Bachelorarbeit, 2012
36 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Die Entlehnung als Sprachkontaktphänomen
2.1 Lehnprägungen (semantische Entlehnung)
2.2 Lehnwörter (lexikalische Entlehnung)
2.3 Weitere Charakterisierung der Entlehnung
3. Die Rolle der Scheinanglizismen im Italienischen
3.1 Klassen von Scheinanglizismen
4. Ein Vergleich der Wahl der Anglizismen in verschiedenen Medien – Eine Fallstudie
4.1 Modell nach Coseriu
4.1.1 Diatopie
4.1.2 Diastratie
4.1.3 Diaphasie
4.2 Korpus
4.2.1 Ausgewählte Literatur
4.2.2 Kriterien für Inklusion und Exklusion
4.2.3 Anmerkungen zu Tabellen
4.3 Jack Frusciante è uscito dal gruppo
4.3.1 Tabelle 1a
4.3.2 Tabelle 1b
4.4 Il Sole 24 Ore
4.4.1 Tabelle 2a
4.4.2 Tabelle 2b
4.4.3 Tabelle 2c
4.5 Best Movie
4.5.1 Tabelle 3a
4.5.2 Tabelle 3b
4.5.3 Tabelle 3c
4.6 Ergebnisse der Studie
5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Englischen auf das Italienische, insbesondere im Hinblick auf Wortschatzentlehnungen und das Phänomen der Scheinanglizismen. Ziel ist es zu belegen, dass die Verwendung dieser Anglizismen in unterschiedlichen Medien nicht willkürlich erfolgt, sondern maßgeblich von den spezifischen Wissens- und Interessensgebieten der jeweiligen Zielgruppe abhängt.
3.1 Klassen von Scheinanglizismen
Um zu verstehen, wie es zur Entstehung von Scheinanglizismen kommt, haben Sprachwissenschaftler wie Furiassi und Pulcini diese in drei Klassen eingeteilt.
Pulcini postuliert, dass die Prägung von Scheinanglizismen teilweise von einer begrenzten Fähigkeit im Englischen ausgeht und vom kreativen Verlangen ein englisch aussehendes Wort zu Stilzwecken zu prägen (vgl. Pulcini 2002: 163). Sie unterscheidet zwischen lexikalischen, morphologischen und semantischen Scheinanglizismen. Furiassi nennt die drei Klassen „compound ellipses, autonomous compounds, and semantic shifts“ (Furiassi 2003: 124). Die Merkmale sind jedoch dieselben. Diese werden nun näher betrachtet.
1. Lexikalische Scheinanglizismen oder ‚autonomous compounds‘: Darunter wird ein Kompositum verstanden, das aus englischen lexikalischen Einheiten gebildet wird, die alleine wahre englische Wörter sind, im Englischen jedoch in der zusammengesetzten Form nicht existieren. Als Beispiel nennt Pulcini die folgenden Komposita mit den wahren Anglizismen in Klammern: „recordman (‚record holder‘), autostop (‚hitch-hiking‘), autogol (‚own goal‘), beauty case (‚make-up bag‘)“ (Pulcini 2002: 163).
2. Morphologische Scheinanglizismen oder ‚compound ellipses‘: Beschreiben Wörter bzw. Elemente, die ursprünglich Teil eines englischen Kompositums waren, aber als eigenständige lexikalische Einheiten ins Italienische übertragen wurden. z.B. night (night club), trench (trench coat) oder personal (personal computer) (vgl. Furiassi 2003: 131).
3. Semantische Scheinanglizismen oder ‚semantic shifts‘: Das bedeutet, dass eine neue Bedeutung zu einem bereits existierenden englischen Wort zugeordnet wird. Mit den Worten des Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure kann behauptet werden, dass in diesem Fall das signifiant in beiden Sprachen gleich ist. Das signifié ist jedoch verschieden (vgl. Saussure 1983: 67).
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die globale Stellung des Englischen als Lingua franca und definiert die Forschungsfrage, wie die Verbreitung des Englischen das Italienische beeinflusst.
2. Die Entlehnung als Sprachkontaktphänomen: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert Entlehnungsprozesse, insbesondere Lehnprägungen und Lehnwörter, basierend auf theoretischen Modellen der Sprachwissenschaft.
3. Die Rolle der Scheinanglizismen im Italienischen: Es wird das Phänomen der Scheinanglizismen analysiert, für die unterschiedliche Termini diskutiert und eine eigene Klassifikation eingeführt werden.
4. Ein Vergleich der Wahl der Anglizismen in verschiedenen Medien – Eine Fallstudie: Hier wird der Gebrauch von Anglizismen anhand eines Korpus aus drei unterschiedlichen Medien untersucht, gestützt auf das Modell des Varietätenraums nach Coseriu.
5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und zieht den Schluss, dass Entlehnungen die Vitalität des Italienischen widerspiegeln und nicht als Bedrohung anzusehen sind.
Anglizismen, Italienisch, Scheinanglizismen, Sprachkontakt, Lehnwörter, Lehnprägungen, Wortschatzentlehnung, Varietätenlinguistik, Eugenio Coseriu, Fallstudie, Medienanalyse, Sprachwissenschaft, Soziolinguistik, Fremdsprachen, Lingua franca.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss der englischen Sprache auf den italienischen Wortschatz, speziell unter dem Aspekt der Wortschatzentlehnung und der Nutzung sogenannter Scheinanglizismen.
Die zentralen Themen sind Sprachkontaktphänomene, die theoretische Kategorisierung von Entlehnungen sowie die empirische Untersuchung, wie unterschiedliche Medien (Roman, Wirtschaftszeitung, Unterhaltungszeitschrift) Anglizismen je nach Zielgruppe variierend verwenden.
Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Wahl und Verwendung von Anglizismen nicht zufällig erfolgt, sondern eng mit den spezifischen Wissens- und Interessengebieten der jeweiligen Zielgruppe verknüpft ist.
Zur methodischen Absicherung wird das Modell des Varietätenraums nach Eugenio Coseriu herangezogen, um die Daten nach diastratischen (soziokulturellen) und diaphasischen (situativen) Dimensionen zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Entlehnung und Scheinanglizismen sowie eine umfangreiche Fallstudie, in der drei Medientypen anhand von Korpusdaten hinsichtlich ihres Anglizismengebrauchs untersucht werden.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Anglizismen, Scheinanglizismen, Sprachkontakt, Lehnprägungen, Varietätenlinguistik und Medienanalyse.
Ein Scheinanglizismus ist ein Ausdruck, der zwar englisch klingt oder aus englischen Bestandteilen gebildet wurde, in der englischen Sprache jedoch in dieser Form oder Bedeutung nicht existiert oder völlig anders verwendet wird.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Zufluss von Anglizismen keine Gefahr für die Integrität des Italienischen darstellt, sondern vielmehr die Lebendigkeit und Anpassungsfähigkeit der italienischen Sprache in einer globalisierten Welt symbolisiert.
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