Masterarbeit, 2020
157 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen und Hypothese
1.3 Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Ausgangslage der Betrachtung
2.1 Geltungsbereich für die Betrachtung
2.2 Abgrenzung industrieller elektronischer Produkte
2.3 Produktlebenszyklus
2.3.1 Phase I: Produktplanung
2.3.2 Phase II: Entwicklung / Konstruktion
2.3.3 Phase III: Arbeitsvorbereitung
2.3.4 Phase IV: Produktherstellung
2.3.5 Phase V: Produktvertrieb
2.3.6 Phase VI: Produktnutzung
2.3.7 Phase VII: Entsorgung / Recycling
2.4 Abgeleitete Aufgaben im Produktentstehungsprozess
3 Anforderungen an das Produkt
3.1 Gesetzliche und normative Anforderungen
3.1.1 EU-Richtlinien und CE
3.1.2 CE äquivalente Anforderungen außerhalb der EU - UL
3.1.3 Betriebsanleitung
3.1.4 Außenwirtschaftliche Anforderungen
3.1.5 Entsorgung und Recycling
3.2 Schutz des Produkts
3.3 Beschaffung und Produktion
3.4 Interne und externe Ressourcen
3.5 Vertrieb & Aftersales
3.6 Qualitätssicherung
4 Empirischer Teil
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Forschungsstrategie
4.1.2 Ausarbeitung des Fragebogens
4.2 Pretest und Durchführung der Befragung
4.3 Auswertung und Interpretation der Befunde
4.3.1 Allgemeines zur Teilnahme
4.3.2 Teilnehmerkreis
4.3.3 Selbsteinschätzung
4.3.4 Gesetzliche und normative Anforderungen
4.3.5 Schutz des Produkts, Beschaffung und Produktion
4.3.6 Qualitätssicherung, Vertrieb und Aftersales
4.3.7 Umweltschutz und Recycling
5 Schlussfolgerung
5.1 Beantwortung der Forschungsfragen
5.2 Hypothesenüberprüfung
5.3 Checkliste zu auszuführenden Arbeiten
5.4 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Komplexität der professionellen Entwicklung industrieller elektronischer Produkte und identifiziert die notwendigen nicht-technischen Projektaufgaben, die über die reine Hardware-, Software- und Mechanik-Entwicklung hinausgehen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für diese Aufgaben zu schaffen und insbesondere kleinen Unternehmen aufzuzeigen, wie sie Chancen nutzen und Risiken durch eine strukturierte Vorgehensweise minimieren können.
3.1 Gesetzliche und normative Anforderungen
Gesetze haben eine bindende Wirkung, legen jedoch nur die Grundregeln für die entsprechenden Rechtsbereiche fest. Insbesondere in Bereichen, die technische Sachlagen betreffen, hält sich der Gesetzgeber zurück. Dies beruht nicht zuletzt darauf, dass die Technik rasch voranschreitet und Gesetze schnell wieder veraltet wären. Eine ständige Änderung würde hier zu einem hohen Aufwand durch sich schnell ändernde Gesetzen führen, zudem müssten für den jeweiligen Fall jeweils Experten rekrutiert werden, die das Thema aufarbeiten.
Jedoch ist nicht nur das Festlegen von Grundregeln wichtig, sondern ebenfalls die Normierung von technischen Aspekten. Normierung bedeutet, dass ein Standard geschaffen wird, an den sich eine große Zahl von Teilnehmern (z. B. in einem Wirtschaftsraum) hält und dadurch Kompatibilität und Anerkennung sichergestellt sind. Standardisierung führt dazu, dass der Marktzutritt für Produzenten erleichtert wird und Abnehmer eine entsprechende Sicherheit hinsichtlich von Mindeststandards haben. Neben den rein technischen Aspekten muss ebenfalls die Sicherheit der Personen garantiert werden, die Baugruppen, Maschinen und Anlagen montieren, warten oder diese nutzen, um selbst Produkte herzustellen.
Zusätzliche Anforderungen fallen an, wen Bauteile, Baugruppen oder Leistungen aus dem Ausland bezogen werden bzw. das Produkt selbst über die Grenzen des eigenen Landes verkauft werden soll. Diese unterliegen gesetzlichen Vorgaben, die größtenteils weltweit Gültigkeit besitzen.
Neigt sich die Lebenszeit des Produkts zu Ende, bzw. soll dieses entsorgt werden, gelten in jedem Land eigene Vorschriften. Dennoch sind gewisse Grundregeln bei der Konstruktion des Produkts einzuhalten, die die Entsorgung bzw. das Recyceln einfacher gestalten.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung der Arbeit, stellt die Forschungsfragen sowie die Hypothese vor und erläutert die gewählte Forschungsmethode und den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Ausgangslage der Betrachtung: Beschreibt den Produktlebenszyklus als Basis für die Identifikation von Anforderungen und Schnittstellen in der professionellen Entwicklung.
3 Anforderungen an das Produkt: Detailiert die verschiedenen nicht-technischen Aufgabenfelder, darunter gesetzliche Normen, Produktschutz, Beschaffung, Ressourcenmanagement und Vertrieb.
4 Empirischer Teil: Präsentiert das Forschungsdesign, die Durchführung einer Online-Umfrage zur Prüfung der Hypothese sowie die statistische Auswertung und Interpretation der Ergebnisse.
5 Schlussfolgerung: Beantwortet die Forschungsfragen, überprüft die Hypothese anhand der empirischen Daten und fasst die zentralen Erkenntnisse in einer praxisorientierten Checkliste zusammen.
Produktentwicklung, Elektronik, Nicht-technische Projektaufgaben, Produktlebenszyklus, Recyclinggerechtes Design, Außenwirtschaftsdaten, CE-Kennzeichnung, UL-Zertifizierung, Risikobeurteilung, Fehlerkosten, KMU, Marktzutritt, Qualitätssicherung, Produktschutz, FMEA
Die Arbeit befasst sich mit der professionellen Entwicklung industrieller elektronischer Produkte und beleuchtet insbesondere die notwendigen nicht-technischen Arbeitspakete, die über die reine technische Konstruktion hinausgehen.
Die Arbeit gliedert sich in gesetzliche und normative Anforderungen, Produktschutz, Beschaffung und Produktion, Ressourcenmanagement, Vertrieb und Aftersales sowie Qualitätssicherung.
Das Ziel ist es, diese nicht-technischen Projektaufgaben zu ermitteln, ihre Bedeutung für den Entwicklungsprozess aufzuzeigen und eine Checkliste für die Praxis zu erstellen.
Es wurde ein zweistufiger Ansatz gewählt: eine fundierte Literaturrecherche zur theoretischen Herleitung sowie eine quantitative Online-Umfrage bei Unternehmen zur empirischen Überprüfung der Hypothesen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus und identifiziert für jede Phase kritische Aufgaben, die für einen erfolgreichen Marktzutritt und Betrieb essenziell sind.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Produktentstehungsprozess, CE-Kennzeichnung, UL-Zertifizierung, Fehlerkostenmanagement und die Herausforderungen von KMU bei der Chancennutzung.
Die Risikobeurteilung ist Herstelleraufgabe während der Produktentwicklung, während die Gefährdungsbeurteilung eine Betreiberaufgabe zur Sicherheit am Arbeitsplatz darstellt.
Die Untersuchung zeigt, dass kleinere Unternehmen aufgrund von Ressourcenknappheit und fehlender Spezialisierung signifikant seltener Chancen aus nicht-technischen Aufgaben nutzen als größere Unternehmen.
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