Bachelorarbeit, 2018
35 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsbestimmungen
2.1 Wirtschaftsprüfung
2.2 Quantitative Forschung
2.3 Qualitative Forschung
3. Gegenüberstellung von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden
4. Bedeutung der qualitativen Forschung für die Wirtschaftsprüfungsforschung
5. Qualitätskriterien der qualitativen Forschung
5.1 Credibility
5.2 Transferability
5.3 Dependability
5.4 Confirmability
6. Triangulation
6.1 Data-Triangulation
6.2 Investigator-Triangulation
6.3 Theory-Triangulation
6.4 Within-method-Triangulation
6.5 Between-method-Triangulation
7. Sampling
7.1 Purposive Sampling
7.2 Theoretical Sampling
7.3 Convenience Sampling
7.4 Extreme Cases
7.5 Critical Cases
8. Empirischer Forschungsteil
8.1 Ziel der Auswertung
8.2 Suchverlauf
8.3 Ergebnisse der Auswertung
8.3.1 Allgemein inhaltliche Ergebnisse
8.3.1.1 Qualitative Artikel pro Jahr
8.3.1.2 Autoren
8.3.1.3 Ort der Forschung
8.3.1.4 Forschungsdesign
8.3.1.5 Daten Erhebungsmethoden
8.3.1.6 Sampling
8.3.2 Qualitative Beurteilung der Artikel
8.3.2.1 Qualitätskriterien der Qualitativen Forschung
8.3.2.2 Credibility Maßnahmen
8.3.2.3 Dependability Maßnahmen
8.3.2.4 Confirmability Maßnahmen
8.3.2.5 Triangulations Ergebnisse
9. Resümee
9.1 Zusammenfassung und Diskussion
9.2 Implikationen für Forschung und Praxis
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung und Anwendung qualitativer Forschungsmethoden in der Wirtschaftsprüfungsforschung zu untersuchen, indem sie diese den quantitativen Ansätzen gegenüberstellt und anhand eines Kriterienkatalogs nach Lincoln und Guba evaluiert. Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern tragen die Qualitätskriterien nach Lincoln und Guba zur Qualitätssicherung in der qualitativen Wirtschaftsprüfungsforschung bei?
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
Die Anzahl an Artikel der Wirtschaftsprüfungsforschung welche jährlich veröffentlicht werden steigt kontinuierlich an. Gründe für das Ansteigen der Publikationen können das Inkrafttreten des Sarbanes-Oxley Act (SOX) im Jahr 2002 und die Einführung der International Financial Reporting Standards (IFRS) in der Europäischen Union sein. Besonders Artikel in denen qualitative Forschungsmethoden verwendet werden erlangen immer mehr an Bedeutung. Dies zeigt sich auch dadurch, dass die Veröffentlichungen in Journalen mit qualitativer Forschung beständig zugenommen haben.
Womöglich, ist es eine soziologische Tatsache, dass insbesondere die Forschungsfelder des Controllings und der Wirtschaftsprüfung viele Wissenschaftler anzieht, die öfter Zahlen und Statistiken affin sind und dadurch das Feld der Forschung prägen. Dies spiegelt sich auch dadurch wieder, dass traditionell mehr quantitative als qualitative Forschungsmethoden in der Wirtschaftsprüfungsforschung zum Einsatz kommen.
Allerdings sind qualitative Forschungsmethoden oft die Quelle fundierter, reichhaltiger Beschreibungen und Erklärungen von Prozessen in identifizierbaren lokalen Kontexten. Mit qualitativen Daten kann der chronologische Ablauf bewahrt werden, zudem können Forscher genau erkennen, welche Ereignisse zu welchen Konsequenzen führten und fruchtbare Erklärungen ableiten. Gute qualitative Daten führen dann auch eher zu zufälligen Befunden und zu neuen Integrationen. Gleichwohl schreibt schon Mintzberg, dass es möglich ist, alle Arten von Beziehungen in „harten“ quantitativen Daten aufzudecken, aber nur durch die Verwendung „weicher“ qualitativer Daten können diese auch erklärt werden.
