Examensarbeit, 2020
8 Seiten, Note: 1
Aktuelle Anamnese
Biographische & soziale Anamnese
Psychopathologischer Befund
Diagnostik
Therapieziele
Therapieverlauf
Ergebnis
Kritische Reflexion des Falles
Diese Arbeit dokumentiert einen Prüfungsfall für die staatliche Prüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin, bei dem die kognitive Verhaltenstherapie eines 20-jährigen Patienten mit einer sozialen Phobie und einer mittelgradigen depressiven Episode in einem stationären Setting beschrieben und reflektiert wird.
Therapieverlauf
Der Patient erschien pünktlich und zuverlässig zu den vereinbarten Einzelgesprächen. Zu Beginn zeigte er sich sehr ängstlich und angespannt. Er benötigte viel Zeit, um auf Fragen zu antworten und sprach mit sehr leiser Stimme wenige Worte. Durch ein empathisches und stützendes Vorgehen konnte der Patient langsam zur Therapeutin Vertrauen fassen, sodass eine positive Kommunikationsbasis etabliert werden konnte. Die ersten Stunden wurden hauptsächlich psychoedukativ gestaltet (Angenendt & Hohagen, 2013), sodass der Patient sein Krankheitsverständnis vertiefen konnte und langsam Vertrauen aufbauen konnte. Psychoedukativ wurde über die Funktion von Angst, die Angstkurve und den Teufelskreis der Angst informiert. Durch die Kommunikation über Ressourcen des Patienten (Figuren aus der Serie „Dr. Who“) konnte ein Zugang zu ihm gefunden werden und er konnte sich langsam mehr öffnen. Über die Figuren aus der Serien gelang es ihm im Laufe der Therapie, eigene Wünsche und aktuelles Befinden besser auszudrücken.
Dysfunktionale Grundannahmen konnten identifiziert, reflektiert und beginnend modifiziert werden und der konstruktive Umgang mit negativen Kognitionen wurde besprochen („Ich werde etwas Falsches sagen. Die Anderen werden mich auslachen“).
Aktuelle Anamnese: Beschreibung des Erstkontakts mit einem 20-jährigen, stark gehemmten Patienten, der unter sozialen Ängsten, depressiver Verstimmung und Antriebslosigkeit leidet.
Biographische & soziale Anamnese: Darstellung der belasteten Geburtsgeschichte sowie der schwierigen familiären Situation, geprägt durch die chronische Krankheit der Mutter und eine früh übernommene elterliche Rolle des Patienten.
Psychopathologischer Befund: Detaillierte Schilderung der aktuellen Symptomatik, einschließlich des ausgeprägten Vermeidungsverhaltens, der sozialen Ängste und der reduzierten affektiven Schwingungsfähigkeit bei fehlender Suizidalität.
Diagnostik: Vorstellung der eingesetzten Testinstrumente (KPD-38, BDI-II) und Zusammenfassung der daraus resultierenden Diagnosen (F40.1, F32.1).
Therapieziele: Auflistung der zentralen Ziele, darunter Beziehungsaufbau, Psychoedukation, Angstbewältigung sowie die Förderung der Wahrnehmung eigener Bedürfnisse.
Therapieverlauf: Dokumentation des schrittweisen therapeutischen Prozesses, von der Vertrauensbildung über die Arbeit an der Angsthierarchie bis hin zur Umsetzung von Expositionsübungen und Ressourcenaktivierung.
Ergebnis: Zusammenfassung der Fortschritte des Patienten hinsichtlich Krankheitsverständnis, Abbau von Ängsten und erfolgreicher Reaktivierung von Ressourcen für den Alltag.
Kritische Reflexion des Falles: Kritische Auseinandersetzung mit dem gewählten Setting, differentialdiagnostische Erwägungen und Empfehlungen für das weitere therapeutische Vorgehen nach der stationären Entlassung.
Kognitive Verhaltenstherapie, Soziale Phobie, Depressive Episode, Stationäre Psychotherapie, Psychoedukation, Expositionsübung, Therapeutische Beziehung, Ressourcenaktivierung, Vermeidungsverhalten, Familiäre Belastungsfaktoren, BDI-II, Krankheitsverständnis, Adoleszenz, Differentialdiagnose, Psychosomatische Medizin
Es handelt sich um eine Fallbeschreibung im Rahmen der staatlichen Prüfung zur Psychologischen Psychotherapeutin, die den therapeutischen Prozess bei einem jungen Patienten mit sozialen Ängsten und depressiver Symptomatik behandelt.
Die zentralen Themen umfassen die biografische Anamnese bei familiärer Belastung, die klinische Diagnostik mittels standardisierter Fragebögen sowie die Anwendung kognitiv-verhaltenstherapeutischer Interventionen.
Primäres Ziel war der Aufbau einer stabilen therapeutischen Beziehung, die Verbesserung der emotionalen Selbstwahrnehmung und die Entwicklung funktionaler Strategien zur Bewältigung der sozialen Angst und der Depression.
Es wird der Ansatz der kognitiven Verhaltenstherapie angewandt, ergänzt durch Psychoedukation, Verhaltensexperimente und Expositionsübungen.
Der Hauptteil gliedert sich in Anamnese, Psychopathologischen Befund, die diagnostische Einordnung, die expliziten Therapieziele sowie die detaillierte Darstellung des Therapieverlaufs und dessen Ergebnisse.
Kognitive Verhaltenstherapie, soziale Phobie, stationäre Behandlung, Expositionsübungen und Ressourcenaktivierung sind die zentralen Begriffe.
Ein wesentlicher Faktor war die Nutzung von Figuren aus der Serie „Dr. Who“, die dem Patienten halfen, sein Befinden und seine Bedürfnisse zu externalisieren und auszudrücken.
Obwohl eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung aufgrund des jungen Alters zunächst nicht vergeben wurde, erscheint eine erneute Prüfung im weiteren Behandlungsverlauf sinnvoll.
Aufgrund des massiven Vermeidungsverhaltens und des sozialen Rückzugs des Patienten wäre das Risiko eines Therapieabbruchs oder des Nichterscheinens zu den Terminen im ambulanten Setting als zu hoch eingeschätzt worden.
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