Examensarbeit, 2010
107 Seiten, Note: 1,0
I. Allgemeine Einführung
II. Ciceros Metaphernverständnis
1. Metaphern in Antike und Moderne – einige Vorbemerkungen
2. Das Metaphernverständnis in De inventione
2.1 Einführung in Werk und Textstellen
2.2 Analyse der wichtigsten Textpassagen
3. Das Metaphernverständnis in De oratore
3.1 Einführung in Werk und Textstellen
3.2 Analyse der wichtigsten Textpassagen
3.2.1 Metaphernarten (3, 155 – 156)
3.2.2 Wirkung und Zweck von Metaphern (3, 157 – 158)
3.2.3 Gründe für die Beliebtheit von Schmuckmetaphern (3, 159 – 161)
3.2.4 Zu vermeidende Dinge ( 3, 162 – 165)
3.2.5 Die Metaphern-Definition in de orat. 3, 157
4. Das Metaphernverständnis im Orator
4.1 Einführung in Werk und Textstellen
4.2 Analyse der wichtigsten Textpassagen
5. Das Metaphernverständnis in den Topica
5.1 Einführung in Werk und Textstelle
5.2 Analyse der wichtigsten Textpassage
III. Zwischenfazit und Ausblick
IV. Sprachliche Bilder im ersten Buch der Tusculanen
1. Ciceros Philosophie und die Rolle der Tusculanen – eine Einführung
2. Erster Teil: Thematische Gliederung
2.1 Hauptteil A (Cic. Tusc. 1, 26 – 81)
2.1.1 Wahrnehmungstheoretische Bilder (Cic. Tusc. 1, 46; 67; 73)
2.1.2 Das Verhältnis zwischen Körper und Seele
a) Der Körper als Haus (Cic. Tusc. 1, 51; 58)
b) Der Körper als Gefäß (Cic. Tusc. 1, 52)
c) Der Körper als Gefängnis (Cic. Tusc. 1, 74; 75)
2.1.3 Die Bildsprache der memoria (Cic. Tusc. 1, 61) – eine Skizze ihrer Rezeptionsgeschichte
2.1.4 Tamquam in rate vs. tamquam ratis – ein textkritisches Problem in Cic. Tusc. 1, 73
2.2 Hauptteil B (Cic. Tusc. 1, 82 – 111)
2.2.1 Geldmetaphorik (Cic. Tusc. 1, 93; 100)
2.2.2 Hafenmetaphorik (Cic. Tusc. 1, 107)
2.3 Die Metaphernparade am Schluss des ersten Buches
3. Zweiter Teil: Gliederung nach Aufbau
3.1 Bilder ohne Vergleichspartikel
3.2 Bilder mit Vergleichspartikel
3.2.1 Die Vergleichspartikel tamquam
3.2.2 Die Vergleichspartikel quasi
3.3 Komparativsätze/Sonstiges
V. Gesamtzusammenfassung
VI. Ausblick: Die Quellenfrage des ersten Buches der Tusculanae disputationes
1. Die Quellenfrage der wahrnehmungstheoretischen Bilder
2. Die Quellenfrage der Bilder zum Verhältnis von Körper und Seele
3. Die Quellenfrage der Wachstafelmetapher
4. Die Quellenfrage der Geld- und Hafenmetaphorik
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht das Metaphernverständnis Ciceros in seinen rhetorischen Schriften und analysiert dessen praktische Anwendung im ersten Buch der Tusculanae disputationes, um die Entwicklung seiner rhetorischen Theorie und deren Einfluss auf die philosophische Praxis zu beleuchten.
