Bachelorarbeit, 2020
79 Seiten
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Stress
2.1.1 Definitionen und Abgrenzung
2.1.2 Merkmale von Stress und dessen zeitliche Verläufe
2.1.3 Transaktionales Stressmodell nach Richard Lazarus
2.1.4 Allostatic-Load-Modell nach Bruce McEwen
2.1.5 Auswirkungen von Stress
2.1.6 Stressmessung
2.1.7 Personale Ressourcen zur Stressbewältigung
2.2 Die Rolle der Selbstwirksamkeit
2.2.1 Definitionen und Abgrenzung
2.2.2 Entstehung und Beeinflussung von Selbstwirksamkeit
2.2.3 Sozial-kognitive Theorie nach Albert Bandura
2.2.4 Formen von Selbstwirksamkeit
2.3 Selbstwirksamkeit als Regulator gegen Stresserleben
2.4 Ableitung der Forschungsfrage und Hypothesenbildung
3 Methodik
3.1 Stichprobenkonstruktion und -beschreibung
3.2 Untersuchungsdesign und -durchführung
3.3 Erhebungsinstrumente und -material
3.4 Statistische Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Hypothesentests
4.2 Kritische Würdigung der Methodik und der Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der thesenrelevanten Ergebnisse
6 Fazit und Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht den Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeitserwartungen und dem Stresserleben von Arbeitnehmern. Ziel ist es zu ermitteln, ob eine hohe Selbstwirksamkeit als effizienter Schutzfaktor gegen berufliche Belastungen fungiert und welche Rolle dabei soziodemografische Faktoren wie die Betriebszugehörigkeit oder das Geschlecht spielen.
2.1.3 Transaktionales Stressmodell nach Richard Lazarus
Als eines von vielen Stresstheorien und Rahmenmodellen gilt das transaktionale Stressmodell als einer der grundlegenden theoretischen Ansätze in der Stressforschung. Neben diesem und dem Allostatic-Load-Modell existiert durchaus zusätzlich eine Reihe weiterer Ansätze, deren detailliertere Betrachtung interessant gewesen wäre. Die Auswahl beider Modelle soll einen Auszug aus der Stressforschung darstellen.
Bei dem transaktionalen Stressmodell, welches von den Psychologen und Stressforschern Lazarus et al. (1981) entwickelt wurde, handelt es sich um ein dreistufiges Rückkopplungsmodell, bei welchem subjektive Bewertungsprozesse des Stresserlebens und Handlungen zur Stressbewältigung einer Person im Mittelpunkt stehen. Es sieht vor, dass die Reaktion auf externe Stressoren maßgeblich von den Gedanken, Beurteilungen und Bewertungen einer Person in dem jeweiligen situativen Kontext bestimmt wird. Dabei konzentriert sich das Modell im Wesentlichen auf die emotionale sowie kognitive Einschätzung einer Situation und den zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten einer Person. Die Theorie besagt, dass sich bei der Stressentstehung ein Ungleichgewicht zwischen den alltäglichen Ansprüchen, die an eine Person gestellt werden und den zur Verfügung stehenden persönlichen Ressourcen entwickelt, um die jeweiligen Anforderung bewältigen zu können (Lazarus, 1999). Dabei hängt das Stressempfinden einer Person hauptsächlich davon ab, wie die Person entsprechende Umweltsituationen bewertet und in welcher Weise die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmöglichkeiten eingesetzt werden können (Lazarus et al., 1981).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Stress im organisationalen Kontext und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der regulierenden Wirkung von Selbstwirksamkeit ab.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Stressforschung, erläutert Stressmodelle wie das von Lazarus und McEwen und beleuchtet die sozial-kognitive Theorie von Bandura als Basis für das Selbstwirksamkeitskonzept.
3 Methodik: Hier werden das Untersuchungsdesign der quantitativen Online-Befragung, die Stichprobengewinnung via Schneeballverfahren und die eingesetzten Testinstrumente (SWE, TICS) beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Hypothesentests, wobei Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeit und Stress analysiert sowie geschlechtsspezifische Unterschiede geprüft werden.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, mit der theoretischen Literatur verknüpft und die methodischen Limitationen der Arbeit kritisch beleuchtet.
6 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung schließt die Arbeit ab, bewertet die Bedeutung von Selbstwirksamkeit als protektive Ressource und gibt Anstöße für weiterführende Studien.
Selbstwirksamkeit, Stresserleben, organisationaler Kontext, Stressregulation, Coping, Kompetenzerwartung, Stressoren, berufliche Belastung, Arbeitszufriedenheit, Stressprävention, Ressourcen, Sozial-kognitive Theorie, psychische Gesundheit.
Die Arbeit untersucht, ob eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung als psychologische Ressource dazu beitragen kann, das Stresserleben von Arbeitnehmern im beruflichen Alltag effektiv zu regulieren.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Messung von Stress, das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Albert Bandura sowie Strategien zur Stressbewältigung in Organisationen.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern kann eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung als effizienter Regulator gegen Stresserleben im organisationalen Kontext angesehen werden?“
Die Autorin wendet eine quantitative, empirische Forschungsstrategie an, basierend auf einer teilstandardisierten Online-Befragung (Feldstudie) mit 238 Probanden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Stresserlebens und der Selbstwirksamkeit dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der methodischen Durchführung und der anschließenden statistischen Analyse der erhobenen Daten.
Wesentliche Begriffe sind Selbstwirksamkeit, Stresserleben, organisationaler Kontext, Coping-Strategien und Kompetenzerwartung.
Nein, die Hypothese, dass das Stresserleben mit einer längeren Betriebszugehörigkeit zunimmt, konnte nicht signifikant belegt werden.
Nein, die empirischen Daten zeigten zwar Mittelwertunterschiede, diese waren jedoch statistisch nicht signifikant, weshalb die entsprechende Hypothese verworfen wurde.
Es wurde ein signifikanter negativer Zusammenhang festgestellt: Personen mit einer höheren Selbstwirksamkeitserwartung berichten von einem geringeren Stresserleben.
Die Autorin empfiehlt aufgrund der Limitationen der vorliegenden Befragung zukünftige Forschungsansätze, die experimentelle Designs (z.B. Messung physiologischer Marker wie Kortisol) einbeziehen, um subjektive Verzerrungen zu vermeiden.
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