Diplomarbeit, 2020
108 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Ziel, These und Forschungsfrage
1.3 Methodische Vorgehensweise und Aufbau
2. Mobilität im Wandel
2.1 Das „New Mobilites Paradigm“ als neue Definition von „Mobilität“
2.2 Die Bedeutung von Mobilität: Historische Mobilitätswenden und ihre Auswirkungen
2.2.1 Die Eisenbahn: Geschwindigkeit und Pünktlichkeit
2.2.2 Das Automobil: Flexibilität und Individualismus
2.2.3 Das Flugzeug: Globalisierung und Kosmopolitisierung
2.3 Ausschlaggebende Akteure historischer Paradigmenwechsel
3. Treiber und Trends urbaner Mobilität
3.1 Globale Megatrends
3.1.1 Urbanisierung, Globalisierung und Klimawandel
3.1.2 Der gesellschaftliche Charakterwandel
3.1.3 Digitalisierungsprozesse und neue Plattformen
3.2 Mobilitätsspezifische Subtrends
3.2.1 Serviceorientierung und Sharing in der „New Economy“
3.2.2 Integration und Nutzerzentriertheit als neue regulatorische Ansätze
4. „Mobility as a Service“ als Disruptionsidee der Mobilitätswende
4.1 Konzept und Funktionsweise
4.1.1 Kernelemente
4.1.2 Serviceausbaustufen
4.2 Beteiligte Akteure und ihre Rollen im Maas-Ökosystem
4.3 Ziele und potentielle Positiveffekte
4.3.1 Verkehrsspezifische Effekte
4.3.1.1 Effizientere Flächennutzung und Reduktion des Autobesitzes
4.3.1.2 Verbesserte Kapazitätssteuerung
4.3.1.3 Verbesserte Bedienung der „ersten“ und „letzten Meile“
4.3.2 Nutzerspezifische Effekte
4.3.2.1 Kosteneinsparungen
4.3.2.2 Flexibilitätssteigerung und Gewohnheitsbildung
5. Aktuelle Umsetzung und Ausbauzustand von „Mobility as a Service“
5.1 Die gegenwärtige Verbreitung des Service
5.1.1 Die „MaaS Alliance“ als Dachverband in der EU
5.1.2 Pilottests des EU-Projektes „MyCorridor“
5.1.3 Markttests der Ride-Hailing-Dienstleister in den USA
5.2 Fallstudien zu “Mobility as a Service” – “Good-Practises“
5.2.1 Der Maas-Pionier „Whim“ in Helsinki
5.2.2 Das erfolgreiche Pilotprojekt „UbiGo“ in Göteborg/Stockholm
5.3 Auffälligkeiten und Charakteristika der „Good-Practises“
6. Das Potential von „Mobility as a Service“ als Auslöser einer Mobilitätswende
6.1 Der bevorstehende Paradigmenwechsel
6.1.1 Das neue Systemdesign urbaner Mobilität
6.1.2 Ersteinschätzung der Rolle von Maas im Paradigmenwechsel
6.2 Vergleichende Bewertung mit historischen Mobilitätswenden
6.3 Herausforderungen und Bedrohungen für „Mobility as a Service“
6.3.1 Regulatorik
6.3.2 Ökonomie
6.3.3 Modal-Split
6.3.4 Akzeptanz
6.4 Anforderungen an „Mobility as a Service“ im Paradigmenwechsel
6.4.1 Regulatorische Anforderungen
6.4.2 Nutzerspezifische Anforderungen
6.4.3 Verkehrsstrukturelle Anforderungen
6.4.4 Technische Anforderungen
6.5 Endogene Bewertung basierend auf den Anforderungen
6.6 Fazit
7. Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, das Potential des urbanen Verkehrskonzepts „Mobility as a Service“ (MaaS) als Auslöser einer historischen Mobilitätswende zu untersuchen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse, ob durch die Etablierung von MaaS eine grundlegende Transformation der urbanen Personenmobilität möglich ist, die bestehende Paradigmen ablöst.
2.2.1 Die Eisenbahn: Geschwindigkeit und Pünktlichkeit
„[…] all movement includes intermittent walking.” So beschreibt Urry das Zufußgehen als Grundlage allen physischen Austauschs und als Ausgangssituation der ersten Mobilitätswende.
Der erste gesellschaftlich bedeutende Paradigmenwechsel wurde durch die Erfindung und Etablierung der Eisenbahn ausgelöst. Ende des 18. Jahrhunderts konstituierte sich diese in Großbritannien als erste mechanische Form des öffentlichen Personentransports und verkörpert seither das 19. Jahrhundert wie kaum ein anderes technisches System. Sie führten im Vergleich zum bestehenden Überlandtransport durch Pferdekutschen und dem Transport auf natürlichen Binnengewässern erstmals einen regulierten, vorgegebenen Fahrplan ein.