Metaphernarten (3, 155 – 156)
(155) tertius ille modus transferendi verbi late patet, quem necessitas genuit inopia coacta et angustiis, post autem delectatio iucunditasque celebravit. nam, ut vestis frigoris depellendi causa reperta primo, post adhiberi coepta est ad ornatum etiam corporis et dignitatem, sic verbi translatio instituta est inopiae causa, frequentata delectationis. nam „gemmare vitis, luxuriem esse in herbis, laetas segetes” etiam rustici dicunt. quod enim declarari vix verbo proprio potest, id translato cum est dictum, inlustrat id, quod intellegi volumus eius rei, quam alieno verbo posuimus, similitudo. (156) ergo hae translationes quasi mutuationes sunt, cum quod non habeas aliunde sumas; illae paulo audaciores, quae non inopiam vindicant, sed orationi splendoris aliquid arces sunt; quarum ego quid vobis aut inveniendi rationem aut genera ponam?
I. Allgemeine Einführung: Zusammenfassung der Ausgangslage der Forschung und Vorstellung des Studienziels, Ciceros Metaphernverständnis von seinen Anfängen bis zu seinen späten rhetorischen Schriften zu beleuchten.
II. Ciceros Metaphernverständnis: Detaillierte theoretische Untersuchung der rhetorischen Werke De inventione, De oratore, Orator und Topica bezüglich Ciceros Definition und Gebrauch der Metapher.
III. Zwischenfazit und Ausblick: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse über die Metaphernkonstanten und Vorbereitung der praktischen Anwendung auf die Tusculanae disputationes.
IV. Sprachliche Bilder im ersten Buch der Tusculanen: Anwendungsteil, in dem die Bildsprache der Tusculanae disputationes nach Themenfeldern und formalem Aufbau detailliert analysiert wird.
V. Gesamtzusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Metapherntheorie Ciceros und deren Verifizierung durch die praktische Anwendung im vorangegangenen Kapitel.
VI. Ausblick: Die Quellenfrage des ersten Buches der Tusculanae disputationes: Untersuchung der möglichen philosophischen Vorbilder Ciceros anhand seiner verwendeten Metaphorik.
Cicero, Metapher, Metaphernverständnis, De oratore, Tusculanae disputationes, similitudo, Rhetorik, Philosophie, Bildsprache, Redeschmuck, Sprachmodelle, antike Rhetorik, Quellenfrage, elocutio, Analogie.
Die Arbeit untersucht Ciceros theoretisches Verständnis der Metapher sowie deren praktische Verwendung in seinem Werk Tusculanae disputationes.
Die zentralen Themenfelder sind antike Rhetorik, Metapherntheorie, das Verhältnis von Philosophie und Rhetorik bei Cicero sowie die Analyse bildlicher Sprache als Ausdrucksmittel.
Ziel ist es, Ciceros Metaphernverständnis anhand seiner rhetorischen Werke zu rekonstruieren und zu prüfen, inwieweit er seine metasprachlich aufgestellten Regeln in der Praxis seiner philosophischen Schriften anwendet.
Die Autorin analysiert Ciceros Werke in ihrer chronologischen Reihenfolge, um Entwicklungen aufzuzeigen, und untersucht die Anwendung dieser Theorie im ersten Buch der Tusculanae disputationes mittels diachronischer Analyse und thematischer sowie formaler Gliederung der Bildsprache.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Aufarbeitung von Ciceros Schriften De inventione, De oratore, Orator und Topica als auch die detaillierte Analyse der Metaphern und Sprachbilder im ersten Buch der Tusculanae disputationes.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Cicero, Metapher, Rhetorik, similitudo, Bildsprache und Redeschmuck.
Cicero unterscheidet zwischen notwendigen Metaphern, die eine lexikalische Lücke füllen, und schmückenden Metaphern, die dem Reiz und der Anschaulichkeit dienen, wobei er eine Entwicklung vom notwendigen zum schmückenden Gebrauch feststellt.
Das erste Buch der Tusculanae disputationes enthält eine besonders hohe Dichte an Metaphern, deren korrekte Auffassung für das Verständnis der philosophischen Argumentation zur Unsterblichkeit der Seele essenziell ist.
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