Bachelorarbeit, 2020
74 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1. Theoretischer Hintergrund
1.1. Wortetymologie: Abgrenzung des Veganismus zum Vegetarismus
1.2. Historische Entwicklung des Veganismus
1.2.1. Anfänge
1.2.2. Das Zeitalter der Industrialisierung
1.2.3. Von 1933 bis zum Ende des 20. Jahrhunderts
1.2.4. Gegenwart
1.3. Formen veganer Ernährung
1.3.1. Konsequente Veganer
1.3.2. Pudding-Veganer
1.3.3. Fruganer
1.3.4. Roh-Veganer
1.3.5. Honig-Veganer
1.3.6. Pesco-Veganer
1.3.7. Flexiganer
1.3.8. Freeganer
1.4. Motive von Veganern
1.4.1. Ethische Aspekte
1.4.2. Gesundheitliche Aspekte
1.4.3. Ökologische Aspekte
1.4.4. Weitere Aspekte
1.5. Vegane Ernährung in der Schwangerschaft
1.5.1. Kritische Nährstoffe in der Schwangerschaft
1.5.2. Makronährstoffe
1.5.3. Vitamine
1.5.4. Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente)
1.6. Praktische Umsetzung einer veganen Ernährung anhand der Gießener veganen Lebensmittelpyramide
1.6.1. Tages-Ernährungsplan für vegane Schwangere
1.7. Einfluss veganer Ernährung auf ernährungsmitbedingte Erkrankungen
1.7.1. Hypertonie
1.7.2. Herz-Kreislauf-Erkrankungen
1.7.3. Übergewicht und Adipositas
1.7.4. Diabetes mellitus
2. Forschungsstand
2.1. Empirischer Teil
2.2. Forschungsfrage
2.3. Leitfaden und Hypothesen
3. Methodik
Das Interview im Forschungsdesign
Interviewformen
Auswertung
4. Diskussion und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwiefern eine vegane Ernährung während der Schwangerschaft praktizierbar ist, ohne Nährstoffdefizite bei Mutter und Kind zu verursachen, und welche gesundheitlichen Vorteile diese Ernährungsform bietet.
1.5.1. Kritische Nährstoffe in der Schwangerschaft
Unter kritischen Nährstoffen werden solche Nährstoffe verstanden, deren Versorgung in einer Bevölkerungsgruppe nicht gesichert ist (Körner & Rösch, 2014, S. 33). Da bei einer veganen Ernährung tierische Produkte weitgehend ausgeschlossen werden, ist die Lebensmittelauswahl im Vergleich zu anderen Kostformen erheblich eingeschränkt.
Während Nährstoffe wie das Vitamin C oder Folsäure durch rein pflanzliche Lebensmittel sehr gut abzudecken sind, ist das Vitamin B12 ein kritischer Nährstoff, dessen Unterversorgung mit potentiellen Mängeln verbunden ist und oft diskutiert wird (Englert & Siebert, 2016, S. 27). Mit Beginn der Schwangerschaft brauchen sowohl Mutter als auch Kind genügend Nahrungsenergie, Mineralstoffe und Vitamine (Keller & Gätjen, 2016, S. 45). Englert und Siebert präzisieren (2016, S. 27): „Jede Lebensphase ist durch eine bestimmte Entwicklung gekennzeichnet, aus der sich spezifische Nährstoffbedarfe ergeben“.
1. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Herkunft, die Formen und die Motive des Veganismus und legt den Fokus auf die nährstoffphysiologischen Anforderungen während der Schwangerschaft.
2. Forschungsstand: Hier werden aktuelle Studien zur Demografie von Veganern sowie fachliche Positionierungen der DGE und der ADA zu veganer Ernährung in sensiblen Lebensphasen zusammengefasst.
3. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Arbeit, welches Experteninterviews und einen Erfahrungsbericht umfasst, um die praktische Umsetzbarkeit zu bewerten.
4. Diskussion und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet die Ergebnisse, unterstreicht die Notwendigkeit sorgfältiger Planung und Supplementierung bei veganer Schwangerschaft und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.
Vegane Ernährung, Schwangerschaft, Nährstoffdefizite, Vitamin B12, Folsäure, Eisen, Jod, Zink, Lebensmittelpyramide, Ernährungsempfehlungen, Supplementierung, pränatale Entwicklung, Mineralstoffe, Makronährstoffe, Gesundheitsprävention.
Die Bachelorarbeit analysiert die Sicherheit und Durchführbarkeit einer veganen Ernährungsweise während der Schwangerschaft, insbesondere im Hinblick auf eine ausreichende Nährstoffversorgung von Mutter und Kind.
Die Themen umfassen die Definition und Geschichte des Veganismus, eine detaillierte nährstoffphysiologische Betrachtung, die praktische Anwendung der Gießener Lebensmittelpyramide und den Einfluss der Ernährung auf chronische Krankheiten.
Die Arbeit fragt, inwiefern eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft ohne Nährstoffdefizite praktizierbar ist und welche gesundheitlichen Vorteile damit verbunden sind.
Es wurde eine qualitative Methode gewählt, bestehend aus einer umfassenden Literaturanalyse sowie leitfadengestützten Interviews mit Fachkräften (Diätassistentin, Ärztin, Ernährungsberaterin) und einer Erfahrungsbericht-Befragung.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Identifikation "kritischer Nährstoffe" wie B12, Eisen, Jod und Kalzium sowie auf die Erarbeitung von Strategien zur Sicherstellung des erhöhten Bedarfs in der Schwangerschaft.
Zentrale Begriffe sind vegane Ernährung, Schwangerschaft, kritische Nährstoffe, Supplementierung und Nährstoffmangelprävention.
Vitamin B12 kommt in nennenswerten Mengen nahezu nur in tierischen Produkten vor; ein Mangel kann bei Schwangeren gravierende Auswirkungen auf das Nervensystem des Fetus haben und ist daher bei veganer Ernährung nicht ohne Supplementierung zu decken.
Laut den Ergebnissen ist eine qualifizierte Ernährungsberatung und eine engmaschige ärztliche Überwachung der Blutwerte essenziell, da individuelle Anpassungen und die korrekte Dosierung von Supplementen entscheidend sind.
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