Masterarbeit, 2020
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
I Theoretische Grundlagen
2 Bedeutung der Trauer
2.1 Umgang mit Tod und Trauer In der Gesellschaft
2.2 Stand der Forschung
2.2.1 Normale Trauer
2.2.2 Komplizierte Trauer
2.2.3 Depressionen und Traumatisierungen im Kindesalter
3 Das Todeskonzept von Kindern
4 Die Trauerverarbeitung im Kindesalter
4.1 Trauer und Verlust in der Bindungstheorie
4.2 Trauer und Verlust in der Psychoanalyse
4.3 Trauer und Verlust in den Entwicklungsaufgaben nach Erikson
4.4 Trauer und Verlust in der Stressforschung
4.5 Die Trauerphasen/Traueraufgaben
5 Einflussfaktoren auf die Trauerverarbeitung
5.1 Die Familie - der verstorbene und lebende Elternteil
5.2 Die Umstände des Todes
5.3 Das Copingmodell der Kognitiven Stresstheorie
II Vergleich der Beratungskonzepte
6 Beratungsansätze zur Trauerarbeit für Kinder
6.1 Systemische Beratung
6.1.1 Zum Verständnis systemischer Trauerarbeit
6.1.2 Methoden und Interventionen für Kinder
6.2 Personzentrierte Beratung
6.2.1 Zum Verständnis personzentrierter Trauerarbeit
6.2.2 Methoden und Interventionen für Kinder
III DISKUSSION
7 Ausblick und Implikationen für die Beratung
Die Arbeit untersucht, inwiefern systemische und personzentrierte Beratungsansätze zur Begleitung von Kindern geeignet sind, die einen vorzeitigen elterlichen Verlust erlitten haben, um deren Trauerverarbeitung zu unterstützen.
6.2.2 Methoden und Interventionen für Kinder
Die personzentrierte Beratung mit Kindern hat erstmalig im Jahre 1930 durch therapeutische Erfahrungen Carl Rogers ihre Anfänge genommen (Reisel & Wakolbinger, 2012, S. 254). Durch die Idee der Aktualisierungstendenz im Menschen wendet sich der Ansatz der ganzen Persönlichkeit des Kindes zu und verändert das Selbstkonzept des Kindes, somit wird der Ansatz nicht störungsspezifisch eingesetzt. Rogers selber war der Überzeugung, dass der personzentrierte Ansatz lediglich für eine Minderheit der Kinder geeignet sei, dagegen prädestiniert für Studierende und Partner mit Beziehungsproblemen (Rogers, [1942] 2010, S. 19, 79). Gleichwohl beschäftigen sich einige seiner Werke mit Spieltherapie und Lernprozessen mit Kindern.
Insofern es sich um jüngere Heranwachsende handelt, die noch emotional und räumlich abhängig von ihrer Bezugsperson sind, wie sie Gegenstand dieser Arbeit sind, sieht die personzentrierte Beratung keine getrennte, sondern eine gemeinsame Beratung von Eltern(teil) und Kind vor (ebd., S. 77). Dabei befindet sich der/die Berater*in stets in einem Dreieckskontrakt zwischen Kind, Elternteil und Berater*in (Hollick, 2019: 14f.). Um eine gelingende Beziehung zu dem Kind aufzubauen, ist es zunächst einmal unerlässlich, eine Beziehung zu den/m Eltern(teil) aufzubauen und dessen Selbstwirksamkeit zu stärken. Die Haltung des Elternteils beeinflusst maßgeblich die Beziehung zwischen Berater*in und Kind.
Auch bei der Elternarbeit behalten die Basisvariablen des/der personzentrierten Berater*in ihre Gültigkeit. Insofern die Bezugsperson des Kindes nicht in die Beratung mit eingebunden werden kann, wirkt sich der Beratungseffekt indirekt aber auch auf die Eltern aus und andersherum beeinflussen die Haltung und Prozesse des Elternteils gegenüber/in der Beratung auch den Kontakt zum Kind. Je nach familiärer Dynamik und abhängig davon, ob und wenn ja in welcher Geschwisterreihe das Kind steht, kann die
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesellschaftliche Relevanz des vorzeitigen elterlichen Verlusts und definiert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Eignung systemischer und personzentrierter Beratungskonzepte.
