Bachelorarbeit, 2020
113 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Arbeit im Wandel
2.2 New Work
2.2.1 Gesellschaftliche Veränderungen
2.2.2 Veränderungen im Unternehmensumfeld
2.3 Ortsunabhängiges Arbeiten
2.3.1 Formen ortsunabhängiger Arbeit
2.3.2 Ortsunabhängiges Arbeiten im Angestelltenverhältnis
2.3.3 Bedeutung von ortsunabhängiger Arbeit für Mitarbeiter
2.3.4 Ortsunabhängiges Arbeiten aus Unternehmenssicht
2.4 Aktueller Forschungsstand
3 Befragung der Mitarbeiter zu ortsunabhängiger Arbeit
3.1 Zielsetzung, Fragestellungen und Annahmen der Forschung
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Forschungsdesign
3.2.2 Erhebungsinstrument
3.2.3 Stichprobe
3.2.4 Vorgehensweise bei der Auswertung
4 Ergebnisse der Marktforschung
4.1 Darstellung der Ergebnisse
4.1.1 Darstellung der Stichprobe anhand der unabhängigen Variablen
4.1.2 Status Quo: Möglichkeiten ortsunabhängiger Arbeit
4.1.3 Items im Überblick
4.1.4 Detaillierte Betrachtung der Skalen
4.1.5 Überprüfung der Hypothesen
4.1.6 Auswertung offener Fragestellungen
4.2 Diskussion der Ergebnisse
4.2.1 Einflussfaktoren auf die Bewertung ortsunabhängiger Arbeit
4.2.2 Chancen und Risiken ortsunabhängiger Arbeit aus Mitarbeitersicht
4.2.3 Praktische Implikationen
5 Ortsunabhängiges Arbeiten aus Unternehmenssicht
5.1 Chancen und Risiken ortsunabhängiger Arbeit aus Unternehmenssicht
5.1.1 Chancen
5.1.2 Risiken
5.2 Rahmenbedingungen für ortsunabhängiges Arbeiten
5.2.1 Soft- und Hardware-Ausstattung
5.2.2 Virtuelle Zusammenarbeit: Kommunikation und Erreichbarkeit
5.2.3 Unternehmenskultur: Vertrauen anstatt Kontrolle
5.2.4 Teambuilding-Maßnahmen
6 Arbeitsmodell für ortsunabhängiges Arbeiten
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Chancen und Risiken ortsunabhängiger Arbeitsformen aus der Perspektive von Arbeitnehmern und Unternehmen, um ein fundiertes Arbeitsmodell zu entwickeln, das Flexibilität fördert und Risiken minimiert.
2.2.1.3 Wertewandel
Dass unsere Gesellschaft sich nicht nur durch Generationenunterschiede in Milieus teilen und beschreiben lässt, sondern sich insbesondere auch die Wertvorstellungen im Wandel befinden, beschreibt die Studie „Wertewelten Arbeiten 4.0“, welche vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wurde. Die Studie arbeitet heraus, dass Menschen die ideale Arbeitswelt höchst unterschiedlich wahrnehmen und verschiedenste Anforderungen an diese stellen. Im Ergebnis stellt die Studie sieben Wertewelten heraus, wobei diese als „in sich konsistente und für sich beschreibbare Sichtweisen auf ein Thema“ (Neufeind, 2018, S. 236) definiert werden (Neufeind, 2018).
Wie in Tabelle 1 ersichtlich, stehen sich die Wertewelten teilweise diametral gegenüber, weisen aber auch einige Gemeinsamkeiten auf. Insbesondere die Wertewelten 4, 5 und 6 streben nach individueller Arbeitszeitgestaltung, wünschen sich mehr Flexibilität, sind eher ergebnisorientiert und fordern weniger Präsenzzwang. Dementgegen stehen die Wertewelten 1, 2 und 7, bei welchen das Arbeitsideal eher von Verlässlichkeit und dem starken Wunsch nach klar abgegrenzten Arbeitszeiten geprägt ist. Auch bezüglich der Digitalisierung lassen sich verschiedene Haltungen erkennen. Während die Welten 4 und 5 die Digitalisierung als positiven Treiber von Entwicklungen wahrnehmen, die Welten 3 und 6 die Digitalisierung als Mittel zum Zweck und somit neutral verstehen, so empfinden die Gruppen der Wertewelten 1 und 7 die Digitalisierung eher als Treiber negativer Entwicklungen. Das Fazit dieser Studie macht deutlich, dass die Zielbilder unserer zukünftigen Arbeitswelt höchst individuell und unterschiedlich sind. Die Arbeit sollte daher nicht ausschließlich in eine Richtung gestaltet werden, da man so den verschiedenen Ansprüchen und Bedürfnissen nicht gerecht werden könnte. Den Mitarbeitern müssen zukünftig flexible Arbeitsmodelle geschaffen werden, welche individuelle Entscheidungen bzgl. der Gestaltung von Arbeitszeiten, Weiterbildung und Führung ermöglichen (Neufeind, 2018).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den digitalen Wandel der Arbeitswelt ein und formuliert das Ziel, Chancen und Risiken ortsunabhängiger Arbeit zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie New Work, Industrie 4.0 und ortsunabhängiges Arbeiten und bettet sie in den gesellschaftlichen sowie unternehmerischen Wandel ein.
