Bachelorarbeit, 2020
142 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Begriffsbestimmung sportliche Aktivität
2.1.1 Breiten-/Freizeit- und Gesundheitssport
2.1.2 Spitzen- und Leistungssport
2.2 Sportliche Aktivität und Wohlbefinden
2.3 Das Modell der Selbstwirksamkeit
2.3.1 Spezifische und generalisierte Selbstwirksamkeit
2.3.2 Studien zur sportbezogenen Selbstwirksamkeit
2.4 Situative Barrieren und Barrierenmanagement
2.5 Handlungskontrolltheorie
2.5.1 Barrieren, Barrierenmanagement und Selbstwirksamkeit
2.5.2 Studien zu sportbezogenen situativen Barrieren und dem Barrierenmanagement
2.6 Zusammenfassung
2.7 Fragestellung
3 Methode
3.1 Zielgruppe und Stichprobenauswahl
3.2 Operationalisierung
3.2.1 Sportbezogene Selbstwirksamkeit
3.2.1.1 Beschreibung des Instruments
3.2.1.2 Gütekriterien
3.2.2 Sportbezogene situative Barrieren
3.2.2.1 Beschreibung des Instruments
3.2.2.2 Gütekriterien
3.2.3 Sportbezogenes Barrierenmanagement
3.2.3.1 Beschreibung des Instruments
3.2.3.2 Gütekriterien
3.2.4 Wohlbefinden
3.2.4.1 Beschreibung des Instruments
3.2.4.2 Gütekriterien
3.2.5 Sportliche Aktivität
3.2.5.1 Beschreibung des Instruments
3.2.5.2 Gütekriterien
3.2.6 Sportliche Aktivität und Hemmung
3.3 Online-Fragebogen
3.3.1 Aufbau
3.3.2 Pretest und Datenerhebung
4 Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Deskriptive Analyse sportbezogene Selbstwirksamkeit
4.3 Deskriptive Analyse sportbezogene situative Barrieren
4.4 Deskriptive Analyse sportbezogenes Barrierenmanagement
4.5 Deskriptive Analyse Wohlbefinden
4.6 Deskriptive Analyse sportliche Aktivität
4.7 Hypothesenprüfung
4.8 Weitere Ergebnisse
4.9 Reliabilität und Itemanalyse zur sportlichen Aktivität
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Reflexion des Vorgehens
6 Implikationen für die Praxis
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der sportbezogenen Selbstwirksamkeit, situativen Barrieren, Barrierenmanagement, Wohlbefinden und sportlicher Aktivität bei Fitnessstudiomitgliedern, um Erkenntnisse über die psychologischen Determinanten der Aufrechterhaltung sportlicher Betätigung zu gewinnen.
2.3 Das Modell der Selbstwirksamkeit
Das Modell der Selbstwirksamkeit beruht auf der sozialkognitiven Theorie von Albert Bandura. Die zentrale Annahme der sozialkognitiven Theorie ist, dass kognitive, motivationale, emotionale und aktionale Prozesse, die durch subjektive Überzeugungen gesteuert sind, bestimmen, ob ein Mensch sein Verhalten ändert oder aufrechterhält. Die subjektiven Überzeugungen beinhalten die Selbstwirksamkeit und die Handlungs-Ergebnis-Erwartungen bzw. Konsequenzerwartungen. Konsequenzerwartung meint, dass eine Person davon überzeugt ist, dass ein ausgeübtes Verhalten bestimmte Konsequenzen zur Folge haben wird. Hierbei ist nicht entscheidend, ob sich eine Person selbst in der Lage dazu sieht, das Verhalten auszuführen. Dieser Aspekt ist Gegenstand der Selbstwirksamkeit.
