Bachelorarbeit, 2020
95 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
1.3 Aufbau und Vorgehensweise
2 Bedeutung der internationalen Rechnungslegung
2.1 Anwendungsbereich der IFRS
2.2 Steuern in der internationalen Rechnungslegung
2.2.1 IAS 12: Ertragsteuern
2.2.2 Verknüpfung: IFRS und Steuerbilanz
3 Überblick: Konzernrechnungslegung nach IFRS
3.1 Konsolidierungskreis
3.2 Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften
3.3 Überblick: Konsolidierungsmaßnahmen
4 Darstellung der Ertragsteuern nach IFRS
4.1 Tatsächliche Ertragsteuern (Ansatz, Bewertung und Ausweis)
4.2 Latente Steuern
4.2.1 Ansatz, Bewertung und Ausweis nach dem Temporary-Konzept
4.2.2 Latenzen im Konzernabschluss
5 Steuerliche Berichtspflichten nach IAS 12
5.1 Angabepflichten
5.2 Aufbau der steuerlichen Überleitungsrechnung
5.2.1 Funktion der Überleitungsrechnung
5.2.2 Verfahrensweise der Überleitungsrechnung
5.2.3 Inhalt der Überleitungsrechnung
5.2.3.1 Abweichende ausländische Steuerbelastung
5.2.3.2 Steuerfreie Erträge
5.2.3.3 Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen
5.2.3.4 Effekte aus der Verlustverrechnung
5.2.3.4.1Verlustabzug
5.2.3.4.2Organschaftliche Verlustverrechnung
5.2.3.5 Weitere Gliederungsposten
5.3 Konzernsteuerquote
5.3.1 Ermittlung der Konzernsteuerquote
5.3.2 Einflussfaktoren der Konzernsteuerquote
5.3.3 Einordnung der Konzernsteuerquote
5.3.3.1 Jahresabschluss- und Kennzahlenanalyse
5.3.3.2 Kennzahlencharakter der Konzernsteuerquote
5.3.4 Funktion
5.3.4.1 Interne Abschlussinteressen
5.3.4.2 Externe Abschlussinteressen
6 Analyse
6.1 Analyse der steuerlichen Überleitungsrechnung
6.1.1 Interessenkonflikte
6.1.1.1 Principal-Agent-Beziehung
6.1.1.2 Kosten-Nutzen-Aspekt
6.1.2 Ausgestaltung und Wirkung der steuerlichen Überleitungsrechnung
6.2 Analyse der Konzernsteuerquote
6.2.1 Abschlusspolitik
6.2.2 Aussagekraft und Einflussnahme der Konzernsteuerquote
6.2.2.1 Interne Abschlussinteressen
6.2.2.2 Externe Abschlussinteressen
6.2.3 Ansätze zur Beeinflussung der Konzernsteuerquote
6.2.4 Bestandaufnahme deutscher Standardwerte
7 Zusammenfassung der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht die steuerlichen Informationspflichten internationaler Konzernunternehmen nach IAS 12, insbesondere die steuerliche Überleitungsrechnung und die Konzernsteuerquote. Ziel ist es, die Funktionen, Aussagekraft und Gestaltungsmöglichkeiten dieser Kennzahlen für interne und externe Abschlussadressaten kritisch zu analysieren, wobei die Perspektive deutscher DAX-Unternehmen als Normalverteilung im Fokus steht.
6.1.1.1 Principal-Agent-Beziehung
Die Principal-Agent-Theorie beschäftigt sich grundlegend mit entscheidungslogischen und formanalytischen Verhaltensmustern von Auftraggebern (Principal) und Auftragnehmern (Agent) bei Vorliegen von asymmetrischen Informationen. Gegenstand der finanziellen Agency-Theorie ist die Informationspolitik sowie die Theorie der entgegengesetzten Zielverfolgung. Die steuerliche Überleitungsrechnung als Instrument der Informationspolitik soll durch Veröffentlichung für eine optimale Informationsverteilung der tatsächlichen Verhältnisse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen den handelnden Personen sorgen. Hierbei ist das Hauptziel, Informationsasymmetrien und damit opportunistisches Handeln auf Grund des Interessenkonflikts soweit wie möglich zu reduzieren. Als möglicher Bestandteil der Jahresabschlussanalyse ist die steuerliche Überleitungsrechnung eine entscheidungsrelevante Informationsgrundlage, dessen Ausgestaltung und Detaillierungsgrad aufgrund unzureichender Kodifizierung durch die Geschäftsleitungsmitglieder wesentlich beeinflusst werden kann.
