Bachelorarbeit, 2019
60 Seiten, Note: 1,9
Einleitung
Hauptteil
I.Teil: Theoretische Grundlagen:
1 Trans*Identität
1.1 Definition
1.2 Der Ablauf der Transition
1.2.1 Medizinische Aspekte zum Erwerb der gefühlten Identität
1.2.2 Trans*Identität im rechtlichen Kontext
2 Die strukturelle Heteronormierung
3 Gendertheorie nach Judith Butler
3.1 Konstruktivistischer Ansatz
3.2 Dekonstruktivistischer Ansatz
4 Gender Mainstreaming
5 Überleitung
II. Teil: Praktische Verifizierung
1 Statistiken zur sozialen Situation von homosexuellen, bisexuellen, trans*identen und intergeschlechtlichen Jugendlichen in Deutschland
2 Interview mit Nadine Bochert-Apfelbacher – Leiterin des Projekts „Schule unterm Regenbogen“
3 Auswertung der Statistiken und des Interviews
III. Teil: Konsequenzen für die (Schul-) Sozialarbeit
1 Die Bedeutung genderbewusster Sozialer Arbeit im Arbeitsfeld der Schule
2 Genderkompetenzen in der Praxis der Schulsozialarbeit
3 Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung an Schulen
4 Die Besonderheit der Trans*Kinder
5 Die Relevanz der Elternarbeit
6 Die Begleitung trans*identer Schüler*Innen unter Einbeziehung der Netzwerkarbeit
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion der Sozialen Arbeit im Kontext einer gendersensiblen und bewusstseinsbildenden Begleitung im schulischen Umfeld. Dabei liegt der Fokus auf der Identifizierung von Anforderungen an eine präventive Methodik für trans*idente Kinder und Jugendliche, um Diskriminierung abzubauen und eine geschlechterbewusste Schulgestaltung zu fördern.
1.1 Definition
Wenn von Trans*Identität gesprochen wird, kommt es vermehrt zu Verwirrung bezüglich der unterschiedlichen Begrifflichkeiten. Die Bezeichnungen im Rahmen von Gender und Queer sind weitgefasst, deshalb ist eine klare Abgrenzung untereinander notwendig. Die Trans*Identität beschreibt den Zustand, in dem das biologische Geschlecht mit der eigenen Identität nicht übereinstimmt und eine Anpassung stattfindet.
Die internationale Klassifikation psychischer Störungen und verwandter Gesundheitsprobleme, abgekürzt ICD-10, definiert diesen Zustand als Störung der Geschlechtsidentität mit folgendem Wortlaut unter dem Code F64.0: „Es besteht der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.“ (WHO 2015: S.294).
Trans*Identität wird nach dem ICD-10 den psychischen Krankheiten zugeordnet. Allerdings ist Trans*Identität nicht als psychische Krankheit wahrzunehmen, da vielmehr die seelischen Belastungen als Krankheitsbild zu betrachten sind. Diese entstehen zum Beispiel aufgrund von Diskriminierungen, zugleich aber auch durch Selbsthass und Selbstzweifel. Es folgen oftmals psychische Erkrankungen wie Depressionen. Die Bestimmung nach dem ICD 10 als Persönlichkeits- und Verhaltensstörung hat zu der gesellschaftlichen Stigmatisierung von trans*identen Menschen als Anomalie erheblich beigetragen. In der Neufassung, dem ICD-11, wird diese irrtümliche Einordnung aufgehoben. Stattdessen wird Trans*Identität in die Kategorie der „Geschlechts-Inkongruenz” eingegliedert.
1 Trans*Identität: Definition und Abgrenzung von Begriffen sowie Erläuterung der Transition und rechtlicher Rahmenbedingungen.
2 Die strukturelle Heteronormierung: Analyse gesellschaftlicher Normen, die Trans*Identität als Abweichung kennzeichnen.
3 Gendertheorie nach Judith Butler: Darstellung konstruktivistischer und dekonstruktivistischer Ansätze zur Identitätsbildung.
