Masterarbeit, 2020
96 Seiten, Note: 1,15
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Berufliche Orientierung
2.1 Berufliche Orientierung – eine Begriffsdefinition
2.2 Die Berufswahlkompetenz
2.3 Das Thüringer Berufsorientierungsmodell zur Förderung der Berufswahlkompetenz
2.3.1 Das Berufswahlkompetenzmodell
2.3.2 Wissen
2.3.3 Motivation
2.3.4 Handeln
3. Erklärvideos
3.1 Warum Erklärvideos
3.2 Genretypische Merkmale von Erklärvideos
3.3 Stile und Techniken von Erklärvideos
3.4 Gestaltungskriterien guter Erklärvideos
4. Der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen
4.1 Tätigkeiten des/der KVF
4.2 Struktur der Ausbildung zum/zur KVF
4.3 Inhalte der Ausbildung zum/zur KVF
4.4 Kompetenzanforderungen an den/die KVF
4.5 Weiterbildungsmöglichkeiten des/der KFV
5. Methodischen Vorgehen
5.1 Untersuchungsdesign
5.2 Auswahl der Stichprobe
5.3 Die qualitative Inhaltsanalyse mittels skalierender Strukturierung
5.4 Konzeption des Kriterienrasters
5.5 Pretest des Kriterienrasters
5.6 Gütekriterien
6. Ergebnisdarstellung
6.1 Mittelwerte und Häufigkeitsverteilung der Ausprägungen
6.2 Interpretation der Ergebnisse
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Erklärvideos zur Förderung der Beruflichen Orientierung junger Menschen am Beispiel des Ausbildungsberufs Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen (KVF). Ziel ist die Entwicklung eines Kriterienrasters zur Bewertung solcher Videos, um zu prüfen, inwieweit sie relevante Informationen für eine fundierte Berufswahlentscheidung vermitteln.
3.1 Warum Erklärvideos
Um sich etwas erklären oder zeigen zu lassen, nutzen junge Menschen zunehmend das Online-Videoportal YouTube, auf welchem nicht nur alltägliche Fertigkeiten, sondern ebenso komplexe oder abstrakte Begriffe und Thematiken mittels sogenannter Tutorials erläutert werden (vgl. Wolf 2015, S. 30). Weltweit beläuft sich die Zahl der monatlich aktiven YouTube-Nutzer auf zwei Milliarden und liegt damit auf Platz zwei im Ranking der größten sozialen Netzwerke (vgl. Statista 2020b). Der Anteil der Internetnutzer in Deutschland, die YouTube zumindest selten nutzen, hat sich von 42 % im Jahr 2011 auf rund 77 % im Jahr 2019 erhöht (vgl. Statista 2019, Statista 2020a). Eine Befragung von Bitkom (2017) ergab, dass 45 % aller befragten Internetnutzer ab 14 Jahren schon einmal ein Video-Tutorial angesehen haben, zwei Jahre zuvor waren es noch 37 %. Bei der Frage nach dem liebsten Online-Angebot steht YouTube wie bereits im Vorjahr auf Platz 1 der jungen Menschen, die innerhalb der Jim-Studie 2019 befragt wurden (vgl. mpfs 2020, S. 27). Dabei werden von einem Fünftel (20 %) Tutorials regelmäßig konsumiert, etwa gleich hoch ist der Anteil derer, die Videos zu Themen aus Schule oder Ausbildung ansehen (18 %) (vgl. mpfs 2020, S. 39). Es zeigt sich, dass Erklärvideos nicht nur im Kontext der Freizeitinteressen bei jungen Menschen beliebt sind, sondern ebenso für die Schule, Universität und die berufliche Aus- und Weiterbildung als kostenfreie Nachhilfe oder zur Vertiefung genutzt werden (vgl. Wolf 2015, S. 30).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesellschaftliche Relevanz der Berufswahl ein und identifiziert Erklärvideos als potenzielle Unterstützungsmedien bei der Berufsorientierung.
2. Berufliche Orientierung: Das Kapitel definiert den Prozess der beruflichen Orientierung und beschreibt zentrale Modelle zur Förderung der Berufswahlkompetenz im Jugendalter.
3. Erklärvideos: Es werden die mediale Bedeutung von YouTube-Videos, ihre Merkmale, Stile und didaktischen Gestaltungskriterien für Lernvideos dargelegt.
4. Der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen: Das Kapitel bietet einen detaillierten Überblick über Tätigkeitsfelder, Ausbildungsstrukturen und Anforderungen an Auszubildende in diesem Berufsbild.
5. Methodischen Vorgehen: Hier werden das Forschungsdesign, die Stichprobenauswahl und die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse sowie die Kriterien für deren Güte beschrieben.
6. Ergebnisdarstellung: Dieser Abschnitt präsentiert die Analyseergebnisse der untersuchten Videos in Bezug auf ihre Eignung zur beruflichen Orientierung und interpretiert diese.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Potenzials von Erklärvideos und gibt Empfehlungen für die zukünftige Erstellung sowie den Einsatz in der Schule.
Berufliche Orientierung, Berufswahlkompetenz, Erklärvideos, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, KVF, YouTube, qualitative Inhaltsanalyse, Ausbildungsberuf, Berufsorientierungsmodell, Kompetenzanforderungen, Berufswahl, Lehr- und Lernmedien, digitale Bildung, Berufsbildung, Medienpädagogik
Die Masterarbeit untersucht, wie Erklärvideos auf YouTube junge Menschen bei der Berufswahl unterstützen können, wobei der Fokus exemplarisch auf dem Ausbildungsberuf "Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen" liegt.
Die Studie verknüpft die pädagogischen Aspekte der beruflichen Orientierung mit den technologischen Möglichkeiten moderner Videomedien, insbesondere im Hinblick auf ihre didaktische Qualität.
Das primäre Ziel ist zu evaluieren, ob und wie gut bestehende Erklärvideos dazu geeignet sind, Schülern die notwendigen Informationen und Impulse für den Einstieg in den KVF-Beruf zu geben.
Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse mittels skalierender Strukturierung, wobei 58 Videos anhand eines selbst entwickelten Kriterienrasters bewertet wurden.
Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Rahmen zur beruflichen Orientierung und zu Erklärvideos gesteckt, das Berufsbild des KVF analysiert und anschließend das empirische Vorgehen sowie die Ergebnisse der Video-Bewertung detailliert dargelegt.
Die Kernaspekte sind Berufliche Orientierung, Berufswahlkompetenz, Erklärvideos, der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen und der Einsatz von YouTube als informelle Bildungsressource.
Die Qualität wird als gemischt beurteilt: Während viele Videos motivierende Aspekte und die Alltagswelt gut abdecken, mangelt es in der Breite an inhaltlicher Tiefe, etwa bei der Darstellung konkreter Kompetenzanforderungen oder Karrierewege.
Erklärvideos sind kein Allheilmittel, bieten aber einen wertvollen, niedrigschwelligen Einstieg. Sie sollten idealerweise in einen integrativen Prozess der Berufsorientierung eingebunden werden, der auch die kritische Auswahl und Diskussion der Inhalte durch Lehrkräfte umfasst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