Die Geschäftsleitungsmitglieder (Agent), als gesetzliche Vertreter der Unternehmung, werden indirekt durch die Eigentümer (Principal) bestimmt. Sie sind u.a. für die Aufstellung des Konzernabschlusses verantwortlich und haben dafür Sorge zu tragen, dass der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt („true and fair view“). Durch die Offenlegung des Konzernabschlusses kommt die Geschäftsleitung den gesetzlichen Informationspflichten nach. Unter der Annahme der zugrundeliegenden Nutzenmaximierung wird sich die Geschäftsleitung bei günstigem Zahlen- und Datenmaterial für maximale Information im Sinne der positiven Selbstdarstellung entscheiden und bei ungünstigem Zahlen- und Datenmaterial für minimale Information entscheiden, um etwaige Imageschäden zu vermeiden.
1 Einleitung: Stellt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit vor, erläutert die Relevanz der steuerlichen Überleitungsrechnung und Konzernsteuerquote und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Bedeutung der internationalen Rechnungslegung: Behandelt den Anwendungsbereich der IFRS sowie die Grundlagen der Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 und die Verknüpfung zwischen IFRS-Abschluss und Steuerbilanz.
3 Überblick: Konzernrechnungslegung nach IFRS: Gibt einen Überblick über die Konzernrechnungslegung, einschließlich Konsolidierungskreis, Bewertungs- und Ausweisvorschriften sowie zentraler Konsolidierungsmaßnahmen.
4 Darstellung der Ertragsteuern nach IFRS: Erläutert Ansatz, Bewertung und Ausweis tatsächlicher Ertragsteuern sowie das Temporary-Konzept zur Bildung latenter Steuern im Konzernabschluss.
5 Steuerliche Berichtspflichten nach IAS 12: Detailliert die Angabepflichten, den Aufbau und Inhalt der steuerlichen Überleitungsrechnung sowie die Ermittlung, Einflussfaktoren und Einordnung der Konzernsteuerquote.
6 Analyse: Führt eine kritische Untersuchung der steuerlichen Überleitungsrechnung und der Konzernsteuerquote durch, beleuchtet Interessenkonflikte, Abschlusspolitik und Möglichkeiten zur Beeinflussung unter Berücksichtigung deutscher Standardwerte.
7 Zusammenfassung der Ergebnisse: Führt die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse zusammen und reflektiert die Bedeutung der untersuchten Kennzahlen für die Praxis sowie die Grenzen der Steueroptimierung.
IAS 12, Konzernsteuerquote, Steuerliche Überleitungsrechnung, Internationale Rechnungslegung, IFRS, Latente Steuern, Tatsächliche Ertragsteuern, Abschlusspolitik, Principal-Agent-Theorie, Steueroptimierung, Finanzkennzahlen, Steuerplanung, Steuerrisiken, DAX, Konzernabschluss.
Die Arbeit befasst sich mit den steuerlichen Informationspflichten internationaler Konzerne, speziell mit der steuerlichen Überleitungsrechnung und der Konzernsteuerquote gemäß IAS 12.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Konzernsteuerquote, die agency-theoretischen Aspekte der steuerlichen Berichterstattung und die praktischen Gestaltungsmöglichkeiten zur Steueroptimierung.
Das primäre Ziel ist die kritische Analyse der Aussagekraft und Beeinflussbarkeit der Konzernsteuerquote sowie deren Funktion als Instrument der Unternehmenssteuerung und Berichterstattung.
Es wird ein praxisorientierter Ansatz gewählt, der durch eine normative Analyse und die systematische Auswertung öffentlich zugänglicher Daten von DAX-Unternehmen ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der steuerlichen Vorschriften (IAS 12), die Analyse von Interessenkonflikten in der Berichterstattung sowie eine Untersuchung von Ansätzen zur Steueroptimierung in Konzernen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie IAS 12, Konzernsteuerquote, Überleitungsrechnung, IFRS, Steuerplanung und Principal-Agent-Beziehung charakterisiert.
Sie dient dazu, die Interessenkonflikte zwischen der Geschäftsleitung (Agent) und den Anteilseignern (Principal) bei der Entscheidung über den Grad der Offenlegung steuerlicher Informationen in der Überleitungsrechnung zu erklären.
Während sie theoretisch als Kennzahl für das Steuermanagement dienen kann, zeigt die Analyse, dass sie in der Praxis deutscher Großunternehmen kaum als expliziter, werbewirksamer Key Performance Indikator genutzt wird.
Die Praxisanalyse zeigt, dass die meisten untersuchten DAX-Konzerne den "Homebased-Approach" zur Ermittlung des anzuwendenden Steuersatzes nutzen und signifikante Optimierungspotenziale auf internationaler Ebene verfolgen.
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