Bachelorarbeit, 2019
71 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND
2.1 Definition des Begriffes Persönlichkeit
2.1.1 Das Big-Five-Persönlichkeitsmodell
2.2 Definition des Begriffes Stress
2.1.2 Der Stressbegriff nach Lazarus und Folkman
2.2 Definition von Stressoren
2.3 Die Stressreaktion und Auswirkungen von Stress
2.4 Begriffe, Faktoren und Theorien im Coping
2.4.1 Definition Stressbewältigung
2.4.2 Arten des Copings
2.4.3 Transaktionale Stresstheorie nach Lazarus und Folkman
2.4.4 Personale Ressourcen im Coping
2.4.4.1 Kontrollüberzeugungen
2.4.4.2 Soziale Unterstützung
2.4.4.3 Die persönliche Grundeinstellung
3 BEFUNDE UND HERLEITUNG DER HYPOTHESEN
3.1 Neurotizismus und Coping
3.2 Extraversion und Coping
3.3 Offenheit für Neues und Coping
3.4 Gewissenhaftigkeit und Coping
3.5 Verträglichkeit und Coping
3.6 Herleitung der Hypothesen
4 METHODE
4.1 Methode der Datenerhebung und Art der Stichprobe
4.2 Erhebung Soziodemographie
4.3 Erhebung Copingverhalten
4.4 Erhebung Persönlichkeitsmerkmale
5 ERGEBNISSE
5.1 Deskriptivstatistische Ergebnisse
5.2 Ergebnisse zu den verwendeten Skalen: Ways of coping und B5T
5.3 Inferenzstatistische Ergebnisse
6 DISKUSSION UND AUSBLICK
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen der "Big Five" und individuellen Stressbewältigungsstrategien (Coping) wissenschaftlich zu untersuchen, um zu verstehen, inwieweit die Persönlichkeit die Wahl der Copingstrategie beeinflusst.
2.4.3 Transaktionale Stresstheorie nach Lazarus und Folkman
Das wohl heutzutage relevanteste und meist verwendete Copingmodell stammt von Lazarus und Folkman (1989). Es fällt in die Zeit der „cognitive revolution“. In dieser kognitiven Wende wurden die Prozesse menschlichen Verhaltens nicht mehr ausschließlich durch behavioristische Konzepte erklärt, sondern zunehmend durch kognitive Konzepte (Morgenroth, 2018).
Bei der transaktionalen Stresstheorie wird Stress also nicht nur als ein Wechselwirkungsprozess zwischen Mensch und Umwelt betrachtet, sondern sie berücksichtigt zudem die zeitlichen Entwicklungen, die während dieses Wechselwirkungsprozesses stattfinden (Wolf, 2019). Wie bereits in Kapitel 2.1.3 erwähnt, ist laut Lazarus und Folkman Stress ein subjektiver Einschätzungsvorgang (Morgenroth, 2018). Bestimmte Anforderungen aus der Umwelt, deren Ursachen in verschiedenen vorausgehenden Ereignissen liegen, erfordern bei unterschiedlichen Personen verschiedene Bewältigungsprozesse. Überschreiten die Anforderungen die Fähigkeiten der Person, so entsteht für diese Stress. Entscheidend für die Bewertung des Stressors und die darauffolgende Handlung ist demnach, wie eine Person, basierend auf ihren Ressourcen und ihrem subjektiven Empfinden, den vorliegenden Stressor beurteilt (Reif, Spieß und Stadler, 2018). Die situationsspezifischen Anforderungen setzen sich also aus den allgemeinen äußeren Umweltanforderungen und den internen Anforderungen des Individuums wie zum Beispiel subjektive Ziele, Werte und Verpflichtungen zusammen. Individuelle Unterschiede zwischen den Personen führen dazu, dass Situationen von Person zu Person unterschiedlich bewertet werden und verschiedene Copingstrategien darauf folgen (Morgenroth, 2018). Demzufolge fokussiert sich die Theorie auf die individuelle Person-Umwelt-Beziehung und damit auf die wechselseitige Bedingtheit von Person und Stimuli (Morgenroth, 2018).
Der Bewertungsvorgang des Stressors erfolgt im wechselwirkenden Zusammenspiel zweier Faktoren: der primären Bewertung (primary appraisals) und der sekundären Bewertung (secondary appraisals). In der primären Bewertung erfolgt eine Einschätzung der Situation im Hinblick auf das persönliche Wohlergehen im Sinne des Informationsverarbeitungsprozesses. Die Person unterscheidet hierbei zwischen Irrelevanz, angenehm-positivem Empfinden und Stressrelevanz. Weist das Resultat eine Überlegenheit der persönlichen Kompetenzen auf, so wird die Einschätzung zu dem Ergebnis „Irrelevanz“ oder „angenehm positives Gefühl“ kommen. Hierbei sind dann auch keine weiteren Bewertungen mehr nötig (Wolf, 2019).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz von Stress im Alltag und Darstellung der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Wahl der Copingstrategie.
2 THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND: Erläuterung der theoretischen Konzepte Persönlichkeit (Big Five) und Stress (transaktionale Stresstheorie nach Lazarus und Folkman) sowie der Mechanismen der Stressbewältigung.
3 BEFUNDE UND HERLEITUNG DER HYPOTHESEN: Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes zum Zusammenhang zwischen den Big-Five-Dimensionen und Coping, inklusive der Herleitung von sechs spezifischen Forschungshypothesen.
4 METHODE: Detaillierte Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobenrekrutierung via Online-Fragebogen sowie der verwendeten Messinstrumente (B5T und Ways of Coping) und deren Validierung.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der deskriptivstatistischen Daten der Stichprobe sowie der Ergebnisse der inferenzstatistischen Analyse zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 DISKUSSION UND AUSBLICK: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die theoretischen Grundlagen, kritische methodische Reflexion und Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Persönlichkeit, Big Five, Stress, Stressbewältigung, Coping, Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Neues, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit, Transaktionale Stresstheorie, Ressourcen, Stressoren, Copingstrategien, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen (nach dem Big-Five-Modell) und der Wahl von Strategien zur Stressbewältigung (Coping) bei Belastungssituationen.
Die zentralen Felder sind die Persönlichkeitspsychologie, die psychologische Stresstheorie sowie die Analyse von Bewältigungsmechanismen, die Menschen nutzen, wenn sie mit Stress konfrontiert sind.
Das primäre Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob und inwieweit die individuelle Persönlichkeitsstruktur eines Menschen beeinflusst, welche Strategien er wählt, um mit stressigen Situationen umzugehen.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem mittels einer digitalen Online-Befragung Daten von 179 Probanden erhoben und anschließend statistisch (mittels Pearson-Korrelationen) ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den Konstrukten Persönlichkeit und Coping, eine Zusammenfassung des Forschungsstandes zur Verknüpfung beider Felder sowie die empirische Überprüfung von sechs konkreten Hypothesen.
Die wichtigsten Begriffe sind Persönlichkeit, Big Five, Stress, Coping, Transaktionale Stresstheorie, Neurotizismus, Extraversion und Stressbewältigungsstrategien.
Zur Messung der Persönlichkeit wurde eine verkürzte Version des B5T (Big-Five-Persönlichkeitstest) genutzt, während das Copingverhalten mithilfe des bewährten "Ways of Coping"-Fragebogens in seiner Originalform erfasst wurde.
Die Autorin weist kritisch auf eine teils geringe Reliabilität und Validität der verwendeten Skalen in dieser spezifischen Stichprobe sowie auf einen gewissen "Bias" der Stichprobenzusammensetzung hin.
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