Bachelorarbeit, 2019
55 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung
2 Digitale Medien in der Schule
2.1 Die mediatisierte Wissensgesellschaft
2.2 Mediendidaktische Anforderungen an die Schule
2.3 Medienpädagogische Kompetenzen von Lehrkräften
2.4 Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern
3 Der Einsatz von Tablets in Schulen
3.1 Die Beliebtheit der Tablets
3.2 Ausstattung und Implementierung der Tablets in Schulen
3.3 Einsatzszenarien
3.3.1 SAMR-Modell
3.3.2 (Technische) Vorteile und Funktionen von Tablets
3.3.3 Chancen und Herausforderungen von Einsatzszenarien
3.3.4 Die Herausforderung des Datenschutzes
4 Qualitative Analyse – Empirischer Teil
4.1 Fragestellung
4.2 Gestaltung des Forschungsdesigns
4.2.1 Erhebungsmethode
4.2.2 Art und Umfang der Stichprobe
4.2.3 Erhebungsinstrument und Datenerhebung
4.2.4 Auswertungsverfahren
4.3 Inhaltliche Analyse
4.3.2 Interview mit einer Lehrkraft
4.3.3 Interviews mit den Schülerinnen und Schülern
5 Diskussion
6 Ein Konzept für den Tableteinsatz in Schulen
6.1 Von der Vision zum Value-added
6.2 Beispielhafter Einsatz von Tablets in Schulen
7 Fazit
7.1 Limitationen
7.2 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die aktuelle Realität des Tableteinsatzes an Schulen, um auf Basis empirischer Interviews und aktueller Forschungsergebnisse ein fundiertes Konzept für einen sinnstiftenden, mehrwertorientierten Einsatz dieser Geräte im Unterricht zu entwickeln.
3.3.1 SAMR-Modell
Wenn die Voraussetzungen für den Umgang mit den Tablets erfüllt sind, stellt sich folglich die Frage wie und wann die Geräte am Besten eingesetzt werden sollten. Ruben R. Puentedura (2010) veröffentlichte dafür das SAMR-Modell zur Veranschaulichung der Einsatzszenarien von digitalen Medien (Puentedura, 2010). Dabei unterteilt er im vier-Stufenmodell die Nutzung digitaler Medien in folgende Stufen: 1. Subsitution (Ersetzung), 2. Augmentation (Erweiterung), 3. Modification (Veränderung) und 4. Redefinition (Neubestimmung). Bei der ersten Stufe handelt es sich um eine Ersetzung der „alten“ Methode ohne funktionale Veränderung, zum Beispiel ein Aufgabenblatt zu digitalisieren und online auf dem Schulserver für alle SuS sichtbar zu machen.
Eine Erweiterung des Arbeitsblattes wäre in Stufe zwei vorgesehen, bei der zum Beispiel das Hinzufügen und Wegnehmen von Daten, nach Hofmann et al. (2017), eine „Produktionsebene“ ergeben soll. Eine signifikante „Veränderung“ stellt die dritte Stufe dar, wobei hier beispielsweise die Integration von Videoaufnahmen zur Veränderung führen kann. Die vierte und letzte Stufe des Modells beschreibt die „Neubestimmung“ des beispielhaften Arbeitsblattes. Dazu sollen neue Möglichkeiten der Konzepterstellung zur Lösung von Aufgaben geboten werden, die mit einem Film oder auch Interview realisiert werden könnten. Diese Stufen sollen aufzeigen, dass digitale Werkzeuge die analogen Mittel nicht nur ablösen, sondern auch ergänzen können (Hofmann, Franz, & Schneuder-Pungs, 2017, S. 25-27; Zander & Niegemann, 2013, S. 3). Eine bewusste Mischung des Einsatzes von herkömmlichen und neuen Lehr-Lern-Formaten kann nach Niegemann und Zander (2013, S.1) zu besseren Lernresultaten führen. Die Realität zeigt jedoch, dass eine „handlungsorientierte Arbeitsweise“ und eine „kreative Auseinandersetzung mit Medieninhalten“ nur Ausnahmefälle sind. Meist werden die Tablets jedoch rein funktional verwendet, z.B. zum recherchieren oder rechnen (Tappe, 2017, S. 2-3).
1 Einleitung: Beleuchtung der gesellschaftlichen Digitalisierung und der daraus resultierenden Notwendigkeit, Tablets als Lernwerkzeuge in den schulischen Kontext zu integrieren.
2 Digitale Medien in der Schule: theoretische Herleitung der Medienkompetenz und der Anforderungen an Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler in einer mediatisierten Wissensgesellschaft.
3 Der Einsatz von Tablets in Schulen: Darstellung der technischen Aspekte, Implementierungsmodelle (wie 1:1 oder BYOD) sowie der Einsatzszenarien unter Anwendung des SAMR-Modells.
4 Qualitative Analyse – Empirischer Teil: Durchführung und Auswertung qualitativer Interviews mit einer Lehrkraft und Schülern zur Erfassung der tatsächlichen Praxis und der wahrgenommenen Mehrwerte.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der Forschungsergebnisse im Abgleich mit existierender Fachliteratur unter Berücksichtigung von Infrastruktur- und Motivationsfaktoren.
6 Ein Konzept für den Tableteinsatz in Schulen: Präsentation eines strukturierten Prozessmodells zur zielgerichteten Implementierung, das von der Vision bis zum konkreten Mehrwert reicht.
7 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Limitationen der Arbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich des digitalen Lernens.
Tableteinsatz, Schule, Medienkompetenz, Digitalisierung, SAMR-Modell, Lehr-Lern-Prozesse, Digitalkompetenz, Bildungsinfrastruktur, Digitalpakt, E-Learning, Implementierung, Schulentwicklung, Medienpädagogik, Mehrwert, Unterrichtsentwicklung.
Die Arbeit untersucht die tatsächliche Realität des Einsatzes von Tablets an deutschen Schulen und wie diese sinnvoll in den Unterricht integriert werden können.
Zu den Kernbereichen zählen die Medienkompetenz, die technische Schulinfrastruktur, die Herausforderungen bei der Implementierung sowie die didaktischen Einsatzmöglichkeiten mobiler Endgeräte.
Das Hauptziel besteht darin, die Kluft zwischen idealen didaktischen Vorstellungen und der schulischen Praxis zu analysieren, um daraus ein lösungsorientiertes Konzept für einen echten Mehrwert (Value-added) im Unterricht zu erstellen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstrukturierten Interviews mit einer Lehrkraft (Tabletbeauftragtem) und einer Schülergruppe basiert.
Der Hauptteil erörtert medienpädagogische Kompetenzmodelle, Einsatzszenarien nach dem SAMR-Modell, Vorteile durch Apps sowie kritische Faktoren wie Datenschutz und technische Barrieren.
Wichtige Schlagworte sind Tableteinsatz, Medienkompetenz, Digitalisierung, SAMR-Modell und Schulentwicklung.
Die Autorin argumentiert, dass die 1:1-Ausstattung die Adaptivität des Unterrichts fördert, da Lernstände gespeichert und individualisierte Lernwege durch Apps besser unterstützt werden können.
Die Infrastruktur, insbesondere ein stabiles und flächendeckendes WLAN, wird als eine der größten Hürden identifiziert; ohne diese Basis ist laut den Interviewten ein sinnstiftender Einsatz moderner Tablets kaum möglich.
Die Wahl von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren begründet sich durch eine erwartete höhere Selbstdisziplin und Reflexionsfähigkeit bezüglich des eigenen Lernverhaltens mit digitalen Medien.
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