Bachelorarbeit, 2019
104 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Arten der Betriebsaufspaltung
2.1 Einteilung nach Art der Entstehung
2.2 Einteilung nach der Rechtsform
2.2.1 Die klassische Betriebsaufspaltung
2.2.2 Die umgekehrte Betriebsaufspaltung
2.2.3 Die kapitalistische Betriebsaufspaltung
2.2.4 Die mitunternehmerische Betriebsaufspaltung
2.3 Entstehung Fallbeispiel
3 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung
3.1 Sachliche Verflechtung
3.1.1 Unbewegliche Wirtschaftsgüter
3.1.2 Bewegliche Wirtschaftsgüter
3.1.3 Immaterielle Wirtschaftsgüter
3.2 Personelle Verflechtung
3.2.1 Beteiligungsidentität
3.2.2 Beherrschungsidentität
3.2.3 Gruppentheorie bei Ehegatten und Kindern
3.2.4 Einstimmigkeits- und Mehrheitsprinzip
3.2.5 Faktische Beherrschung
3.2.6 Mittelbare Beherrschung
3.3 Weiterentwicklung Fallbeispiel
4 Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung
4.1 Grundsätzliches
4.2 Rechtsfolgen im Besitzunternehmen
4.2.1 Buchführungspflicht und Gewinnermittlung
4.2.2 Betriebsvermögen
4.2.3 Umqualifizierung der Einkünfte
4.2.4 Gewerbesteuerpflicht
4.3 Besteuerung der Betriebskapitalgesellschaft
4.4 Vor- und Nachteile der Begründung einer klassischen Betriebsaufspaltung
4.4.1 Außersteuerliche Motive
4.4.2 Steuerliche Motive
4.4.3 Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung
4.5 Fallbeispiel
5 Gründe und steuerliche Folgen der Beendigung der Betriebsaufspaltung
5.1 Wegfall der Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung
5.1.1 Sachliche Entflechtung
5.1.2 Personelle Entflechtung
5.2 Steuerrechtliche Folgen der Beendigung der Betriebsaufspaltung
5.3 Fallbeispiel
6 Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung der Aufdeckung von stillen Reserven bei Beendigung der klassischen Betriebsaufspaltung
6.1 Fallbeispiel
6.2 Gestaltungsmöglichkeiten
6.2.1 Eigengewerbliche Betätigung des Besitzunternehmens
6.2.2 Überlagerte Betriebsverpachtung im Ganzen
6.2.3 Betriebsunterbrechung
6.2.4 Einbringung des Besitzunternehmens in eine Kapitalgesellschaft
6.2.5 Umwandlung der Betriebskapitalgesellschaft auf das Besitzunternehmen
6.2.6 Einbringung des Besitzunternehmens in eine gewerblich geprägte GmbH & Co. KG
7 Fazit
7.1 Theoretische Schlussfolgerung
7.2 Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht das Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung mit einem Fokus auf deren steuerliche Rechtsfolgen, die Gründe für eine ungewollte Beendigung und entsprechende Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung der Aufdeckung stiller Reserven.
2.3 Entstehung Fallbeispiel
Herr Anton Müller betreibt seit vielen Jahren eine Molkerei (Molkerei Müller) in Form eines Einzelunternehmens, das er bereits in der zweiten Generation führt. Im Sinne des § 1 HGB ist Herr Müller Istkaufmann. In den letzten Jahren liefen die Geschäfte sehr gut und Herr Müller hat sich deshalb entschlossen, zu expandieren. In der Vergangenheit hat er seine Produkte hauptsächlich in Deutschland vertrieben. Künftig möchte er seine Milchprodukte in ganz Europa absetzen. Hierzu macht er sich Gedanken hinsichtlich seiner Rechtsform, da ihm sehr wohl bewusst ist, dass er für Verbindlichkeiten seines Einzelunternehmens mit seinem gesamten Vermögen haftet.45 Aufgrund dessen entschließt sich Herr Müller im Jahr 2011, eine GmbH zum 01.01.2012 (Molkerei Müller GmbH) zu gründen und das operative Geschäft dorthin auszulagern. Die Molkerei wird auf einem in seinem Eigentum stehenden Betriebsgrundstück mit aufstehenden Gebäuden (Produktionsgebäude sowie Bürogebäude) betrieben. Das Betriebsgrundstück wird nicht in die GmbH eingebracht, sondern dieser zur Nutzung überlassen. Im Pachtvertrag zwischen Anton Müller und der neu gegründeten GmbH wurde vereinbart, dass für das Produktions-und Bürogebäude ein monatlicher Pachtzins in Höhe von 15.000 € zu entrichten ist. Das in der Bilanz des Einzelunternehmens enthaltene Darlehen wurde für die Anschaffung der Produktionsanlage III verwendet. Die Bilanz zeigt das Einzelunternehmen Müller vor dem Zeitpunkt der Einbringung in die neu gegründete GmbH.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Rechtsformwahl bei Unternehmen ein und definiert die Betriebsaufspaltung als ein durch Rechtsprechung entstandenes Rechtsinstitut.
