Examensarbeit, 2013
26 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Definition Auge-Hand-Koordination
2.2 Tennis in der (Grund-)Schule
3. Untersuchung
3.1 Beschreibung der Probanden
3.2 Rahmenbedingungen
3.3 Methodik der Untersuchung/ Testverfahren
3.4 Didaktische Begründung der Methodenwahl
3.5 Ausgewählte Übungsformen
4. Auswertung und Reflexion
4.1 Auswertung und Interpretation der Testergebnisse
4.2 Beantwortung der Leitfragen
4.3 Reflexion des Vorhabens und mögliche Handlungsalternativen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial ausgewählter Übungsformen aus dem Tennissport zur Förderung der Auge-Hand-Koordination bei Kindern einer 4. Grundschulklasse. Ziel ist es, durch eine strukturierte Unterrichtseinheit zu belegen, ob gezielte tennisspezifische Übungen zu einem messbaren Lernzuwachs in dieser sensomotorischen Fähigkeit führen können.
2. Theorie
Der Begriff der Auge-Hand-Koordination taucht in der Fachliteratur zwar immer wieder auf, wird aber oftmals nur am Rand erwähnt und selten genau definiert. Die Auge-Hand-Koordination spielt nicht nur im Bereich der sportlichen Bewegungslehre eine Rolle, sondern ebenso für eine Vielzahl von alltäglichen „Handgriffen“. Daher lässt sie sich zum Einen im sportmotorischen Bereich den koordinativen Fähigkeiten zuordnen. Zum Anderen findet sich die Auge-Hand-Koordination in der Literatur auch in der allgemeinen Sensomotorik wieder. Im Nachfolgenden soll auf beide Bereiche eingegangen werden.
Im Allgemeinen handelt es sich bei der Auge-Hand-Koordination um eine feinmotorische Abstimmung von der Handbewegung auf visuell wahrgenommene Reize. Sie ist dem Bereich der sensomotorischen Fähigkeiten zuzuordnen und wird durch die visuelle Wahrnehmung ermöglicht. Als unser dominanter Wahrnehmungskanal wird über diesen Sinnesbereich der weitaus größte Teil der von außen kommenden Informationen aufgenommen. Die visuelle Wahrnehmung lässt sich in die Bereiche visu-motorische Koordination, Figur-Grund-Unterscheidung, Formkonstanz, Raumlage, Formwahrnehmung und das visuelle Gedächtnis einteilen.
Die visu-motorische Koordination ist „die Fähigkeit, das Sehen und die Bewegungen des Körpers miteinander zu koordinieren“, also die Koordination von visueller Wahrnehmung und der Steuerung des Bewegungsapparates. Die Auge-Hand-Koordination zählt zur visu-motorischen Koordination. In der Schule ist die Auge-Hand-Koordination eine wichtige Voraussetzung für das Schreiben und Basteln.
1. Einleitung: Darstellung der Problematik von Tennis im Schulsport sowie Formulierung des Erkenntnisinteresses und der Leitfragen bezüglich der Auge-Hand-Koordination.
2. Theorie: Definition der Auge-Hand-Koordination als sensomotorische Fähigkeit sowie Erläuterung der Bedeutung von Tennis im Grundschulkontext.
3. Untersuchung: Beschreibung der Testgruppe, der Rahmenbedingungen, des methodischen Vorgehens und der didaktischen Auswahl der eingesetzten Übungsformen.
4. Auswertung und Reflexion: Interpretation der Testergebnisse, Beantwortung der Forschungsfragen sowie kritische Reflexion des durchgeführten Vorhabens.
Auge-Hand-Koordination, Tennis, Grundschule, Schulsport, Sensomotorik, Sportmotorik, Ballschule, Koordinationstraining, Lernzuwachs, Sportpädagogik, Unterrichtseinheit, Bewegungslehre, Differenzierungsfähigkeit, Testverfahren, Leistungsdiagnostik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Erprobung von tennisorientierten Übungsformen im Sportunterricht einer 4. Grundschulklasse, um die Auge-Hand-Koordination der Kinder gezielt zu verbessern.
Die zentralen Felder umfassen die sportmotorische Koordination, didaktische Konzepte für Rückschlagspiele in der Grundschule und die Durchführung einer empirischen Untersuchung mittels Prä- und Posttests.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob ausgewählte Übungen aus dem Tennissport einen messbaren Lernzuwachs der Auge-Hand-Koordination bei Grundschulkindern bewirken können.
Es wurde ein eigens entwickeltes Testverfahren angewendet, das auf einem Prä- und Posttest-Design basiert, um die koordinativen Fähigkeiten vor und nach einer sechsstündigen Unterrichtseinheit quantitativ zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Beschreibung der Probanden und Rahmenbedingungen, die methodische Herleitung der Übungen sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Testergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Auge-Hand-Koordination, Tennis, Grundschule, Sensomotorik, Koordinationstraining, Testverfahren und sportmotorische Leistungsdiagnostik.
Nein, bei den meisten Kindern, die bereits im Verein Tennis spielten, konnte kein bedeutender Lernzuwachs festgestellt werden, da ihre Auge-Hand-Koordination bereits auf einem sehr hohen Ausgangsniveau lag.
Da in der Fachliteratur kaum geeignete sportmotorische Tests existierten, die speziell die Auge-Hand-Koordination im Kontext von Ballsportarten erfassen, war eine Neuentwicklung auf Basis etablierter Diagnostik notwendig.
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