2 Bedeutung der Trauer: Dieses Kapitel beleuchtet den Umgang mit Tod und Trauer in der Gesellschaft sowie den aktuellen Forschungsstand zu normalen und komplizierten Trauerverläufen.
3 Das Todeskonzept von Kindern: Hier wird die Entwicklung des kindlichen Verständnisses vom Tod im Kontext psychologischer und medizinischer Paradigmen erläutert.
4 Die Trauerverarbeitung im Kindesalter: Das Kapitel verknüpft verschiedene Theorien – Bindungstheorie, Psychoanalyse, Entwicklungsaufgaben nach Erikson und Stressforschung – mit der kindlichen Trauerverarbeitung.
5 Einflussfaktoren auf die Trauerverarbeitung: Im Fokus stehen hier die familiäre Situation, Todesumstände sowie das Copingmodell der Kognitiven Stresstheorie als zentrale Einflussgrößen.
6 Beratungsansätze zur Trauerarbeit für Kinder: Dieser Teil vergleicht die systemische und die personzentrierte Beratung hinsichtlich ihrer theoretischen Grundlagen, Haltungen und spezifischen Methoden.
7 Ausblick und Implikationen für die Beratung: Das Kapitel diskutiert die Ergebnisse der Gegenüberstellung und leitet daraus Empfehlungen für die praktische Trauerberatung sowie für zukünftige Forschungsbedarfe ab.
Kindliche Trauer, elterlicher Verlust, systemische Beratung, personzentrierte Beratung, Bindungstheorie, Psychoanalyse, Trauerverarbeitung, Traueraufgaben, Stressforschung, Kindeswohl, Beratungskonzepte, psychische Gesundheit, Resilienz, Trauerbegleitung, Familienaktualisierung.
Die Arbeit untersucht die Trauerverarbeitung bei Kindern nach dem Verlust eines Elternteils und vergleicht dazu zwei therapeutische Ansätze: die systemische und die personzentrierte Beratung.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Trauer bei Kindern, das kindliche Verständnis von Tod, Einflussfaktoren wie das Familiensystem und die praktische Anwendung sowie Wirksamkeit von systemischen und personzentrierten Beratungsmethoden.
Das Ziel der Arbeit ist es zu erörtern, inwiefern die Ansätze der systemischen und der personzentrierten Beratung für die Trauerverarbeitung von Kindern indiziert sind, um eine fundierte Entscheidungshilfe für die Praxis der Trauerbegleitung zu bieten.
Die Arbeit ist methodisch literaturgestützt verfasst. Es erfolgt eine systematische Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschungslage und den relevanten psychologischen sowie therapeutischen Theorien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie die Bindungstheorie oder das Todeskonzept von Kindern, und den detaillierten Vergleich der systemischen und personzentrierten Beratung hinsichtlich ihrer Grundhaltung und Methoden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie kindliche Trauer, elterlicher Verlust, systemische Beratung, personzentrierte Beratung, Bindungstheorie und Familienaktualisierung charakterisiert.
Der Verlust ist existenziell, da wichtige Stützpfeiler – wie instrumentelle, validierende und emotionale Unterstützung – wegbrechen und das Kind Gefahr läuft, sein soziales Umfeld und damit verbundene Identitätszuschreibungen zu verlieren.
Während die systemische Beratung stärker auf die Beziehungsdynamik und Interaktionsmuster innerhalb der Familie fokussiert, stellt die personzentrierte Beratung die bedingungslose Akzeptanz, Empathie und die Beziehung zwischen Berater und Kind in das Zentrum der Arbeit.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

