Bachelorarbeit, 2012
57 Seiten, Note: 1,3
1.EINLEITUNG
1.1.DAS HAAR
1.1.2.AUFBAU UND STRUKTUR DES HAARES
1.1.3.CHEMISCHE BESTANDTEILE DER HAARE
1.2.DIE NATÜRLICHE HAARFARBE
1.3.DIE GESCHICHTE DER HAARFARBE
1.4.HAARFÄRBEMITTEL
1.4.2.SEMIPERMANENTE HAARFÄRBEMITTEL
1.4.3.PERMANENTE HAARFÄRBEMITTEL
1.4.4.CHEMISCHE VORGÄNGE BEI EINER OXIDATIVEN HAARFÄRBUNG
1.5.HAARSCHÄDEN
1.6.DIE NEUE ART DES PERMANENTEN HAARFÄRBENS
1.8.AUFGABENSTELLUNG
2.ALLGEMEINER TEIL
2.1.ÜBERBLICK
2.2.DAS FARBERGEBNIS
2.2.1.VERGLEICH DER FARBERGEBNISSE EINER DUNKELFÄRBUNG
2.2.2.VERGLEICH DER FARBERGEBNISSE EINER HELLERFÄRBUNG
2.2.3.VERGLEICH DER FARBERGEBNISSE MIT 80 % WEIßANTEIL
2.3.VERGLEICH DES ÄUßEREN ERSCHEINUNGSBILD DER HAARSTRUKTUREN
2.4.PH-WERT – MESSUNG
2.5.MIKROSKOPISCHE UNTERSUCHUNGEN DER HAARPROBEN
2.5.1.MIKROSKOPISCHE AUFNAHMEN NACH 10 MINÜTIGER EINWIRKZEIT
2.5.2.MIKROSKOPISCHE AUFNAHMEN NACH 20 MINÜTIGER EINWIRKZEIT
2.6. FAZIT
3. EXPERIMENTELLER TEIL
3.1.VERSUCH: EINFLUSS DER WASSERSTOFFPEROXID-KONZENTRATIONEN AUF DAS BLONDIERERGEBNIS
ABBILDUNG 29: EINFLUSS DER WASSERSTOFFPEROXID-KONZENTRATIONEN AUF DAS BLONDIERERGEBNIS. HAARSTRÄHNE PERMANENT NATURAL COLORS VON POLY PALETTE (LINKS), BEHANDELTE STRÄHNE (RECHTS)6 %(LINKS), 9 %(MITTIG), 12 %(RECHTS).
3.2.VERSUCH: EINFLUSS DER WASSERSTOFFPEROXID-KONZENTRATIONEN AUF DIE HELLERFÄRBUNG.
ABBILDUNG 31: EINFLUSS DER WASSERSTOFFPEROXID-KONZENTRATIONEN AUF DIE HELLERFÄRBUNG. NATURHAAR (LINKS), BEHANDELTE STRÄHNE (RECHTS)6 %(LINKS), 9 %(MITTIG), 12 %(RECHTS).
3.3.VERSUCH: AUFGABE DES BLONDIERPULVERS.
ABBILDUNG 32: AUFGABE DES BLONDIERPULVERS. NATURHAAR (LINKS), BEHANDELTE STRÄHNE (RECHTS)6 % IGES WASSERSTOFFPEROXID(LINKS), BLONDIERPULVER(MITTIG), 6 % IGES GEMISCH(RECHTS).
3.4.VERSUCH: BESTIMMUNG DES PH-WERTS
3.5 VERSUCH: H2O2 VERSETZT MIT EINER KALIUMIODID-LÖSUNG
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung, ob eine moderne oxidative Haarfarbe mit verkürzter Einwirkzeit eine strukturschonendere Alternative zu herkömmlichen Produkten darstellt, wobei insbesondere die Werbeversprechen bezüglich Farbergebnis und Grauhaarabdeckung kritisch hinterfragt werden.
