Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Performanceanalyse von Investmentfonds
2.1 Zweidimensionale Performancemaße
2.1.1 Performancemaße auf Basis des Gesamtrisikos
2.1.1.1 Sharpe-Ratio
2.1.1.2 Differenzrendite
2.1.1.3 Risk-Adjusted Performance
2.1.2 Performancemaße auf Basis des systematischen Risikos
2.1.2.1 Treynor-Ratio
2.1.2.2 Jensen-Alpha
2.1.2.3 Market Risk-Adjusted Performance
2.2 3-Faktorenmodell nach Fama/French
2.3 4-Faktorenmodell nach Carhart
2.4 Portfolio-Change Measure nach Grinblatt/Titman
3 Der Max Otte Vermögensbildungsfonds
3.1 Max Otte
3.2 Die Königsanalyse®
3.3 Zusammensetzung des Fonds
4 Empirische Performanceanalyse des Max Otte Vermögensbildungsfonds
4.1 Datenbasis
4.2 Ergebnisse der Analysen
4.2.1 Auswertung der Performancemaße
4.2.2 Faktormodelle
4.2.3 Portfolio-Change Measure
5 Zusammenfassung und Fazit
Das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist die Charakterisierung ausgewählter Performancemaße, um anschließend die Leistung des Max Otte Vermögensbildungsfonds und damit die Tätigkeit des Fondsmanagers Max Otte zu bewerten und zu quantifizieren.
2.1.1.1 Sharpe-Ratio
Die Sharpe-Ratio, das auch als Reward-to-Variability bezeichnete Performancemaß, verwendet zur Risikoadjustierung das Gesamtrisiko und ist wie folgt definiert:
SR_i = (μ_ri - r_f) / σ_ri
mit μ_ri: Erwartungswert der Renditen des Fonds i, r_f: risikofreier Zinssatz, σ_ri: Standardabweichung der Renditen des Fonds i.
Nach dem Prinzip der Sharpe-Ratio wird einem Fonds i eine besonders gute Performance zugeschrieben wenn er bei niedrigem Gesamtrisiko eine hohe Überschussrendite erzielt. Im μ/σ- Diagramm entspricht die Sharpe-Ratio der Steigung einer Gerade vom risikofreien Zinssatz r_f zum Fonds i.
Ein Vorteil der Sharpe-Ratio ist, dass kein Referenzportfolio, wie z. B. ein Marktindex, nötig ist. Da die Sharpe-Ratio ein relatives Maß ist, können die Werte mit diesen der anderen Fonds oder des Marktes verglichen werden und damit eine Reihenfolge bestimmt werden. Dabei gilt: FondsA > FondsB, wenn SRA > SRB. Somit ist ein FondsA superior zu einem FondsB, wenn dessen SR einen höheren Wert annimmt. Ein Nachteil ergibt sich daraus, dass das Gesamtrisiko beurteilt wird und somit die Diversifikation unberücksichtigt bleibt. D. h. werden Portfolios nach der Sharpe-Ratio verglichen, ergibt sich bei gleicher Standardabweichung der Renditen der gleiche Wert, obwohl zur Generierung derselben Renditen unterschiedliche systematische Risiken eingegangen wurden. Zudem sind die Unterschiedsbeträge zwischen den Sharpe Ratios zweier Portfolios aus Sicht eines privaten Investors nur schwierig zu interpretieren und besitzen daher nur eingeschränkte Aussagekraft.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Performanceanalyse von Investmentfonds vor dem Hintergrund der Niedrigzinspolitik und stellt das Forschungsziel dar, die Leistung des Max Otte Vermögensbildungsfonds zu bewerten.
2 Performanceanalyse von Investmentfonds: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen für Performancemaße, Faktormodelle und das Portfolio-Change Measure erläutert sowie deren Methodik und Vor- bzw. Nachteile dargelegt.
3 Der Max Otte Vermögensbildungsfonds: Das Kapitel bietet einen Einblick in die Person Max Otte, die spezielle Anlagestrategie der "Königsanalyse®" und die Zusammensetzung des betrachteten Fonds.
4 Empirische Performanceanalyse des Max Otte Vermögensbildungsfonds: Dieser Teil enthält die praktische Anwendung der vorgestellten Modelle, beginnend mit der Datenbasis bis hin zur Auswertung der Performancemaße, Faktormodelle und des Portfolio-Change Measure.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analysen zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Fondsmanager zwar über private Informationen verfügt, diese sich jedoch nicht in eine superiore Performance gegenüber dem Markt ummünzen lassen.
Investmentfonds, Performanceanalyse, Max Otte Vermögensbildungsfonds, Sharpe-Ratio, Jensen-Alpha, CAPM, Fama/French, Carhart, Portfolio-Change Measure, Königsanalyse, Systematisches Risiko, Gesamtrisiko, Rendite, Portfoliomanagement, Finanzanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Bewertung der Performance des Max Otte Vermögensbildungsfonds unter Einsatz verschiedener kapitalmarkttheoretischer Kennzahlen.
Die zentralen Themen umfassen die zweidimensionale Performancemessung, die Anwendung von Faktorenmodellen zur Renditeanalyse sowie die Untersuchung von Portfolioumschichtungen.
Ziel ist es, die Leistung des Fondsmanagers Max Otte anhand verschiedener quantitativer Methoden zu prüfen und festzustellen, ob er eine Überrendite gegenüber dem Markt erzielen konnte.
Es werden klassische Performancemaße (Sharpe-Ratio, Treynor-Ratio, Jensen-Alpha, etc.), das 3-Faktorenmodell nach Fama/French, das 4-Faktorenmodell nach Carhart sowie das Portfolio-Change Measure nach Grinblatt/Titman angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Bewertungsmethoden, die Vorstellung des Max Otte Vermögensbildungsfonds inklusive dessen Anlagestrategie sowie die empirische Berechnung und Interpretation der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Performanceanalyse, risikoadjustierte Rendite, Faktor-Modelle (SMB, HML, WML), Selektionsperformance und das Portfolio-Change Measure.
Es handelt sich um ein von Max Otte entwickeltes Bewertungssystem, das Value-Investing-Strategien mit qualitativen und quantitativen Kriterien zur Beurteilung der Investmentqualität von Unternehmen verknüpft.
Die Analysen zeigen, dass der Max Otte Vermögensbildungsfonds im Vergleich zum MSCI World eine inferiore Performance aufweist und die Selektionsfähigkeit des Managers statistisch nicht signifikant positiv bewertet werden kann.
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