Masterarbeit, 2020
117 Seiten, Note: 1,0
EINLEITUNG
Relevanz und Ziel der vorliegenden Arbeit
Aufbau der Arbeit
MATERIALISMUS
Identitätskonstruktion
Identitätsformung durch Konsum
Verschiedene Konzepte des Materialismus
Materialismus als Persönlichkeitseigenschaft
Materialismus als Werthaltung
Motive des Materialismus
Unsicherheit als Motiv
Identitätsentwicklung als Motiv
Auswirkungen des Materialismus
Zusammenfassung der Erkenntnisse
GRÜNER KONSUM
Begriffserklärung Nachhaltigkeit
Begriffserklärung grüner Konsum
Formen des grünen Konsums
Gleichbleibendes Konsumverhalten
Reduzierter Konsum
Erklärungsansätze des grünen Konsums
Theorie des geplanten Verhaltens
TPB und grüner Konsum
Weitere Einflussfaktoren
Altruismus und grüner Konsum
Nutzen und Kosten des grünen Konsums
Zusammenfassung grüner Konsum
MATERIALISMUS UND GRÜNER KONSUM
Zusammenhang der Konstrukte
Schwartz’ Wertemodell
Einfluss des Einkommens
Einfluss der Social Media Nutzung
METHODE
Stichprobe und Vorgehen
Beschreibung der Messinstrumente
Materialismus
Grüner Konsum
Einkommen
Social Media Nutzung
Statistische Datenanalyse
ERGEBNISSE
Hypothese 1
Korrelationen
Regressionsanalysen
Hypothese 2
Kruskal-Wallis-Test
Hypothese 3
Moderationsanalyse I
Hypothese 4
Moderationsanalyse II
Hypothese 5
Moderationsanalyse III
DISKUSSION
Limitationen und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen materialistischen Werthaltungen und dem grünen Konsumverhalten. Das primäre Forschungsziel besteht darin, zu analysieren, ob ein stärker ausgeprägter Materialismus einen negativen Einfluss auf umweltfreundliches Konsumverhalten hat, und inwieweit moderierende Faktoren wie Einkommen oder die Nutzung von Social Media diesen Zusammenhang beeinflussen können.
Verschiedene Konzepte des Materialismus
[...] materialism is the extent to which individuals attempt to engage in the construction and maintenance of the self through the acquisition and use of products, services, experiences, or relationships that are perceived to provide desirable symbolic value. (S. 2)
Genauso wie die Vielfältigkeit in den Definitionen des Materialismus, gibt es auch verschiedene Konzeptualisierungen des Materialismus. Belk (1985) sah Materialismus als eine Persönlichkeitseigenschaft an, während Richins und Dawson (1992) Materialismus als Werthaltung konzeptualisierten. Später wurde er von Shrum et al. (2013) als Mittel zur Identitätskonstruktion betrachtet.
Im Folgenden werden die unterschiedlichen Konzeptualisierungen des Materialismus vorgestellt, um die theoretische Herkunft des Konstrukts besser zu verstehen und daraus für diese Arbeit gültige Konzeptualisierung festzulegen.
EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Materialismus im Kontext des grünen Konsums ein und definiert die Relevanz sowie die Zielsetzung der Forschungsarbeit.
MATERIALISMUS: Hier werden theoretische Grundlagen des Materialismus erörtert, einschließlich dessen Bedeutung für die Identitätskonstruktion, die verschiedenen Konzepte des Konstrukts sowie zugrundeliegende Motive.
GRÜNER KONSUM: Dieses Kapitel widmet sich der Definition von Nachhaltigkeit und grünem Konsum sowie den theoretischen Erklärungsmodellen, wie der Theorie des geplanten Verhaltens.
MATERIALISMUS UND GRÜNER KONSUM: Hier erfolgt eine theoretische Verknüpfung beider Hauptkonstrukte unter Einbeziehung des Wertesystems nach Schwartz sowie möglicher Einflussfaktoren wie Einkommen und Social Media.
METHODE: Es werden das methodische Vorgehen, die Stichprobenerhebung und die verwendeten Messinstrumente zur Datenerfassung im Rahmen der quantitativen Studie beschrieben.
ERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten und überprüft die aufgestellten Hypothesen mittels Korrelations-, Regressions- und Moderationsanalysen.
DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext eingeordnet sowie kritisch im Hinblick auf Limitationen betrachtet, wobei gleichzeitig ein Ausblick für zukünftige Forschung gegeben wird.
Materialismus, grüner Konsum, Nachhaltigkeit, Identitätskonstruktion, Kaufverhalten, Einkommen, Social Media, Konsumverhalten, Werthaltung, Konsumgesellschaft, Regressionsanalyse, Moderationsanalyse, Konsumkritik, soziale Identität, Umweltbewusstsein.
Die Arbeit untersucht, wie materialistisch geprägte Werte mit dem Engagement für umweltfreundlichen, sogenannten "grünen" Konsum in der Gesellschaft korrelieren.
Die Arbeit verknüpft die Identitätspsychologie und Konsumforschung mit ökologischen Aspekten, wobei der Fokus auf den Spannungsfeldern zwischen Besitztumsorientierung und Nachhaltigkeitsansprüchen liegt.
Ziel ist es, den negativen Zusammenhang zwischen einem hohen Ausmaß an Materialismus und nachhaltigem Konsumverhalten empirisch zu belegen und zu prüfen, ob bestimmte Rahmenbedingungen diesen Effekt abschwächen können.
Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem mittels einer Online-Umfrage (N=259) Daten erhoben und mit statistischen Verfahren wie Regressionsanalysen sowie dem PROCESS-Makro ausgewertet wurden.
Der Hauptteil erarbeitet zunächst die theoretischen Grundlagen von Materialismus und grünem Konsum, analysiert deren theoretische Unvereinbarkeit und prüft diese anschließend anhand der empirischen Daten.
Wesentliche Begriffe sind Materialismus, grüner Konsum, Identitätskonstruktion, soziale Signalwirkung, nachhaltiges Kaufverhalten und statistische Moderationsanalyse.
Die Studie untersuchte, ob das Einkommensniveau das Kaufverhalten für grüne Produkte moderiert, konnte jedoch keinen signifikanten Einfluss in dieser Hinsicht feststellen.
Es wurde erforscht, ob eine hohe Nutzungsdauer von Social Media oder die Nutzung dieser als Informationsquelle das Konsumverhalten der Materialisten positiv beeinflusst; diese Hypothesen konnten in der Studie jedoch nicht bestätigt werden.
Es konnte ein schwacher, aber signifikanter negativer Zusammenhang zwischen Materialismus und grünem Konsum festgestellt werden, wobei die untersuchten Moderatoren (Einkommen, Social Media) keinen signifikanten Einfluss zeigten.
Die Autorin deutet dies als Hinweis auf einen möglichen gesellschaftlichen Wertewandel, bei dem grüne Produkte zunehmend auch als Statussymbole für materialistisch orientierte Individuen dienen könnten.
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