Masterarbeit, 2019
61 Seiten, Note: 0
Einleitung
1. Allgemeine Erkennbarkeit böser Handlungen
1.1 Aus der Perspektive von Thomas von Aquin
1.2 Gemäß Hegels Ansichten
1.3 Vergleich beider Positionen
2. Das intrasubjektiv Böse
2.1 Aus der Perspektive von Thomas von Aquin
2.2 Gemäß Hegels Ansichten
2.3 Vergleich beider Positionen
3. Das intersubjektiv Böse
3.1 Aus der Perspektive von Thomas von Aquin
3.2 Gemäß Hegels Ansichten
3.3 Vergleich beider Positionen
4. Das Böse als unvermeidbares Element menschlicher Handlungen?
4.1 Aus der Perspektive von Thomas von Aquin
4.2 Gemäß Hegels Ansichten
4.3 Vergleich beider Positionen
4.4 Unvermeidbarkeit böser Handlungen aufgrund von Freiheit
Zusammenfassung/ abschließende Betrachtungen
Die Arbeit untersucht, ob böse menschliche Handlungen als unvermeidbares Element des Handelns betrachtet werden können, indem sie die philosophischen Ansätze von Thomas von Aquin und Georg Wilhelm Friedrich Hegel analysiert und durch Schellings Freiheitsbegriff ergänzt.
1.1 Aus der Perspektive von Thomas von Aquin
Gemäß der Thomasinterpretation seitens des Philosophen Robert Spaemann sind böse, also schlechte Handlungen anhand der menschlichen Natur erkennbar oder anders ausgedrückt daran, was für den Erhalt der Gattung Mensch in der Regel abträglich ist bzw. deren gutem Leben üblicherweise schadet. Der Begriff gut ist im Sinne einer gedeihlichen Entwicklung des Einzelnen gemeint, wobei es selbstverständlich von der geistigen wie körperlichen Verfassung des jeweiligen Menschen abhängt, was im Einzelnen gut/ gedeihlich für ihn ist.
Damit wird, Spaemanns weiterer Interpretation von Thomas zufolge, besonders deutlich, aus welchem Grund schlechtes Handeln als unvernünftig bezeichnet wird. Dies erscheint umso selbstverständlicher unter der Voraussetzung, dass Menschen zwangsläufig die Erfahrung machen, aufgrund ihrer natürlichen körperlichen Verfassung Luft atmen zu müssen oder beispielsweise Essen zu sich zu nehmen, um nicht zu verhungern.
Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob böses Handeln ein unvermeidbarer Teil menschlichen Verhaltens ist, und definiert den theoretischen Rahmen durch Thomas von Aquin, Hegel und Schelling.
1. Allgemeine Erkennbarkeit böser Handlungen: In diesem Kapitel werden Kriterien erarbeitet, anhand derer schlechtes Handeln objektiv oder gesellschaftlich als solches identifiziert werden kann.
2. Das intrasubjektiv Böse: Dieser Teil analysiert die internen Ursachen bösen Handelns, insbesondere die Rolle des eigenen Wollens und mangelnder Vernunft beim Einzelnen.
3. Das intersubjektiv Böse: Hier steht die Untersuchung äußerer Einflüsse im Vordergrund, wie etwa die Prägung durch Mitmenschen oder Lebenssituationen, die zu bösem Verhalten führen können.
4. Das Böse als unvermeidbares Element menschlicher Handlungen?: Das Kapitel diskutiert, ob böses Handeln aufgrund menschlicher Freiheit und Prägung als notwendiger Bestandteil des Handelns betrachtet werden muss.
Zusammenfassung/ abschließende Betrachtungen: Das Fazit reflektiert die zentralen Ergebnisse der Untersuchung und betont die Bedeutung von Verantwortung trotz der Unvermeidbarkeit menschlicher Neigungen zum Schlechten.
Böses Handeln, Thomas von Aquin, Hegel, Schelling, Willensfreiheit, Unvermeidbarkeit, intrasubjektiv, intersubjektiv, menschliche Natur, sittliches Handeln, Schuld, Vernunft, Ethik, moralische Verantwortung, Handlungsoptionen.
Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung, warum Menschen böse bzw. schlechte Handlungen begehen und ob dieses Verhalten als fester, unvermeidbarer Bestandteil menschlicher Handlungen gesehen werden kann.
Zentral sind die Erkenntnis von Bösartigkeit, die Unterscheidung zwischen intrasubjektiven (inneren) und intersubjektiven (äußeren) Ursachen sowie die Rolle der Freiheit in Bezug auf moralisches Fehlverhalten.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und inwieweit böses Handeln ein unvermeidbares Element menschlicher Handlungsvermögen darstellt und welche Rolle dabei die eigene Entscheidung bzw. äußere Umstände spielen.
Es wird eine komparative philosophische Analyse der Werke von Thomas von Aquin, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und ergänzend Friedrich Wilhelm Joseph Schelling durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Erkennbarkeit, die Analyse innerer (intrasubjektiver) und äußerer (intersubjektiver) Hintergründe sowie die Prüfung der Unvermeidbarkeit des Bösen durch den Freiheitsbegriff.
Wichtige Begriffe sind Böses Handeln, Willensfreiheit, Unvermeidbarkeit, Schuld, sittliches Handeln sowie die genannten Philosophen Thomas von Aquin, Hegel und Schelling.
Während Thomas von Aquin stark auf das vernunftgemäße Handeln zum Erhalt der Gattung und auf Tugenden fokussiert, betrachtet Hegel böses Handeln stärker im Kontext gesellschaftlicher Maximen, staatlicher Gesetze und der individuellen Freiheit.
Schelling wird herangezogen, um zu verdeutlichen, dass Freiheit im Denken und Handeln notwendigerweise die Möglichkeit zum Bösen einschließt, da ohne die Wahlmöglichkeit zwischen Gut und Böse kein wahrhaft sittliches Handeln existieren würde.
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