung der Bevölkerung über einen Zeitraum von 30 Jahren.
IV. PRÄVENTION & INTERVENTION: Überblick über Maßnahmen der Jugendhilfe sowie Beratungsstellen zur Prävention und notwendige staatliche Interventionsmöglichkeiten bei Kindeswohlgefährdung.
V. ZUSAMMENFASSUNG & FAZIT: Synthese der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung eines Rückgangs physischer Gewalt, verbunden mit einem Ausblick auf zukünftige Herausforderungen.
Eltern-Kind-Gewalt, physische Gewalt, Kindesmisshandlung, Züchtigungsrecht, Erziehung, empirische Studien, Konfliktskala, Jugendhilfe, Prävention, Intervention, Einstellungswandel, Kindeswohl, Sozialgesetzbuch, Kriminologie, Viktimisierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der physischen Gewalt in der innerfamiliären Erziehung in Deutschland und untersucht deren Entwicklung über die letzten drei Jahrzehnte.
Die Arbeit gliedert sich in eine historische Betrachtung, die Darstellung theoretischer Erklärungsmodelle, eine Analyse empirischer Prävalenzdaten sowie die Untersuchung präventiver und intervenierender Maßnahmen.
Das Hauptziel ist die Klärung der Forschungsfrage, ob physische Gewalt gegen Kinder in der empirischen Realität immer häufiger vorkommt oder brutaler wird.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die kritische Auswertung und den Vergleich bestehender, repräsentativer empirischer Studien und Viktimisierungsbefragungen.
Der Hauptteil deckt die theoretische Fundierung durch verschiedene Erklärungsansätze ab und diskutiert im empirischen Teil Studien, die den Rückgang körperlicher Bestrafung und den Wandel der gesellschaftlichen Einstellung belegen.
Zentrale Begriffe sind Eltern-Kind-Gewalt, physische Bestrafung, Kindeswohl, Jugendhilfe, Prävention, Intervention und der Wandel der gesellschaftlichen Akzeptanz von Züchtigung.
Das Züchtigungsrecht diente lange Zeit zur Legitimierung physischer Gewalt; dessen Abschaffung wird als Wendepunkt für die rechtliche und gesellschaftliche Wahrnehmung der körperlichen Gewaltanwendung gegen Kinder diskutiert.
Der Ansatz von Gelles wird hervorgehoben, da er als erster versuchte, konkurrierende psychopathologische und soziostrukturelle Theorien zu einem multifaktoriellen Modell zu vereinen, was eine höhere Erklärungskraft besitzt.
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