Masterarbeit, 2020
125 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Freiheitsstrafe im deutschen Strafvollzug
2.1.1 Vollzugsziel
2.1.2 Resozialisierung als Vollzugsziel
2.1.2.1 Sozialisation
2.1.2.2 Resozialisierung
2.1.3 Erhebung zum deutschen Strafvollzug
2.1.4 Freiheitsstrafe aus Sicht der Strafgefangenen
2.1.5 Übergangsmanagement
2.1.5.1 Übergangsmanagement im Strafvollzug
2.1.5.2 Erfolgreicher Übergang nach Oehme und Matt im Vergleich
2.2 Weiterbildung
2.2.1 Bildung und Lernen im Vergleich
2.2.2 Relevanz von Bildung und Lernen im Strafvollzug
2.2.2.1 Herausforderungen und Chancen beim Lernen im Strafvollzug
2.2.2.2 Lösungsansätze zur verbesserten Bildungssituation im Strafvollzug
2.3 E-Learning
2.3.1 Gesellschaftliche Bedeutung des Internets
2.3.2 Bedeutung des E-Learnings
2.3.3 Die Lernplattform als Möglichkeit des E-Learnings
2.3.4 Lehr- und Lerntheorien in Bezug auf E-Learning
3 E-Learning im Strafvollzug am Beispiel der Lernplattform elis
3.1 Die E-Learning Plattform elis
3.2 Einsatzgebiete der E-Learning Plattform elis
3.3 Chancen der E-Learning Plattform elis in Bezug auf Lernen im Strafvollzug
3.4 Herausforderungen der E-Learning Plattform elis in Bezug auf den Strafvollzug
4 Empirische Untersuchung
4.1 Planungs- und Entwicklungsphase
4.1.1 Auswahl des Interviewpartners
4.1.2 Entwicklung des Leitfadens
4.2 Auswertungsphase
4.2.1 Interviewauswertung mit der Qualitativen Inhaltsanalyse
4.2.2 Kategorienbildung und Codierung
4.3 Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse
4.3.1 Kategorie1: Schule und Bildung im Strafvollzug
4.3.1.1 Lehrkräfte und ihre Tätigkeiten
4.3.1.2 Bildung
4.3.1.3 Schulkurse/ Abschlussmöglichkeiten
4.3.1.4 Möglichkeiten von Bildungsmaßnahmen im Strafvollzug
4.3.1.5 Herausforderung von Bildungsmaßnahmen im Strafvollzug
4.3.2 Kategorie 2: Strafgefangene
4.3.3 Kategorie 3: Digitalisierung
4.3.3.1 Digitalisierungsverständnis im Hinblick auf Lernen
4.3.3.2 Medienkompetenz
4.3.3.3 Digitales Lernen
4.3.4 Kategorie 4: Elis als E-Learning Plattform im Strafvollzug
4.3.4.1 Infrastruktur der Lernplattform elis
4.3.4.2 Aufbau der Lernplattform elis
4.3.4.3 Möglichkeiten der Lernplattform elis
4.3.4.4 Sicherheitssorgen und Sicherheitsvorkehrungen
4.3.4.5 Elis Nutzung anderer Fachdienste
4.3.4.6 Herausforderungen der Lernplattform elis
4.3.4.7 Chancen der Lernplattform elis
4.4 Zusammenführung der Interviewergebnisse
5 Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Chancen und Herausforderungen von E-Learning im deutschen Strafvollzug unter besonderer Berücksichtigung der Lernplattform 'elis' zu analysieren und deren Beitrag zum Resozialisierungsprozess sowie zur Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit zu bewerten.
