Akademische Arbeit, 2020
51 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
1.2 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT
2 METHODE
3 MASERN
3.1 SYMPTOME, DIAGNOSTIK UND KRANKHEITSVERLAUF
3.2 THERAPIE UND PRÄVENTION
3.3 MASERNINFEKTIONEN IN DEUTSCHLAND
3.4 MASERNINFEKTIONEN IM INTERNATIONALEN VERGLEICH
4 MASERNSCHUTZGESETZ
4.1 MAßNAHMEN IN DER VERGANGENHEIT
4.2 INHALTE DES GESETZES
4.3 MAßNAHMEN DES GESETZES
5 GRÜNDE DES (NICHT-) IMPFENS
6 MÖGLICHE CHANCEN DES GESETZES
6.1 ABBAU VON PRAKTISCHEN BARRIEREN
6.2 FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG DER BZGA
7 MÖGLICHE RISIKEN DES GESETZES
7.1 EINFÜHRUNG EINER (PARTIELLEN) IMPFPFLICHT
7.2 ZEITPUNKT DER EINFÜHRUNG
7.3 FALSCHE ZIELGRUPPE
7.4 IMPFPFLICHT FÜHRT NICHT ZWANGSLÄUFIG ZUR STEIGERUNG DER IMPFQUOTEN
7.5 VERFASSUNGSRECHTSKLAGEN
7.6 SONSTIGE RISIKEN
8 ALTERNATIVE MAßNAHMEN ZUR IMPFPFLICHT
8.1 ERINNERUNGS- UND RECALLSYSTEME
8.2 WIDERSPRUCHSLÖSUNG
8.3 VERBESSERUNG DES INFORMATIONSMATERIALS
8.4 VERPFLICHTENDER IMPFKURS FÜR ÄRZTE
9 DISKUSSION
10 FAZIT
Diese Bachelorarbeit analysiert kritisch das Masernschutzgesetz, indem sie dessen Chancen und Risiken aus Sicht verschiedener Zielgruppen untersucht. Ziel ist es, die Wirksamkeit der gesetzlichen Impfpflicht zu hinterfragen und auf Basis wissenschaftlicher Modelle alternative, nicht-zwangsbasierte Maßnahmen zur Steigerung der Impfquoten in Deutschland zu identifizieren.
3.1 Symptome, Diagnostik und Krankheitsverlauf
Masern zählen zu der ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen. Über 90 von 100 Menschen, die Kontakt zu einem Maserninfizierten haben und nicht immun sind, erkranken ebenfalls an Masern. Die Übertragung der Viren erfolgt über die Tröpfcheninfektion, also über das Husten, Niesen und Sprechen. Ein weiterer Ansteckungsweg geht aus dem Kontakt mit infektiösem Sekret aus der Nase oder dem Rachen einher. Die Inkubationszeit von Masern beträgt zwischen 10 und 14 Tagen. Einher geht die Erkrankung meist mit Fieber. Zusätzlich dazu können Schnupfen, Husten oder eine Bindehautentzündung auftreten. Nach einigen Tagen treten typischerweise Kopliksche Flecken auf. Dabei handelt es sich um weiße Flecken auf der Mundschleimhaut. Ebenfalls typisch ist ein bräunlich-rosafarbener Hautausschlag, der meist hinter den Ohren beginnt. Masern sind bereits drei bis fünf Tage vor dem Auftreten des Exanthems ansteckend. Nach einer Infektion besteht eine lebenslange Immunität.
Eine Maserninfektion kann nur schwer von Infektionen wie z.B. Röteln oder Scharlach unterschieden werden, weshalb eine Labordiagnostik unerlässlich ist. Dies kann z.B. durch oral fluid oder durch Abstriche des Nasen- oder Rachenraumes erfolgen.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Maserninfektionen und Zielformulierung der Arbeit zur Untersuchung der Chancen und Risiken des Masernschutzgesetzes.
2 METHODE: Beschreibung der angewandten Methodik, einer systematischen Literaturanalyse zur qualitativen Untersuchung des Themas.
3 MASERN: Darstellung medizinischer Grundlagen, Übertragungswege, Komplikationsraten sowie der epidemiologischen Situation in Deutschland und international.
4 MASERNSCHUTZGESETZ: Analyse der historischen Maßnahmen, der gesetzlichen Inhalte des Masernschutzgesetzes sowie dessen spezifischer Umsetzungsmaßnahmen.
5 GRÜNDE DES (NICHT-) IMPFENS: Theoretische Herleitung der Impfentscheidung anhand des 3C-Modells und der Weiterentwicklung zum 5C-Modell nach Betsch et al.
6 MÖGLICHE CHANCEN DES GESETZES: Erörterung der positiven Aspekte, insbesondere der Abbau praktischer Barrieren und die finanzielle Unterstützung der BzgA.
7 MÖGLICHE RISIKEN DES GESETZES: Kritische Auseinandersetzung mit der Impfpflicht, ihrer Zielgruppenauswahl, den rechtlichen Bedenken und dem potenziellen Ausbleiben von Impfquotensteigerungen.
8 ALTERNATIVE MAßNAHMEN ZUR IMPFPFLICHT: Vorstellung von Strategien wie Erinnerungssystemen, Widerspruchslösungen, verbessertem Informationsmaterial und ärztlichen Fortbildungen.
9 DISKUSSION: Zusammenfassende kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des Gesetzesziels der Masernelimination.
10 FAZIT: Abschließende Bewertung der Arbeit, die feststellt, dass trotz Kritik das Gesetz implementiert wurde, wobei alternative Ansätze weiterhin relevant bleiben.
Masernschutzgesetz, Impfpflicht, Masernelimination, 5C-Modell, Impfquote, Infektionsschutzgesetz, Gesundheitsvorsorge, Maserninfektionen, Herdenimmunität, Aufklärung, Patientenberatung, Ärztefortbildung, Erinnerungssysteme, Widerspruchslösung, Impfsurveillance
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit dem Masernschutzgesetz auseinander, welches 2020 in Deutschland eingeführt wurde, um die Impfquoten zu steigern.
Die Arbeit behandelt die medizinischen Grundlagen der Masern, die psychologischen Faktoren der Impfentscheidung (5C-Modell) sowie die Chancen und Risiken des Gesetzes im Vergleich zu alternativen Interventionsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, zu erörtern, ob eine staatliche Impfpflicht ein angemessenes Mittel zur Zielerreichung der Masernelimination ist und welche Alternativen auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse bestehen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die eine qualitative Untersuchung der Chancen und Risiken des Masernschutzgesetzes durchführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Einordnung, die Analyse des Gesetzesinhalts, die psychologische Fundierung der Impfentscheidung sowie eine kritische Abwägung der Risiken und die Vorstellung alternativer Ansätze.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Masernschutzgesetz, Impfpflicht, Impfquote, 5C-Modell, Herdenimmunität und verschiedene psychologische und gesundheitspolitische Ansätze zur Impfförderung.
Basierend auf dem Best Practice Modell wird argumentiert, dass alternative Maßnahmen wie Recall-Systeme oder aufsuchendes Impfen erst ausgeschöpft werden sollten, bevor die Impfpflicht als Ultima Ratio in Betracht gezogen wird.
Kritiker führen Verletzungen der Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Erziehung sowie Bedenken hinsichtlich der Berufsfreiheit und des Arzt-Patienten-Verhältnisses an.
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