Bachelorarbeit, 2017
45 Seiten, Note: 1,2
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Theatertheorien von Gotthold Ephraim Lessing und Bertolt Brecht. Dabei werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die historischen Kontexte der beiden Denker beleuchtet. Die Arbeit analysiert die Theorien in Bezug auf ihre Wirkung und ihre Ziele, ihre Methoden und den Einsatz von Musik und anderen technischen Mitteln.
Die Arbeit beginnt mit einem Überblick über die Dramentheorie nach Aristoteles, die als Grundlage für die Theorien von Lessing und Brecht dient. Anschließend werden die historischen Hintergründe der beiden Denker im Kontext ihrer jeweiligen Epochen beleuchtet. Das vierte Kapitel stellt die Theorien von Lessing und Brecht in einem systematischen Vergleich dar. Dabei werden die Wirkung und die Ziele ihrer Theorien, ihre Methoden, sowie der Einsatz von Musik und anderen technischen Mitteln im Theater analysiert. Das fünfte Kapitel befasst sich mit dem Stil und der Stoßrichtung der Argumentation beider Denker, inklusive einer Betrachtung des möglichen Einflusses Lessings auf Brecht. Abschließend zieht das sechste Kapitel ein Fazit, das die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Theorien von Lessing und Brecht beantwortet.
Theatertheorie, Dramentheorie, Lessing, Brecht, Aufklärung, Moderne, Katharsis, Distanz, Vergnügungs- und Lehrtheater, Dramenaufbau, Einfühlung, Identifikation, Verfremdung, Verwunderung, Musik, technische Mittel, Argumentationsanalyse, Einfluss, Gemeinsamkeiten, Unterschiede.
Lessing setzt auf Identifikation und Mitleid (Einfühlung), um eine moralische Besserung zu erreichen. Brecht hingegen nutzt die Verfremdung (V-Effekt), um Distanz zu schaffen und den Zuschauer zum kritischen Nachdenken zu bewegen.
Katharsis ist die Reinigung der Leidenschaften durch Mitleid und Furcht. Der Zuschauer soll sich in die Figuren einfühlen und dadurch ethisch geläutert werden.
Durch Mittel wie direkte Publikumsansprache, Lieder, Plakate oder eine sachliche Spielweise wird die Illusion des Theaters durchbrochen, damit das Dargestellte nicht als selbstverständlich, sondern als veränderbar wahrgenommen wird.
Ja, beide beziehen sich intensiv auf die „Poetik“ des Aristoteles, wobei Lessing sie im Sinne der Aufklärung interpretiert und Brecht sie mit seinem „nicht-aristotelischen Drama“ radikal in Frage stellt.
Trotz gegensätzlicher Methoden teilen sie das Ziel eines „Lehrtheaters“: Beide wollen, dass das Theater eine gesellschaftliche Wirkung entfaltet und zur Aufklärung bzw. Veränderung der Welt beiträgt.
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