Bachelorarbeit, 2019
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Aufbau
2. Begriffliche konzeptionelle Grundlage
2.1 Begriffsklärung Sportwette
2.2 Forschungsstand
2.3 Nachfrageerklärung
3. Empirische Untersuchung
3.1 Methode
3.2 Durchführung
3.2.1 Stichprobe
3.2.2 Messgrößen & Variablen
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Deskriptive Analyse
3.3.2 Sportwettenaktivität in den Motiven
3.3.3 Risikobereitschaft in den Motiven
4. Diskussion
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Rationalität des Wahlverhaltens von Sportwetten-Teilnehmern unter Berücksichtigung ihrer individuellen Motive, wobei insbesondere untersucht wird, ob sich Teilnehmer mit unterschiedlichen Motivlagen (z. B. Geldgewinn vs. Unterhaltung) in ihrem Wett- und Risikoverhalten signifikant voneinander unterscheiden.
2.3 Nachfrageerklärung
Der Mensch verfolgt bei der normativen Entscheidungstheorie, nach dem Menschenbild „Homo oeconomicus“ die Absicht mit seinem rationalen Denken und Handeln den jeweiligen Nutzen zu maximieren (Hoffmann & Akbar, 2016, S. 109 f). „Dieses Verhaltensmodell des ausschließlich wirtschaftlich handelnden Menschen geht davon aus, dass Entscheider über lückenlose Informationen über sämtliche Entscheidungsalternativen und deren Konsequenzen verfügen. Handelnde nach diesem Menschenbild sind nur am eigenen Nutzen interessiert, handeln also rein egoistisch“ (Sellenthin, 2017, S. 14 f). Die deskriptive Entscheidungstheorie hingegen beleuchtet den tatsächlichen Ablauf der Entscheidungsprozesse eines Teilnehmers. Danach agieren Menschen oft nicht als Homo oeconomicus und handeln bei der Entscheidungsfindung nicht stets rational, da oft die Annahme der vollständigen Informationen nicht gewährleistet ist beziehungsweise die kognitiven Kapazitäten nicht ausreichen, um auf alle relevanten Fakten einzugehen und diese zu untersuchen (Hoffmann & Akbar, 2016, S. 109 f; Sellenthin, 2017, S. 4). Liegen Informationsmängel vor, wie das beim Abschluss einer Sportwette der Fall ist, so ist der Wettende gezwungen, sich an anderen Faktoren wie Erwartungen, Entscheidungen anderer Teilnehmer oder dem persönlichen Risikoempfinden zu orientieren.
Angenommen ein Sportwettenteilnehmer entscheidet sich dafür eine Ergebniswette bei einem Fußballspiel mit zwei etwa gleichstarken Teams abzuschließen, so kann er zwischen den drei folgenden Möglichkeiten wählen: Sieg Mannschaft 1, Unentschieden, Sieg Mannschaft 2. Dem Teilnehmer ist bewusst, dass er den Spielverlauf nicht beeinflussen kann und somit über keinerlei Informationen bezüglich des Spielausgangs verfügt. Dementsprechend handelt er bei dem Entscheid auf dieses Sportereignis zu wetten, irrational. Die Wahrscheinlichkeit, dass Team 1 gewinnt, liegt dabei bei 30 %.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Sportwetten als wachsender Markt und Definition der zentralen Forschungsfrage.
2. Begriffliche konzeptionelle Grundlage: Erläuterung der Marktstrukturen, theoretische Ansätze zum Nachfrageverhalten und Einordnung des aktuellen Forschungsstandes.
3. Empirische Untersuchung: Detaillierte Darstellung der gewählten Methodik (Online-Befragung), Durchführung der Datenerhebung sowie Präsentation und deskriptive Analyse der Ergebnisse.
4. Diskussion: Kritische Interpretation der erhobenen Daten im Kontext der eingangs aufgestellten Hypothese und Zusammenführung der Ergebnisse.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Reflexion der Grenzen der Studie und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Sportwetten, Rationalität, Homo oeconomicus, Wettverhalten, Risikobereitschaft, Geldgewinn, Online-Befragung, Nachfrageerklärung, Spielsucht, Wettmotiv, Ergebniswette, Live-Wette, Cash-Out, Motivationsanalyse, Sportmanagement
Die Arbeit analysiert die Rationalität des Wahlverhaltens bei Sportwetten, insbesondere in Bezug auf die Absichten und Beweggründe der Teilnehmer.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Verknüpfung von Wettmotiven (wie Geldgewinn oder Unterhaltung) mit dem tatsächlichen Wett- und Risikoverhalten der Nutzer.
Es wird untersucht, welche Absichten Menschen verfolgen, wenn sie Sportwetten platzieren, und ob sich Teilnehmer mit dem Motiv „Geldgewinn“ anders verhalten als solche, die aus Unterhaltungsgründen wetten.
Zur Erhebung der Daten wurde eine quantitative Online-Befragung mittels eines strukturierten Fragebogens durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise sowie die empirische Analyse und Diskussion der gewonnenen Daten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sportwetten, Rationalität, Wettverhalten, Risikobereitschaft, Motivationsanalyse und Homo oeconomicus.
Es stellt sich als ein dominierendes Motiv heraus und beeinflusst das Wettverhalten, wobei diese Teilnehmer tendenziell ein aktiveres Wettverhalten zeigen.
Teilnehmer, die nicht primär durch das Motiv Geldgewinn getrieben sind, zeigen in der Studie oft ein risikofreudigeres Verhalten als die Gruppe der gewinnorientierten Wettenden.
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