Bachelorarbeit, 2014
92 Seiten, Note: 1,1
1. Sterben und Tod in der heutigen Gesellschaft
1.1 Umgang mit Sterben und Tod im Wandel der Zeit
1.2 Das Leben und Sterben in Deutschland
2. Hospiz
2.1 Begriffliche Differenzierung und Aufgabenbereiche der Hospize
2.2 Geschichtlicher Hintergrund der Hospizbewegung
2.3 Pioniere: Cicely Saunders und Elisabeth Kübler- Ross
2.4 Hospizphilosophie, Kerngedanken und Ziele der Hospizarbeit
2.5 Unterscheidung der Hospizformen
2.6 Finanzierung und Rahmenvereinbarungen
3. Soziale Arbeit im Hospiz
3.1 Die Rolle und Bedeutung der Sozialen Arbeit im Hospiz
3.2 Selbstverständnis und Auftrag Sozialer Arbeit im Allge.
3.3 Selbstverständnis und Auftrag der palliativen Sozialarbeit
3.4 Haltung, Methoden und Arbeitsansätze
3.4.1 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers/ Kommunikation
3.4.2 Empowermentkonzept nach Norbert Herriger
3.4.3 Krisenintervention
4. Tätigkeitsprofil für palliative Sozialarbeit
4.1 Psychosoziale Begleitung der Betroffenen
4.2 Psychosoziale Begleitung der Angehörigen/ Angehörigenarbeit
4.3 Sozialrechtliche Betreuung, Information und Beratung
4.4 Trauerbegleitung
4.5 Auswahl, Befähigung und Anleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter
4.6 Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation und Dokumentation
5. Aktuelle Themen, Diskussionen, Problemlagen
5.1 Die Frage der Euthanasie
5.2 Zwischen Professionalisierung und humaner Hilfe
5.3 Palliative Hospizarbeit in den Printmedien
5.4 Die Verankerung der Sozialen Arbeit in der palliativen Hospizarbeit
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle und die Handlungskompetenzen der Sozialen Arbeit innerhalb der palliativen Hospizarbeit. Ziel ist es, die Verankerung dieser Profession in diesem spezifischen Handlungsfeld zu analysieren, da die Literatur bisher kaum eine exakte Etablierung der palliativen Sozialarbeit beschreibt, obwohl ein wachsender Bedarf an psychosozialer Unterstützung am Lebensende besteht.
3.4.1 Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers/ Kommunikation
Vor allem der Bereich der Kommunikation ist ein zentraler Aspekt in der Begleitung Sterbender. Ärzte, Pflegekräfte aber auch die Soziale Arbeit sollten demnach einige Grundhaltungen beherrschen, um den Bedürfnissen des Betroffenen auch in der Gesprächsführung gerecht zu werden.
Im Folgenden wird sich dabei auf die klientenzentrierte Gesprächsführung oder auch Klientenzentriertegesprächspsychotherapie von Carl Rogers bezogen. Diese weit verbreitete Methode, vor allem in den Bereichen der institutionalisierten Beratung, richtet den Blick auf die Selbstheilungskräfte des Individuums und auf die Fähigkeit trotz Unterstützung hauptsächlich selbst mit der zeitweiligen Störung zu Recht zu kommen (vgl. Galuske, 2013, S. 180).
1. Sterben und Tod in der heutigen Gesellschaft: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Wandel des Sterbens in Deutschland und die zunehmende Institutionalisierung des Lebensendes.
2. Hospiz: Hier werden die geschichtlichen Hintergründe, die Hospizphilosophie und die verschiedenen Organisationsformen von Hospizdiensten erläutert.
3. Soziale Arbeit im Hospiz: Dieser Abschnitt analysiert das Selbstverständnis und den Auftrag der Sozialen Arbeit sowie spezifische Methoden für die Begleitung schwerstkranker Menschen.
4. Tätigkeitsprofil für palliative Sozialarbeit: Hier werden die konkreten Aufgabenbereiche, von der psychosozialen Begleitung bis hin zur Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit, systematisch dargestellt.
5. Aktuelle Themen, Diskussionen, Problemlagen: Dieses Kapitel befasst sich mit ethischen Kontroversen wie der Sterbehilfe und der mangelnden Verankerung der Sozialen Arbeit in der Hospizversorgung.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse und unterstreicht die Notwendigkeit einer stärkeren Professionalisierung der Sozialen Arbeit im Hospizbereich.
Palliative Hospizarbeit, Soziale Arbeit, Sterbebegleitung, Palliativversorgung, Sterben, Tod, Empowerment, Krisenintervention, Gesprächsführung, Ethik, Euthanasie, psychosoziale Begleitung, Trauerbegleitung, Tätigkeitsprofil, Angehörigenarbeit.
Die Bachelorarbeit widmet sich der Bedeutung der Sozialen Arbeit im Kontext der palliativen Hospizarbeit und ihrer noch unzureichenden institutionellen Verankerung.
Neben der Hospizgeschichte und den medizinischen Grundlagen stehen die psychosoziale Unterstützung Sterbender und deren Angehöriger sowie ethische Fragestellungen im Fokus.
Ziel ist es, die Rolle der Sozialen Arbeit zu definieren, relevante Handlungskompetenzen herauszuarbeiten und die Notwendigkeit ihrer verstärkten Einbindung in die palliative Arbeit aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt eine Fachliteraturrecherche sowie eine Umfrage unter Studenten, um den theoretischen und praktischen Stand der Sozialen Arbeit im Hospiz zu analysieren.
Im Hauptteil werden Methoden wie klientenzentrierte Gesprächsführung und Empowerment angewandt sowie ein detailliertes Tätigkeitsprofil für palliative Sozialarbeiter erstellt.
Die wichtigsten Begriffe sind Palliative Hospizarbeit, Soziale Arbeit, Sterbebegleitung, Empowerment, Krisenintervention und psychosoziale Unterstützung.
Kommunikation ist der Schlüssel, um Ängste und Bedürfnisse Sterbender zu verstehen und ihnen in der letzten Lebensphase ein würdevolles und selbstbestimmtes Sterben zu ermöglichen.
Das Empowerment nach Norbert Herriger hilft Sterbenden, ihre eigenen Ressourcen trotz der lebensbedrohlichen Situation zu aktivieren und ihre Lebensautonomie so weit wie möglich zu bewahren.
Die Sterbekrise ist durch eine existenzielle Todesbedrohung und eine gesellschaftliche Tabuisierung gekennzeichnet, die sie belastender machen als herkömmliche Lebenskrisen.
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