1.1.2.Aufbau und Struktur des Haares
„Jedes menschliche Haar zeigt einen typischen Aufbau in drei konzentrische Regionen: Cuticula, Cortex und Medulla.“6 Die Cuticula oder auch Schuppenschicht genannt, ist die äußerste, eine transparente Schicht, die das Haar schützend umgibt. Diese Schicht besteht aus sechs bis zehn Cuticulazellen, die jedes einzelne Haar wie einen Schuppenpanzer umgibt.5 Eine Cuticulazelle ist eine Schuppe, die circa 0,35 bis 0,45 µm dünn ist, eine Breite von etwa 28 bis 38 µm hat und eine Länge circa 40 bis 48 µm aufweist.6
Durch einen Zellmembrankomplex, der wie eine Kitt wirkt, werden die einzelnen Zellen der Schuppenschicht eng miteinander verbunden. Dieser Zellmembrankomplex ist überwiegend aus Zellmembran aufgebaut und entsteht während der Verhornung der Zellen. Die äußere Schicht hat einen erheblichen Einfluss auf das äußere Erscheinungsbild des Haares. Bei einem strukturunbeschädigten Haar ist die Schuppenschicht flach aneinander geordnet und ist durch eine fast ebene Struktur gekennzeichnet.5 Das Innere des Haares bekommt durch die Schuppenschicht Stabilität, dient als Schutz vor äußeren Einflüssen und ist besonders stabil gegen chemische Haarbehandlungen. Jedoch kann es durch zu starkes Frisieren der Haare zur Schädigung dieser äußeren Schicht kommen. Die Folgen reichen von aufgespaltenen Haarspitzen bis zu abgebrochenen Haaren.7
1.EINLEITUNG: Einführung in die Haarstruktur, die Geschichte der Haarfärbung, chemische Grundlagen der Coloration sowie die Definition der Aufgabenstellung.
2.ALLGEMEINER TEIL: Überblick über die verwendeten Produkte, Darstellung des Farbergebnisses sowie Vergleich der Haarstrukturen und pH-Wert-Messungen.
3. EXPERIMENTELLER TEIL: Durchführung verschiedener Versuche zu Wasserstoffperoxid-Konzentrationen, zur Aufgabe von Blondierpulver sowie zur chemischen Reaktion von H2O2 mit Kaliumiodid.
Haarfärbung, oxidative Haarfarbe, Haarschäden, Schuppenschicht, Wasserstoffperoxid, Einwirkzeit, Farbintensität, pH-Wert, Haarstruktur, Grauhaarabdeckung, Coloration, Mikroskopie, Keratin, Haarpflege, Blondierung
Die Arbeit untersucht, ob eine neue Generation oxidativer Haarfarben, die mit einer deutlich kürzeren Einwirkzeit beworben wird, eine schonendere Alternative zu konventionellen Produkten darstellt.
Zentrale Themen sind der chemische Aufbau des Haares, die chemischen Vorgänge bei einer oxidativen Haarfärbung, die Auswirkungen chemischer Mittel auf die Haarstruktur sowie die experimentelle Überprüfung von Farbergebnissen und Haarschäden.
Das Ziel ist es festzustellen, ob die Werbeversprechen der Hersteller bezüglich einer schnelleren und gleichzeitig schonenderen Färbung der Realität entsprechen oder ob sie zur Verkaufsförderung dienen, während die Haarstruktur tatsächlich geschädigt wird.
Die Autorin nutzt experimentelle Methoden, darunter den direkten Farbvergleich von präparierten Haarsträhnen, pH-Wert-Messungen der verwendeten Produkte sowie mikroskopische Untersuchungen der Haaroberfläche zur Analyse von Strukturschäden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Haarstruktur und Färbechemie sowie einen experimentellen Teil, in dem verschiedene Haarfarben getestet und deren Auswirkungen durch Beobachtung, Fühlen und mikroskopische Aufnahmen bewertet werden.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Haarfärbung, oxidative Haarfarbe, Haarschäden, Einwirkzeit, Schuppenschicht, Farbintensität und Haarstruktur.
Glycin dient als Radikalfänger, um die Entstehung schädlicher Carbonat-Radikale während des Oxidationsprozesses zu verhindern und somit die Zugfestigkeit des Haares zu erhalten.
Die Untersuchungen zeigen oft erschreckende Strukturschäden in der Schuppenschicht, selbst bei der kürzeren Einwirkzeit der modernen Produkte, was verdeutlicht, dass chemische Färbeprozesse grundsätzlich die Haaroberfläche beeinträchtigen.
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