Die Selbstwirksamkeit nimmt direkten Einfluss auf das Verhalten und ist somit ein zentrales Konstrukt der sozialkognitiven Theorie (Renneberg & Hammelstein, 2006, S. 42; Jerusalem & Hopf, 2002, S. 35). Unter Selbstwirksamkeit versteht man die subjektive Überzeugung einer Person, neue oder schwierige Situationen aufgrund der eigenen Kompetenz erfolgreich bewältigen zu können (Wolf-Kühn & Morfeld, 2016, S. 19). Bei den schwierigen Situationen handelt es sich um Aufgaben, für die zur Bewältigung Handlungsprozesse der Anstrengung und Ausdauer erforderlich sind. Dabei beeinflusst die Selbstwirksamkeit die Konsequenzerwartung maßgeblich, was wiederum impliziert, dass sich eine Person, die sich in der Lage sieht, eine bestimmte Handlung ausführen zu können, auch dementsprechende Ergebniserwartungen an das Verhalten hat (Brinkmann, 2014, S. 82).
Selbstwirksame Personen geben bei Niederlagen nicht so schnell auf, kommen besser über Fehlschläge hinweg, kommen schneller ins Handeln und setzen sich generell anspruchsvollere Ziele (Brinkmann, 2014, S. 80). Im Gegensatz dazu wählen Personen mit einer geringen Selbstwirksamkeit meist zu leichte oder zu schwere Ziele und geben bei Herausforderungen schneller auf (Jerusalem & Hopf, 2002, S. 36). Es wird angenommen, dass die Unterschiede zwischen hoch und niedrig selbstwirksamen Personen durch Informationsverarbeitungsprozesse moderiert werden.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung regelmäßiger sportlicher Aktivität für die Gesundheit und führt die zentralen psychologischen Konzepte sowie die Zielsetzung der Arbeit ein.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftliche Basis, indem es Begriffe definiert und die Theorien zur Selbstwirksamkeit und Handlungskontrolle sowie aktuelle Studien vorstellt.
3 Methode: Hier werden die Zielgruppe, das Design der Online-Befragung sowie die Instrumente zur Operationalisierung der Variablen im Detail beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Ergebniskapitel präsentiert die deskriptiven Analysen der Stichprobe sowie die statistischen Auswertungen zur Hypothesenprüfung.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die erhobenen Daten, reflektiert das methodische Vorgehen und stellt die Ergebnisse in den Kontext bestehender Forschung.
6 Implikationen für die Praxis: Hier werden aus den gewonnenen Erkenntnissen praktische Handlungsempfehlungen zur Förderung der Selbstwirksamkeit bei Sportlern abgeleitet.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Sportpsychologie.
Fitnessstudiomitglieder, sportbezogene Selbstwirksamkeit, situative Barrieren, Barrierenmanagement, sportliche Aktivität, Wohlbefinden, Handlungskontrolltheorie, Gesundheitssport, Leistungssport, psychologische Determinanten, Online-Fragebogen, Korrelationsanalyse.
Die Arbeit untersucht psychologische Faktoren, die das Sporttreiben beeinflussen, insbesondere bei Mitgliedern von Fitnessstudios.
Die Schwerpunkte liegen auf Selbstwirksamkeit, der Bewältigung von Hindernissen (Barrieren), dem subjektiven Wohlbefinden und der tatsächlichen sportlichen Betätigung.
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen psychologischen Determinanten und der regelmäßigen Sportausübung zu prüfen und daraus Strategien zur langfristigen Motivationsförderung abzuleiten.
Die Verfasserin nutzt eine quantitative Online-Befragung mit N=302 Fitnessstudiomitgliedern und wertet die Daten mittels Korrelations- und Gruppenvergleichsanalysen (t-Test, Mann-Whitney-U-Test) aus.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Operationalisierung der Konstrukte sowie eine umfassende Ergebnisanalyse.
Wichtige Begriffe sind Selbstwirksamkeit, situative Barrieren, Barrierenmanagement, sportliche Aktivität und Wohlbefinden.
Im Gegensatz zu vielen anderen Studien, die sich auf Patienten in der Rehabilitation fokussieren, untersucht diese Arbeit aktiv trainierende Fitnessstudiomitglieder unterschiedlicher Leistungsniveaus.
Situative Barrieren wie Müdigkeit oder Zeitdruck erschweren das Sporttreiben; die Arbeit zeigt, dass ein effektives Barrierenmanagement entscheidend ist, um diese zu überwinden.
Leistungs- und Spitzensportler zeigen signifikant höhere Werte bei der Selbstwirksamkeit und dem Barrierenmanagement sowie ein besseres Wohlbefinden als Freizeit- und Breitensportler.
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