2 Arten der Betriebsaufspaltung: Hier werden die verschiedenen Entstehungsformen und Rechtsformkombinationen der Betriebsaufspaltung anhand theoretischer Modelle sowie eines Fallbeispiels erläutert.
3 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung: Dieses Kapitel analysiert detailliert die beiden zentralen Merkmale der sachlichen und personellen Verflechtung als Indiz für einen einheitlichen geschäftlichen Betätigungswillen.
4 Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung: Es werden die steuerlichen Auswirkungen der Begründung einer Betriebsaufspaltung auf das Besitz- und Betriebsunternehmen untersucht, inklusive Vor- und Nachteile.
5 Gründe und steuerliche Folgen der Beendigung der Betriebsaufspaltung: Dieses Kapitel behandelt die Entflechtungsszenarien und die oft schwerwiegenden steuerlichen Konsequenzen, wie die Aufdeckung stiller Reserven bei Betriebsaufgabe.
6 Gestaltungsmöglichkeiten zur Vermeidung der Aufdeckung von stillen Reserven bei Beendigung der klassischen Betriebsaufspaltung: Hier werden Strategien vorgestellt, wie eine steuerlich nachteilige Beendigung vermieden werden kann, etwa durch Umwandlungen oder andere betriebliche Anpassungen.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer theoretischen Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Betriebsaufspaltung.
Betriebsaufspaltung, Besitzunternehmen, Betriebsunternehmen, sachliche Verflechtung, personelle Verflechtung, Steuerbelastung, stille Reserven, Betriebsaufgabe, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, GmbH, Rechtsformwahl, Unternehmensnachfolge, Umwandlungssteuergesetz, Gestaltungsberatung.
Die Arbeit behandelt das steuerrechtliche Konstrukt der Betriebsaufspaltung, bei dem ein Unternehmen in ein Besitz- und ein Betriebsunternehmen aufgespalten wird, und analysiert deren Voraussetzungen sowie Folgen.
Zentral sind die Bestimmung der Voraussetzungen (sachliche und personelle Verflechtung), die steuerlichen Vor- und Nachteile dieses Modells sowie Strategien zur Vermeidung einer steuerlich schädlichen Beendigung.
Ziel ist es, die steuerlichen Konsequenzen einer Betriebsaufspaltung darzulegen und aufzuzeigen, wie ungewollte Beendigungen – insbesondere im Erbfall – und die damit verbundene Aufdeckung stiller Reserven vermieden werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der geltenden Rechtsprechung (insbesondere des BFH) und der steuerrechtlichen Fachliteratur, begleitet von einem durchgehenden Fallbeispiel.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Arten der Betriebsaufspaltung, ihrer Voraussetzungen, der daraus resultierenden Rechtsfolgen, der Gründe für die Beendigung sowie konkreter Gestaltungsoptionen zur Vermeidung der Aufdeckung stiller Reserven.
Wichtige Begriffe sind Betriebsaufspaltung, sachliche und personelle Verflechtung, steuerliche Folgen, Aufdeckung stiller Reserven, Betriebsaufgabe und Gestaltungsberatung.
Das Fallbeispiel verdeutlicht praxisnah, wie eine Betriebsaufspaltung durch die Auslagerung des operativen Geschäfts in eine GmbH entsteht und welche steuerlichen Risiken bei einer ungeplanten Beendigung, etwa im Erbfall, für den Inhaber bestehen.
Durch rechtzeitige Gestaltungsmaßnahmen, wie etwa die Einbringung des Besitzunternehmens in eine gewerblich geprägte GmbH & Co. KG, kann die gewerbliche Tätigkeit kraft Rechtsform fortgeführt und eine schädliche Aufdeckung stiller Reserven vermieden werden.
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