Bachelorarbeit, 2020
84 Seiten, Note: 1,3
1 EINFÜHRUNG
1.1 ZIELSETZUNG
1.2 ABSTRACT
1.3 ERLÄUTERUNG ERTRAGSWERTVERFAHREN
1.3.1 Treiberfaktoren und Bestandteile
1.3.2 Bewertungsmethoden
1.4 PRAKTISCHE ANWENDUNG DES ERTRAGSWERTVERFAHRENS
1.4.1 Der Sachverständige
1.4.2 Der Bewertungsbericht
2 ANALYSE
2.1 DARSTELLUNG ANHAND EINES FALLBEISPIELS
2.2 WERTBEEINFLUSSENDE TREIBERFAKTOREN
2.2.1 Bodenwert
2.2.2 Jahresrohertrag
2.2.3 Bewirtschaftungskosten
2.2.4 Liegenschaftszinssatz
2.2.5 Restnutzungsdauer
2.3 WEITERE WERTBEEINFLUSSENDE FAKTOREN
2.3.1 Rentenbarwertfaktor
2.3.2 Anomalien
2.3.3 Weitere Faktoren
2.4 FAZIT DER ANALYSE
2.4.1 Treiberfaktoren
2.4.2 Weitere wertbeeinflussende Faktoren
2.4.3 Fallbeispiel
3 POTENTIAL
3.1 POTENTIELLE VERÄNDERUNGEN
3.1.1 Treiberfaktoren
3.1.2 Weitere Faktoren
3.2 FAZIT DES POTENTIALS
4 FAZIT
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht kritisch die praktische Anwendung des Ertragswertverfahrens bei der Grundstücksbewertung. Ziel ist es, Schwächen, Lücken und Potentiale dieses Verfahrens aufzudecken, um ein tieferes Verständnis für die methodischen Herausforderungen und den Ermessensspielraum der Gutachter zu schaffen.
1.3.1 Treiberfaktoren und Bestandteile
Als die wichtigsten Bestandteile der Ertragswertermittlung werden Jahresroherträge, Bewirtschaftungskosten, Zinssätze, und Restnutzungsdauern angesehen. Anhand dieser werden in verschiedenen Berechnungsstufen aussagekräftige Zwischenergebnisse erstellt. Nebst des Bodenwertes sind diese Komponenten somit essenzielle Faktoren.
1.3.1.1 Bodenwert
Als Bodenwert wird der Wert eines unbebauten Grundstücks angesehen. Dieser wird grundsätzlich durch lediglich zwei Komponenten ermittelt. Einerseits ist die Größe des zu bewertenden Grundstücks festzustellen, andererseits ist für diese Fläche ein plausibler Preis durch den sogenannten Bodenrichtwert, festzulegen. Daraus ergibt sich folgendes Berechnungsschema:
Bodenwert = m² × €/m²
Gemäß des Vergleichswertverfahrens, welches bei der Wertermittlung des Grund und Bodens vorrangig zur Anwendung kommt, ist der Bodenwert aus einer ausreichenden Anzahl von Vergleichspreisen zu ermitteln. Grundlegende Parameter dafür sind die Lage sowie die Nutzung der Liegenschaft. Der Bodenrichtwert stammt aus Kaufpreissammlungen der jeweils zuständigen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte. So werden alle notariell beurkundeten Kaufpreise in eine Datenbank eingepflegt, auf welche Finanzämter und Gutachterausschüsse Zugriff erlangen. Auf Basis dieser reellen Grundstückskaufpreise werden durchschnittliche Bodenwerte für bestimmte Gebiete erstellt, welche als Vergleichswert dienen.
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begrifflichkeiten, erläutert das Ertragswertverfahren und seine methodischen Varianten sowie die Rolle des Gutachters und den Aufbau eines Bewertungsberichts.
2 ANALYSE: Hier wird anhand eines Fallbeispiels eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, um die Auswirkungen von Veränderungen bei den Treiberfaktoren (Bodenwert, Jahresrohertrag, Bewirtschaftungskosten, Zinssätze, Restnutzungsdauer) zu untersuchen.
3 POTENTIAL: Dieses Kapitel diskutiert Möglichkeiten zur Verbesserung und Weiterentwicklung der praktischen Anwendung des Ertragswertverfahrens, inklusive Aspekten der Nachhaltigkeit und technischer Risiken.
4 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont den hohen Ermessensspielraum der Gutachter und fordert eine einheitlichere Wertermittlung, um die Qualität und Verlässlichkeit der Ergebnisse zu erhöhen.
Ertragswertverfahren, Grundstücksbewertung, Bodenrichtwert, Jahresrohertrag, Bewirtschaftungskosten, Liegenschaftszinssatz, Restnutzungsdauer, Verkehrswert, Gutachter, Sensitivitätsanalyse, Immobilienmarkt, Anomalien, Rentenbarwertfaktor, Nachhaltigkeit, Bewertungsbericht
Die Arbeit untersucht die Schwächen und Lücken bei der praktischen Anwendung des Ertragswertverfahrens und analysiert, welche Potentiale sich daraus für die Wertermittlung ergeben.
Zentrale Themen sind die verschiedenen Treiberfaktoren wie Bodenwert, Erträge und Kosten, der Ermessensspielraum des Gutachters, der Einfluss auf den Verkehrswert sowie Ansätze zur Verfahrensoptimierung.
Das Ziel ist es, durch ein Berechnungsbeispiel aufzuzeigen, wie unterschiedliche Wertansätze und Fehler das Ergebnis der Wertermittlung beeinflussen und welche Bedeutung der Ermessensspielraum dabei hat.
Die Autorin/der Autor nutzt eine methodische Analyse mittels eines fiktiven Fallbeispiels, welches durch Sensitivitätsanalysen ergänzt wird, um die Auswirkungen von Parameteränderungen (um 20%) prozesshaft darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Treiberfaktoren des Ertragswertverfahrens unter Anwendung auf ein Fallbeispiel sowie eine anschließende Diskussion von Verbesserungspotentialen.
Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Ertragswertverfahren, Liegenschaftszinssatz, Restnutzungsdauer, Gutachterentscheidungen und Verkehrswertermittlung.
Der Liegenschaftszinssatz hat laut der Analyse einen extrem starken Einfluss auf den Rentenbarwertfaktor und damit direkt auf den Ertragswert; kleine Änderungen führen hier zu großen Wertsprüngen.
Obwohl Nachhaltigkeit im aktuellen Immobilienmarkt eine immer wichtigere Rolle für Mieten und Kaufpreise spielt, findet dieser Aspekt im klassischen Ertragswertverfahren derzeit kaum systematische Berücksichtigung.
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