4 Gender Mainstreaming: Untersuchung der strukturellen Integration von Gendergerechtigkeit in gesellschaftliche Prozesse.
5 Überleitung: Zusammenführung theoretischer Aspekte als Basis für die praktische Verifizierung.
1 Statistiken zur sozialen Situation von homosexuellen, bisexuellen, trans*identen und intergeschlechtlichen Jugendlichen in Deutschland: Aufarbeitung aktueller Daten zur Lebensrealität und Diskriminierungserfahrungen.
2 Interview mit Nadine Bochert-Apfelbacher – Leiterin des Projekts „Schule unterm Regenbogen“: Einblicke in ein konkretes Aufklärungsprojekt an Schulen.
3 Auswertung der Statistiken und des Interviews: Synopse der empirischen Ergebnisse und Ableitung für die Praxis.
1 Die Bedeutung genderbewusster Sozialer Arbeit im Arbeitsfeld der Schule: Darstellung der Notwendigkeit einer reflexiven, geschlechtersensiblen professionellen Haltung.
2 Genderkompetenzen in der Praxis der Schulsozialarbeit: Definition zentraler Fähigkeiten und deren Anwendung im Schulalltag.
3 Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung an Schulen: Strategien zur Informationsvermittlung an Lehrkräfte, Eltern und Schülerschaft.
4 Die Besonderheit der Trans*Kinder: Fallbeispielbasierte Analyse zur Unterstützung von Trans*Kindern im pädagogischen Raum.
5 Die Relevanz der Elternarbeit: Fokus auf die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung und deren Förderung durch Fachkräfte.
6 Die Begleitung trans*identer Schüler*Innen unter Einbeziehung der Netzwerkarbeit: Bedeutung multiprofessioneller Zusammenarbeit zur Absicherung gelingender Transitionsbegleitung.
Trans*Identität, Schulsozialarbeit, Gender Mainstreaming, Heteronormativität, Transition, Judith Butler, Gendersensibilität, Aufklärungsarbeit, Diskriminierung, Identitätsbildung, Netzwerkarbeit, Queer, Genderkompetenz, Elternarbeit, Schule.
Die Arbeit untersucht, wie eine genderbewusste Schulsozialarbeit die Lebensbedingungen trans*identer Kinder und Jugendlicher verbessern kann, indem sie aktiv gegen Diskriminierung vorgeht und ein inklusives Umfeld schafft.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Einordnung von Geschlecht, die Analyse der rechtlichen und sozialen Situation von Trans*Personen sowie die praktische Umsetzung gendergerechter Ansätze im schulischen Alltag.
Das Ziel ist die Ermittlung der Funktionen, die die Schulsozialarbeit übernehmen kann, um ein gendergerechtes Schulklima zu fördern und präventiv gegen Trans*Feindlichkeit vorzugehen.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer praktischen Verifizierung, bestehend aus der Auswertung vorhandener Statistiken und einem qualitativen Interview mit einer Fachexpertin.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (u.a. Gendertheorien nach Butler), eine praktische Verifizierung durch Studien und ein Experteninterview sowie die Ableitung von Handlungsmaximen für die (Schul-)Sozialarbeit.
Trans*Identität, Schulsozialarbeit, Gender Mainstreaming, Heteronormativität und Diskriminierungsschutz sind zentrale Begriffe, die den Fokus der Arbeit präzise zusammenfassen.
Das Projekt dient als Praxisbeispiel dafür, wie durch Aufklärungsarbeit und „Peer-to-Peer“-Ansätze Vorurteile abgebaut und Kompetenzen bei Lehrkräften sowie Schülern gestärkt werden können.
Die Eltern-Kind-Bindung ist eine tragende Komponente; die Arbeit verdeutlicht, dass Schulsozialarbeiter die Aufgabe haben, Eltern in den Transitions-Prozess einzubinden und Zweifel abzubauen, um das Kind positiv zu bestärken.
Sie agieren als Begleiter, die Sicherheit geben, bei der Identitätsfindung unterstützen und den Kontakt zu anderen Institutionen vermitteln, um den Prozess für das Kind so belastungsarm wie möglich zu gestalten.
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