Masterarbeit, 2019
108 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Familienunternehmen
2.2 Family-Business-Brand
2.2.1 Identity View
2.2.2 Image View
2.2.3 Reputation View
2.3 Beschwerdeverhalten von Konsumenten
2.3.1 Kognitive Prozesse im CCB
2.3.2 Maßnahmen des CCB
3 Herleitung der Forschungsfrage und Hypothesen
4 Empirische Untersuchung
4.1 Textvignetten
4.1.1 Unternehmensbeschreibung
4.1.2 Aufbau und Textdarstellung
4.1.3 Servicesituation
4.2 Fragebogen
4.3 Vorstudie
4.4 Verbreitung
4.5 Analyse
4.5.1 Bereinigung und deskriptive Statistik
4.5.2 Hypothesentests und Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der „Family Business Brand“ (FBB) auf das Beschwerdeverhalten von Konsumenten gegenüber Unternehmen in einer Servicesituation, wobei theoretische Modelle aus der Marketing- und Familienunternehmensforschung mit Erkenntnissen zum Beschwerdeverhalten verknüpft werden, um zu klären, ob ein Familienstatus als Resilienzfaktor oder als potenzielle Quelle für eine Enttäuschung durch zu hohe Erwartungen fungiert.
2.3 Beschwerdeverhalten von Konsumenten
Das Verhalten von Konsumenten ist entscheidend für die Performance von Unternehmen aller Branchen. Insbesondere beim Feedback an das Management wirken Konsumenten entscheidend bei der Verbesserung der Performance mit (vgl. Bolkan 2018, S. 841). Gleichzeitig können Beschwerden für das Unternehmen zeit- und kostenintensiv werden und je nach Ausprägung der Reputation des Unternehmens nachhaltig schaden (vgl. Thøgersen et al. 2009, S. 773). Aus diesem Grund ist das Verhalten von Konsumenten für die Forschung, wie auch für die Wirtschaft besonders interessant.
Das Beschwerdeverhalten von Konsumenten, bzw. das costumer complain behaviour (CCB), ist ein großes Teilforschungsfeld des Konsumentenverhaltens (vgl. Sharma et al. 2010, S 164). Seit den 80er Jahren befassen sich Forscher konsequent mit dem CCB, welches bis heute jedoch keiner einheitlichen Definition folgt (ebd.). Allgemein umfasst das CCB eine Vielzahl an handlungs- wie auch intentionsbehafteten Reaktionen auf eine nicht zufriedenstellende Situation (vgl. Fornell & Wernerfelt 1987, S. 339). In der Literatur macht Andreassen (2001, S. 39) drei Forschungsströme zur CCB aus: Entwicklung und Test von Kundenunzufriedenheitstheorien, die Typisierung von Beschwerden und die Analyse von Faktoren, die zu Beschwerden führen. Im Rahmen dieser Arbeit ist speziell letztgenannter Forschungsstrom relevant, da an den Faktoren der Beschwerde Berührungspunkte mit der FBB im Speziellem in der FFR liegen (vgl. Binz Astrachan et al. 2018, S. 5; Kap. 2.2.3). Im ersten Schritt dieses Kapitels wird die Ursache, die zum CCB führen, theoretisch und empirisch aus der Literatur hergeleitet.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsfeld und die Relevanz der Untersuchung des Einflusses von Familienunternehmen auf das Beschwerdeverhalten im Dienstleistungssektor.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert Konzepte wie die Family-Business-Brand, Identität, Image und Reputation sowie die theoretischen Fundamente des Beschwerdeverhaltens, insbesondere unter Nutzung der Protection Motivation Theory.
3 Herleitung der Forschungsfrage und Hypothesen: Hier werden die Hypothesen über den Einfluss der FBB auf kognitive Prozesse und Beschwerdeabsichten abgeleitet und das zugrunde liegende Studiendesign theoretisch begründet.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt detailliert die Methodik der Vignettenstudie, die Durchführung der Vor- und Hauptstudie, die Datenauswertung mittels Faktorenanalyse und Regression sowie die Validität der verwendeten Konstrukte.
5 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse, beleuchtet die Rolle des „FU-Mitarbeiter-Bonus“, thematisiert Limitationen der Studie und setzt die Befunde in den Kontext bestehender Literatur.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Auswirkungen der FBB auf das Beschwerdeverhalten und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.
Familienunternehmen, Family Business Brand, Beschwerdeverhalten, Konsumenten, Serviceversagen, Reputation, Identität, Reputation, Protection Motivation Theory, Signalling Theory, Service Recovery, Dienstleistungssektor, Vignettenstudie, Kundenbeziehung, Brand Credibility.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Zugehörigkeit eines Unternehmens zu den Familienunternehmen (Family Business Brand) auf das Verhalten von Kunden auswirkt, wenn diese mit einem Servicefehler konfrontiert sind.
Die zentralen Themen sind die Markenidentität von Familienunternehmen (FBB), psychologische kognitive Prozesse bei Kundenunzufriedenheit und die verschiedenen Formen der Beschwerdeäußerung.
Ziel ist es zu klären, ob die als „Family Business Brand“ wahrgenommenen Attribute (wie Vertrauen, Tradition und soziale Nähe) dazu führen, dass Kunden nachsichtiger auf Fehler reagieren oder ob sie aufgrund höherer Erwartungen kritischer agieren.
Der Autor führt eine quantitative Vignettenstudie durch, in der Probanden hypothetische Servicesituationen bewerten. Die Daten wurden mittels t-Tests, Varianzanalysen und Faktorenanalysen statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriearbeit, die Definition und Messung der FBB sowie die empirische Analyse von kognitiven Barrieren und Handlungsentscheidungen im Beschwerdeprozess.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Familienunternehmen, Beschwerdeverhalten, Kundenwahrnehmung und Reputationsmanagement beschreiben.
Der Autor stellt fest, dass Mitarbeiter in Familienunternehmen von Konsumenten oft wohlwollender und kompetenter wahrgenommen werden, was die Hemmschwelle für Beschwerden senkt und das Vertrauen in die Problemlösung erhöht.
Die Studie konnte keinen statistisch signifikanten Nachweis erbringen, dass Kunden von Familienunternehmen tatsächlich häufiger aktive Beschwerdekanäle wählen als Kunden von Nicht-Familienunternehmen, da Beschwerdeverhalten stark von individuellen Charakterzügen abhängt.
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