3 Befragung der Mitarbeiter zu ortsunabhängiger Arbeit: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Online-Befragung dargelegt, einschließlich der Hypothesenbildung und des Forschungsdesigns.
4 Ergebnisse der Marktforschung: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der Mitarbeiterbefragung, analysiert Einflussfaktoren auf die Bewertung und diskutiert die Erkenntnisse im theoretischen Kontext.
5 Ortsunabhängiges Arbeiten aus Unternehmenssicht: Auf Basis von Experteninterviews werden hier unternehmerische Chancen, Risiken und notwendige Rahmenbedingungen für die Umsetzung erläutert.
6 Arbeitsmodell für ortsunabhängiges Arbeiten: Dieses Kapitel führt die Untersuchungsergebnisse in einem konkreten Zielbild zusammen, das die drei Ebenen Unternehmen, Team und Mitarbeiter integriert.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Arbeitswelt im Wandel, New Work, ortsunabhängiges Arbeiten, Remote Work, digitale Transformation, Mitarbeiterbefragung, Wertewelten, Arbeitsmodell, virtuelle Zusammenarbeit, Selbstbestimmtes Arbeiten, räumliche Unabhängigkeit, Arbeitgeberattraktivität, Fachkräftemangel, Führungskompetenzen, Unternehmenskultur.
Die Arbeit befasst sich mit dem tiefgreifenden Wandel der modernen Arbeitswelt, insbesondere mit dem Trend zum ortsunabhängigen Arbeiten, und untersucht, wie Unternehmen diesen Wandel erfolgreich gestalten können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen der Digitalisierung, den Bedürfnissen von Mitarbeitern bezüglich Flexibilität und Selbstbestimmung sowie den strukturellen Anforderungen an Unternehmen.
Das Ziel ist es, Chancen und Risiken von ortsunabhängigem Arbeiten aus Mitarbeiter- und Unternehmensperspektive aufzuzeigen und ein Modell zu entwickeln, das Unternehmen bei der Umsetzung dieser Arbeitsform unterstützt.
Es wurde ein Mixed-Method-Ansatz gewählt, bestehend aus einer quantitativen Online-Befragung von 448 angestellten Mitarbeitern sowie ergänzenden qualitativen Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Auswertung der empirischen Befragungsergebnisse und die Ableitung praktischer Implikationen sowie Rahmenbedingungen für eine virtuelle Zusammenarbeit.
Zentrale Begriffe sind New Work, Ortsunabhängiges Arbeiten, Remote Work, Digitale Transformation, Wertewelten und Arbeitszufriedenheit.
Die Mehrheit der befragten Mitarbeiter bewertet die räumliche Unabhängigkeit als sehr positiv, da sie Zeitgewinn und eine bessere Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf ermöglicht.
Es zeigt sich ein signifikanter Zusammenhang: Mitarbeiter mit dem Wert "Individualisierung" stehen ortsunabhängigem Arbeiten deutlich positiver gegenüber als Mitarbeiter, die nach "Verlässlichkeit" streben.
Die größte Herausforderung für Unternehmen besteht in der Fürsorgepflicht, um soziale Isolation der Mitarbeiter zu vermeiden und die Grenze zwischen beruflichem und privatem Leben zu schützen.
Da ortsunabhängiges Arbeiten eine direkte Kontrolle erschwert, erfordert es einen kulturellen Wandel hin zu einem zielorientierten Management, das auf Vertrauen statt auf mikromanagende Kontrolle basiert.
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