Bachelorarbeit, 2020
105 Seiten, Note: 1,3
Die Bachelorarbeit untersucht das Stereotyp „Sächsisch“ anhand sprachbiographischer Interviews mit Sprechern aus dem sächsischen und norddeutschen Sprachraum. Ziel ist es, die Stereotype zu analysieren, die im Dialektkonzept „Sächsisch“ bei den Interviewpartnern präsent sind. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Unterscheidung von Auto- und Heterostereotypen.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt das Stereotyp „Sächsisch“ als Ausgangspunkt der Untersuchung vor. Sie zeigt die Relevanz des Themas auf, indem sie auf die negative Bewertung des sächsischen Dialekts in Umfragen und die bestehende Forschungslücke in der Wahrnehmungsdialektologie hinweist.
Das zweite Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Arbeit und definiert den Begriff „Stereotyp“ sowie die Unterscheidung von Auto- und Heterostereotypen.
Das dritte Kapitel widmet sich der Methode des sprachbiographischen Interviews und erläutert die Vor- und Nachteile, die Durchführung und die Auswertung der Interviews.
Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Interviews mit den Gewährspersonen aus dem sächsischen und norddeutschen Sprachraum.
Das fünfte Kapitel analysiert die Ergebnisse der Interviews und beleuchtet die Stereotype, die im Dialektkonzept „Sächsisch“ der Interviewpartner präsent sind.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Stereotype, Dialekte, Sächsisch, Sprachbiographie, Wahrnehmungsdialektologie, Normdekrethypothese, Autostereotype, Heterostereotype, sprachliche Stigmatisierung und Prestige.
Die Arbeit untersucht dies anhand der Normdekrethypothese und stellt fest, dass Heterostereotype (Fremdbewertungen) oft von historischen und medialen Vorurteilen geprägt sind.
Autostereotype sind die Selbstbilder der Sprecher (Sachsen über Sächsisch), während Heterostereotype die Fremdbilder anderer (z. B. Norddeutscher über Sächsisch) darstellen.
Die Untersuchung zeigt, dass die Selbstbewertung der sächsischen Sprecher oft wesentlich positiver ausfällt als die Fremdbewertung durch Nicht-Sachsen.
Es wurden qualitative, sprachbiografische Interviews mit Sprechern aus Sachsen und aus dem Raum Kiel durchgeführt.
Damit ist die Abwertung eines Dialekts und seiner Sprecher gemeint, was oft dazu führt, dass Sprecher versuchen, ihren Dialekt in formellen Situationen zu unterdrücken.
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