Die Eisenbahn erreichte eine solche gesellschaftliche Bedeutung, dass sie Kultur und Kunstgeschichte prägte und unter anderem bspw. als Auslöser impressionistischer Malerei gilt. Eine der diese Zeit prägendsten Malereien ist das Portrait des damals als Statut der Moderne geltenden Gare Saint-Lazare in Paris im Jahr 1877 von Claude Monet (Abbildung 2).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die drängenden Herausforderungen des Klimawandels im Verkehrssektor und stellt die Forschungsfrage nach dem Disruptionspotential von „Mobility as a Service“.
2. Mobilität im Wandel: Dieses Kapitel erläutert soziologische Paradigmen der Mobilität und analysiert historische Mobilitätswenden wie Eisenbahn, Automobil und Luftfahrt als Vergleichsbasis.
3. Treiber und Trends urbaner Mobilität: Untersuchung der Megatrends wie Urbanisierung und Digitalisierung sowie deren Einfluss auf neue, serviceorientierte Mobilitätsbedürfnisse der Nutzer.
4. „Mobility as a Service“ als Disruptionsidee der Mobilitätswende: Detaillierte Darstellung des MaaS-Konzepts, der Akteursrollen im Ökosystem und der erhofften verkehrlichen sowie nutzerspezifischen Positiveffekte.
5. Aktuelle Umsetzung und Ausbauzustand von „Mobility as a Service“: Analyse realer Markttests und Fallstudien („Good-Practises“) wie „Whim“ und „UbiGo“, um Erkenntnisse für das Potential des Konzepts zu gewinnen.
6. Das Potential von „Mobility as a Service“ als Auslöser einer Mobilitätswende: Bewertung des Paradigmenwechsels durch systematische Analyse der Anforderungen und Herausforderungen, mit abschließendem Fazit zur Rolle von MaaS.
7. Ausblick und weiterer Forschungsbedarf: Zusammenfassung der Limitationen der Arbeit und Skizzierung möglicher zukünftiger Forschungsansätze für das Mobilitätsfeld.
Mobility as a Service, MaaS, Mobilitätswende, Paradigmenwechsel, Urbane Mobilität, Sharing Economy, Digitalisierung, Disruptionspotential, Infrastruktur, Verkehrsplanung, Nutzerverhalten, Verkehrsökonomie, Nachhaltigkeit, Multimodalität, Verkehrssysteme.
Die Arbeit untersucht das Potential des Konzepts „Mobility as a Service“ (MaaS), den urbanen Personentransport grundlegend zu transformieren und eine Mobilitätswende ähnlich bedeutender historischer Umbrüche auszulösen.
Die zentralen Felder sind die Analyse von Megatrends, historische Mobilitätsvergleiche, die Funktionsweise des MaaS-Ökosystems und die Bewertung der Marktreife von Mobilitätsdiensten.
Ziel ist es zu klären, ob MaaS als „Disruptionsherd“ fungieren kann, um die bestehende Organisation städtischer Mobilität abzulösen und eine nachhaltige, langfristige Mobilitätswende herbeizuführen.
Methodisch stützt sich die Arbeit auf Literatur-, Theorie- und Zukunftsstudien, kombiniert mit einer dualen Bewertung aus Exogen-Analyse historischer Daten und Endogen-Analyse aktueller Anforderungen.
Der Hauptteil umfasst die Einordnung von MaaS in globale Trends, die Analyse von Geschäftsmodellen, die Untersuchung von Pilotprojekten sowie eine systematische Bewertung der Realisierungschancen anhand eines Anforderungsrasters.
Die wichtigsten Schlagworte sind Mobility as a Service, Mobilitätswende, Paradigmenwechsel, Sharing Economy, Urbane Mobilität und Digitalisierung.
Sie dienen dazu, reale Erfahrungen aus Systemen wie „Whim“ oder „UbiGo“ zu analysieren, um die Praktikabilität, Tarifgestaltung und Herausforderungen für Nutzer und Betreiber in der aktuellen Ausbauphase zu verstehen.
Das Fazit der Arbeit betont, dass der Markt und der Nutzer allein nicht ausreichen, um eine radikale Mobilitätswende zu erzwingen; regulatorische Eingriffe in die Datenorganisation und Vernetzung sind zwingend erforderlich.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