3.4 Herausforderungen der E-Learning Plattform elis in Bezug auf den Strafvollzug
Digitales Lernen bringt einige Herausforderungen mit sich, die sowohl während des Strafvollzugs als auch außerhalb von Justizvollzugsanstalten zu finden sind. Dazu zählt der Vorbehalt von einigen Lehrenden gegenüber dem Umgang und der Nutzung digitaler Medien im Unterricht. Diese kennen sich oft selbst nicht ausreichend mit dem Umgang und den Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien aus und stehen digitalen Lernangeboten und Tools daher erst einmal kritisch oder skeptisch gegenüber. Das spiegelt sich auch in der mangelnden Ausbildung des pädagogischen Personals wider, wobei fehlende Medienkompetenz häufig eines der Hauptprobleme darstellt. Aus diesem Grund muss die Medienkompetenz erst erlernt werden, sowohl bei Lehrenden als auch bei den Lernenden (vgl. Haberer et al. 2019, S. 221f.). Bei den Lernenden kommt hinzu, dass einige, je nach Haftlänge, bisher wenig bis keine Erfahrungen mit digitalen Medien gesammelt haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, niederschwellige Angebote zu schaffen. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss dabei als erstes stattfinden, bevor tiefer in Lerninhalte eingegangen wird (vgl. Bärnthaler 2017, o.S.). Häufig stehen andere Herausforderungen an erster Stelle, wodurch das Vorantreiben des digitalen Lernens vernachlässigt wird. Fehlende Inhalte oder keine durchgängige Abdeckung von Curricula mit digital relevanten Inhalten sowie eine fehlende IT-Ausstattung erschweren das digitale Lernen zusätzlich (vgl. Haberer et al. 2019, S. 222). Zu der IT-Ausstattung gehören neben der Infrastruktur und Bandbreite, auch technische Lösungen, die Sicherheit schaffen und vor Missbrauch schützen. Durch die Digitalisierung in Justizvollzugsanstalten wird häufig ein neues Sicherheitsrisiko als Herausforderung genannt. Es ist zu gewährleisten, dass die Strafgefangenen mit dem eingeschränkten Zugang ins Internet, nicht illegal auf gesperrte Internetseiten gelangen oder sich unerlaubten Kontakt zu anderen ermöglichen. Das IBI hat dafür technische Lösungen entwickelt, die diesem Sicherheitsrisiko entgegenwirken (vgl. Aschemann 2016, o.S.).
Wie in vorherigen Kapiteln beschrieben, sind viele der Strafgefangenen Analphabeten oder Menschen mit geringer Grundbildung. Auf dem Markt gibt es nur wenige digitale Lernangebote für Erwachsene mit niedrigem Bildungsstand und gleichzeitig einer Gestaltung und Aufarbeitung, die für Erwachsene ansprechend ist. Das erschwert die Zusammenstellung der Lerninhalte für die Strafgefangene, die meist wenig Bildung in der Vergangenheit erfahren haben (vgl. Haberer et al. 2019, S. 227).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Digitalisierung im Strafvollzug ein und benennt die Relevanz für den Resozialisierungsprozess.
2 Grundlagen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Freiheitsstrafe, Resozialisierung, Weiterbildung sowie dem E-Learning-Konzept im Kontext der Erwachsenenbildung gelegt.
3 E-Learning im Strafvollzug am Beispiel der Lernplattform elis: Dieses Kapitel widmet sich der spezifischen Lernplattform 'elis' und untersucht deren Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Herausforderungen im Strafvollzug.
4 Empirische Untersuchung: Die empirische Untersuchung präsentiert die Ergebnisse eines qualitativen Experteninterviews zur Nutzung von 'elis' und analysiert diese inhaltsanalytisch.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung für den Strafvollzug und gibt Ausblicke auf zukünftige Optimierungspotenziale.
Strafvollzug, Resozialisierung, E-Learning, elis, Digitale Medien, Bildung, Medienkompetenz, Übergangsmanagement, Strafgefangene, Qualitative Inhaltsanalyse, Digitalisierung, Lernplattform, Erwachsenenbildung, IT-Sicherheit, Soziale Integration
Die Arbeit untersucht die Relevanz, die Chancen und die Herausforderungen von E-Learning im Kontext des deutschen Strafvollzugs, speziell am Beispiel der Lernplattform 'elis'.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Strafvollzug und Resozialisierung mit der Erwachsenenbildung und dem digitalen Lernen, um zu evaluieren, wie digitale Medien zur Wiedereingliederung beitragen können.
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche Chancen und Herausforderungen sich durch den Einsatz der Lernplattform 'elis' für Strafgefangene und das Justizpersonal ergeben.
Die Arbeit nutzt eine qualitative empirische Untersuchung, konkret ein Leitfadeninterview mit einer Lehrkraft in einer JVA, welches mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Strafvollzug, Bildung, E-Learning) und die Analyse der Plattform 'elis', gefolgt von der empirischen Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse.
Schlüsselwörter sind unter anderem Strafvollzug, Resozialisierung, E-Learning, Medienkompetenz, Digitalisierung, elis, und Übergangsmanagement.
Viele Strafgefangene verfügen über keine oder nur geringe Erfahrungen mit digitalen Medien. Eine fundierte Vermittlung von Medienkompetenz ist daher eine notwendige Basisvoraussetzung, bevor fachbezogene Lerninhalte überhaupt effektiv bearbeitet werden können.
Die Plattform ist als geschlossenes System (Intranet) konzipiert, das über ein zentrales Rechenzentrum des IBI verwaltet wird. Der Internetzugang ist stark reglementiert und erfolgt über Whitelists, um jeglichen unerwünschten Kontakt nach außen oder Missbrauch zu verhindern.
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