Masterarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,8
Diese Arbeit analysiert die Integration von Vertriebenen in Wermelskirchen in den Jahren 1945 bis 1957. Die Untersuchung konzentriert sich auf die zentralen Bereiche der Unterbringung, der Integration in den Arbeitsmarkt und die administrative Handhabung der Vertriebenenproblematik. Weiterhin werden die Genese der organisierten Interessenvertretung und die öffentliche Darstellung der Vertriebenen in der Lokalpresse beleuchtet.
Die Einleitung stellt den historischen Kontext der Vertreibung der Deutschen dar und beleuchtet die Bedeutung der Eingliederung der Vertriebenen für die Bundesrepublik. Kapitel 2 beschreibt die Fragestellung und das methodische Vorgehen der Untersuchung. Kapitel 3 skizziert die Situation der Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen. Kapitel 4 stellt Wermelskirchen und seine Situation am Ende des Zweiten Weltkriegs vor. Kapitel 5 untersucht die Anzahl und Herkunft der Vertriebenen in Wermelskirchen. Kapitel 6 beleuchtet die anfängliche Unterbringung und die soziale und wirtschaftliche Lage der Vertriebenen. Kapitel 7 widmet sich der weiteren Entwicklung der Situation der Vertriebenen in Wermelskirchen bis 1957, einschließlich der kommunalen Betreuung, der sozialen und wirtschaftlichen Lage, der Entwicklung der Wohnsituation, des Einflusses von Kultur auf die Integration und der Darstellung der Vertriebenen in der Lokalpresse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen der Vertreibung, Integration, Eingliederung, Wohnungsnot, Arbeitsmarkt, Interessenvertretung, Lokalpolitik und Lokalgeschichte im Kontext der Nachkriegszeit in Deutschland. Die Analyse fokussiert auf die Erfahrung von Vertriebenen in der Gemeinde Wermelskirchen, wobei die Bedeutung von Verwaltung und Politik bei der Bewältigung der Vertriebenenproblematik und die Rolle der Lokalpresse in diesem Prozess im Vordergrund stehen.
Die Integration war eine enorme Kraftanstrengung, die von der provisorischen Unterbringung bis zur wirtschaftlichen Eingliederung in den Arbeitsmarkt der Kleinstadt reichte.
Die gravierende Wohnungsnot und die soziale Fremdheit zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Vertriebenen aus Mittel- und Osteuropa prägten die ersten Nachkriegsjahre.
Politik und Verwaltung in Wermelskirchen mussten Notunterkünfte organisieren, Hilfsmaßnahmen koordinieren und die Integration in die lokale Erwerbsstruktur fördern.
Die Lokalpresse war ein wichtiger Faktor für die öffentliche Wahrnehmung und spiegelte oft das Spannungsfeld zwischen Hilfsbereitschaft und Ablehnung wider.
Ja, zwischen 1949 und 1957 bildeten sich zunehmend Verbände und kulturelle Gruppen, die die Interessen der Vertriebenen politisch und gesellschaftlich vertraten.
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