In der Vergangenheit, wurde eine Voreingenommenheit von Topjournalen gegenüber qualitativer Forschung angenommen. Shah und Corley dementieren und erklären, dass die meisten Redakteure ein gesteigertes Interesse an hochwertiger qualitativer Forschung zeigen. Die Schlagworte hier sind "hohe Qualität", denn viele Journalredakteure sehen sich mit schlecht durchgeführter qualitativer Forschung konfrontiert, die nicht abgelehnt werden muss, weil sie qualitativ basiert, sondern einfach deshalb, weil ihre Strenge nicht den hohen Standards des Journals entspricht. Damit dieses Problem gelöst werden kann, schlagen Lincolns und Guba das Konzept der Qualitätskriterien vor.
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Ausgangssituation der zunehmenden Publikationen in der Wirtschaftsprüfung dar, leitet daraus die Forschungsfrage ab und erläutert die Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffsbestimmungen: Hier werden die zentralen Begriffe Wirtschaftsprüfung, quantitative sowie qualitative Forschung definiert und in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet.
3. Gegenüberstellung von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden: Das Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Ansätze, beleuchtet ihre Vor- und Nachteile und erörtert, warum beide Methoden für ein vollständiges Verständnis von Phänomenen wertvoll sein können.
4. Bedeutung der qualitativen Forschung für die Wirtschaftsprüfungsforschung: Es wird die historische und aktuelle Relevanz qualitativer Ansätze im Bereich der Wirtschaftsprüfung diskutiert und der Stellenwert in akademischen Journalen beleuchtet.
5. Qualitätskriterien der qualitativen Forschung: Dieser Abschnitt führt den von Lincoln und Guba entwickelten Kriterienrahmen (Credibility, Transferability, Dependability, Confirmability) als Standard für die Qualitätssicherung ein.
6. Triangulation: Das Kapitel erläutert Triangulation als methodisches Werkzeug zur Steigerung der Glaubwürdigkeit und stellt die fünf verschiedenen Formen nach Denzin vor.
7. Sampling: Hier werden diverse Auswahlverfahren (Sampling) für qualitative Forschung vorgestellt, darunter Purposive, Theoretical, Convenience, Extreme und Critical Case Sampling.
8. Empirischer Forschungsteil: Dieser Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Auswertung von 210 Fachartikeln bezüglich ihrer methodischen Qualität, der verwendeten Triangulations- und Sampling-Strategien sowie demografischer Aspekte.
9. Resümee: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Ergebnisse kritisch und formuliert Implikationen für die zukünftige Forschung und Praxis.
Wirtschaftsprüfungsforschung, Qualitative Forschung, Quantitative Forschung, Qualitätskriterien, Lincoln und Guba, Credibility, Transferability, Dependability, Confirmability, Triangulation, Sampling, empirische Forschung, Datenanalyse, Auditing, Forschungsmethodik.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Qualität von qualitativer Forschung im Bereich der Wirtschaftsprüfung und untersucht, wie diese durch spezifische Gütekriterien und Methoden abgesichert wird.
Zentrale Themen sind die Gegenüberstellung quantitativer und qualitativer Ansätze, die Bedeutung der Qualitätskriterien nach Lincoln und Guba sowie die Anwendung von Triangulations- und Sampling-Strategien.
Das Ziel ist es, die Bedeutsamkeit qualitativer Forschung aufzuzeigen und zu klären, inwiefern die Qualitätskriterien nach Lincoln und Guba zur Qualitätssicherung in der qualitativen Wirtschaftsprüfungsforschung beitragen.
Es wurde eine empirische Analyse von 210 Fachartikeln durchgeführt, wobei ein 28 Kriterien umfassender Katalog in Anlehnung an Hlady-Rispal und Jouison-Laffitte zur Bewertung herangezogen wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Forschungskriterien und Methoden (Triangulation/Sampling) sowie eine umfangreiche empirische Auswertung der Publikationspraxis.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie qualitative Forschung, Qualitätskriterien, Credibility, Triangulation und Wirtschaftsprüfung geprägt.
Die Autoren betonen, dass Credibility und Dependability eng miteinander verknüpft sind, wobei keine Glaubwürdigkeit ohne die nachgewiesene Konstanz der Daten (Dependability) existieren kann.
Die Analyse zeigt, dass Frauen in der Wirtschaftsprüfungsforschung weiterhin stark unterrepräsentiert sind, wobei nur ein Drittel der Autoren der untersuchten Artikel weiblich war.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Forscher aus englischsprachigen Ländern einen signifikanten Vorteil bei der Publikation qualitativer Artikel haben, da diese Studien oft ein anspruchsvolles Vokabular erfordern.
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