Bachelorarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Emotionale Intelligenz
2.2 Instrumentelle Führung
2.3 Extra Effort
2.4 Hypothesenherleitung
3. Methoden
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Vorgehen der Befragung
3.3 Beschreibung der Messinstrumente
3.4 Statistische Auswertung
4. Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistiken und Interkorrelationen
4.2 Überprüfung der Hypothesen
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Stärken und Schwächen der Untersuchung
5.3 Implikation für die Theorie
5.4 Implikation für die Praxis
5.5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der emotionalen Intelligenz von Führungskräften, ihrem instrumentellen Führungsverhalten und der Anstrengungsbereitschaft (Extra Effort) der Mitarbeiter. Ziel der Forschungsfrage ist es zu klären, ob instrumentelle Führung den positiven Zusammenhang zwischen emotionaler Intelligenz und Extra Effort mediiert.
2.2 Instrumentelle Führung
Der Führungsstil instrumentelle Führung wurde von Antonakis und House im Jahr 2002 entwickelt, um das Full Range Leadership Modell von Bass aus dem Jahr 1985, welches die transaktionale, die transformationale und die Laissez-faire Führung beinhaltet, zu ergänzen (Antonakis & House, 2002). Antonakis und House (2002) stellten fest, dass das Modell die strategischen und aufgabenorientierten Handlungen der Führungskraft nicht beinhaltet. Auf Grund dessen wurde der instrumentelle Führungsstil entwickelt, welcher sich in den Funktionen Strategic Leadership und Follower Work Facilitation untergliedert. Durch die Ergänzung der instrumentellen Führung ist das Extended Full Range Leadership Modell (EFLRM) im Jahr 2002 entstanden (Antonakis & House, 2002).
Mit der instrumentellen Führung erklärt das EFLRM nicht nur was auf zwischenmenschlicher und transaktionaler Ebene während der Führung passiert, sondern was auf strategischer Ebene und auf der Ebene der Arbeitserleichterung passiert. Das Modell beinhaltet insgesamt 12 Dimensionen zu den Führungsstilen transaktionale, transformationale, instrumentelle und Laissez-faire Führung (Antonakis & House, 2014). „Diese [Dimensionen] lassen sich in einem zweidimensionalen Kontinuum“ (Jackenroll, 2016, Abs. 2) hinsichtlich der Aktivität (Active) der Führungskräfte und der Effektivität (Effective) des gezeigten Führungsverhaltens einordnen. Die Dimensionen der instrumentellen Führung lassen sich hinsichtlich ihrer Effektivität im mittleren Bereich zwischen der transaktionalen und der transformationalen Führung einordnen und die Führungskräfte zeigen in gleicher Weise ein mittleres Maß an Aktivität (Jackenroll, 2016).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz emotionaler Intelligenz und instrumenteller Führung ein und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich des Zusammenhangs zu Extra Effort ab.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden die zentralen Variablen emotionale Intelligenz, instrumentelle Führung sowie Extra Effort definiert und auf Basis bestehender Literatur Hypothesen abgeleitet.
3. Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt die Stichprobenbeschreibung, das Vorgehen bei der Befragung, die eingesetzten Messinstrumente sowie die statistischen Auswertungsverfahren.
4. Ergebnisse: Hier werden die deskriptiven Statistiken präsentiert und die Ergebnisse der hierarchischen Regressionsanalysen zur Hypothesenprüfung dargestellt.
5. Diskussion: Dieser Teil interpretiert die Ergebnisse, reflektiert die Stärken und Schwächen der Untersuchung und zieht Implikationen für Theorie und Praxis sowie ein abschließendes Fazit.
Emotionale Intelligenz, Instrumentelle Führung, Extra Effort, Führungserfolg, Mitarbeiterführung, Full Range Leadership Modell, Arbeitszufriedenheit, Motivation, Mediatoreffekt, Führungskraft, Mitarbeiter, Arbeitsleistung, Persönlichkeitseigenschaften, Führungstraining, Quantitative Forschung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der emotionalen Intelligenz von Führungskräften auf deren instrumentelles Führungsverhalten und die daraus resultierende Anstrengungsbereitschaft (Extra Effort) der Mitarbeiter.
Die zentralen Felder umfassen die Konzepte der emotionalen Intelligenz, der instrumentellen Führung, die Mechanismen von Extra Effort sowie deren gegenseitige statistische Korrelationen.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob instrumentelle Führung als Mediator fungiert, der den Zusammenhang zwischen der emotionalen Intelligenz der Führungskraft und dem Extra Effort der Mitarbeiter erklärt.
Es wurde eine quantitative Untersuchung durchgeführt, bei der Daten an zwei Messzeitpunkten mittels Online-Fragebogen und einem Assessment Center mit Rollenspielen erhoben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Konstrukte, die Herleitung von vier Hypothesen sowie eine empirische Überprüfung dieser mittels hierarchischer Regressionsanalysen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie instrumentelle Führung, emotionale Intelligenz, Extra Effort, Mediation und Führungseffektivität aus.
In dieser Untersuchung zeigte sich kein signifikanter Einfluss der emotionalen Intelligenz auf die instrumentelle Führung, was die Voraussetzung für eine Mediation nach dem Modell von Baron und Kenny verletzte.
Die Ergebnisse zeigen eine negative Korrelation zwischen dem Alter der Mitarbeiter und ihrem Extra Effort, was darauf hindeutet, dass die Anstrengungsbereitschaft bei älteren Mitarbeitern tendenziell abnimmt.
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