Bachelorarbeit, 2020
43 Seiten, Note: 2,3
1 Problemstellung, Gang der Untersuchung und Zielsetzung
2 E-Government und E-Bilanz
2.1 Definition und historische Entwicklung des E-Governments
2.2 Anwendungsbereiche der E-Bilanz
2.3 Grundlagen der Taxonomie der E-Bilanz
3 Analyse möglicher Strategien für die Übermittlung der E-Bilanz
4 Diskussion zur Verwendung der Maximalstrategie
4.1 Der Nutzen der Maximalstrategie aus Sicht des Staates
4.2 Betrachtung des Umstellungsaufwands innerhalb der Unternehmen
4.3 Lösungsansätze für die Erreichung der Zielvorgaben der E-Bilanz
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Übermittlungsstrategien der E-Bilanz in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf der Diskrepanz zwischen der von der Finanzverwaltung angestrebten Maximalstrategie und der tatsächlich weit verbreiteten Minimalstrategie bei Unternehmen liegt. Das zentrale Ziel ist es, unternehmerische sowie staatliche Sichtweisen kritisch zu beleuchten, um Lösungsansätze für eine effizientere Nutzung sowie Anreize zur Steigerung des Transparenzniveaus bei der elektronischen Bilanzübermittlung zu identifizieren.
3 Analyse möglicher Strategien für die Übermittlung der E-Bilanz
Die elektronische Bilanz ist mittlerweile seit einigen Jahren implementiert und kann mit mehr als 2,5 Millionen übermittelten Datensätzen im Jahr 2017 durchaus als Massenverfahren bezeichnet werden. Doch wie bereits erläutert, beinhaltet die Taxonomie auch freiwillig ausfüllbare Felder, sodass der Umfang individuell gestaltet werden kann. Im Folgenden werden drei mögliche Strategien für die Übertragung der E-Bilanz aufgeführt und unter Einbezug möglicher Vor- und Nachteile näher betrachtet.
Werden sämtliche vorhandene Entlastungen, welche für einen unproblematischen Übergang zur E-Bilanz gewährleistet werden, beansprucht und auf potenzielle Anpassungen in unternehmensinternen Bereichen so weit wie möglich verzichtet, verfolgt ein Unternehmen eine Minimalstrategie. U. a. durch die umfassende Nutzung von Auffangpositionen wird lediglich das Mindestmaß an Informationen übermittelt und somit eine neue Strukturierung der eigenen Buchhaltung umgangen. Bei der Wahl dieser Strategie besteht der offenkundige Vorteil darin, dass der finanzielle und zeitliche Umstellungsaufwand vergleichsweise gering ausfällt. Hierbei sollte jedoch ein möglicher nachträglicher Aufwand, der aus Rückfragen vom FA resultieren kann, nicht unterschätzt werden.
Dem gegenüber steht die Maximalstrategie, bei der maximale Transparenz angestrebt wird. Zur Erreichung dieses Ziels muss ein Unternehmen seinen Kontenplan tiefgehend untersuchen und u. U. um weitere Konten ergänzen, um alle Positionen mit Werten befüllen zu können.
1 Problemstellung, Gang der Untersuchung und Zielsetzung: Einleitung in das Thema der E-Bilanz-Übermittlung, Definition der Forschungsfrage und Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 E-Government und E-Bilanz: Theoretische Einordnung des E-Governments sowie Darstellung der Anwendungsbereiche und der technischen Taxonomie-Struktur der E-Bilanz.
3 Analyse möglicher Strategien für die Übermittlung der E-Bilanz: Kategorisierung und kritische Gegenüberstellung der Minimal-, Maximal- und Neutralstrategie hinsichtlich ihrer Anwendung in der Praxis.
4 Diskussion zur Verwendung der Maximalstrategie: Analyse der staatlichen Vorteile durch Transparenz, Bewertung des unternehmerischen Umstellungsaufwands und Diskussion potenzieller Lösungsansätze zur Zielerreichung.
5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der elektronischen Steuerverwaltung.
E-Bilanz, Finanzverwaltung, Minimalstrategie, Maximalstrategie, E-Government, Steuerverfahren, Taxonomie, Kontenmapping, Datenfernübertragung, Risikomanagementsystem, Betriebsprüfung, XBRL, Digitalisierung, Transparenz, Selbstveranlagung
Die Arbeit analysiert die Strategien zur Übermittlung der E-Bilanz in Deutschland und untersucht, warum Unternehmen bei der elektronischen Übermittlung oft den Weg der Minimalstrategie wählen.
Zentrale Felder sind die digitale Transformation der Steuerverwaltung (E-Government), die technische Struktur der E-Bilanz (Taxonomie), die verschiedenen Übermittlungsstrategien sowie die Interaktion zwischen Unternehmen und Finanzamt.
Die Forschungsfrage lautet: Kann und sollte die Verwendung der Maximalstrategie bei der Übermittlung der E-Bilanz gefördert werden? Ziel ist es, Lösungsansätze für eine höhere Datentransparenz zu finden.
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die sich an der betriebswirtschaftlichen Methode der normativen Steuerlehre orientiert und aktuelle Fachliteratur auswertet.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen, die technische Taxonomie, vergleicht die Übermittlungsstrategien (Minimal vs. Maximal) und diskutiert den Umstellungsaufwand sowie Anreizsysteme für Unternehmen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie E-Bilanz, Minimalstrategie, Maximalstrategie, Finanzverwaltung und Risikomanagementsystem charakterisieren.
Die Minimalstrategie wird bevorzugt, da der finanzielle und zeitliche Umstellungsaufwand für eine maximale Transparenz (Maximalstrategie) bei Unternehmen oft in keinem angemessenen Verhältnis zum erreichbaren Nutzen steht.
Das RMS soll bei der Finanzverwaltung helfen, risikoreiche Steuerfälle automatisiert zu identifizieren; dafür ist die Finanzverwaltung jedoch auf eine hohe Datenqualität und -dichte angewiesen, die mit einer Maximalstrategie besser erreicht werden kann.
Mögliche Anreize könnten finanzielle Fördermittel, kostenfreie Schulungsangebote durch den Staat, eine Einordnung in eine niedrigere Risikoklasse oder der vereinfachte Zugang zu zeitnahen Betriebsprüfungen sein.
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