Bachelorarbeit, 2020
69 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen für die Veränderungskommunikation
2.1 Grundlagen des Change-Managements
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Ursachen und Gründe für Change-Management
2.1.3 Ziele und Aufgabe des Change-Managements
2.1.4 Grundlegende Phasenmodelle im Change-Management
2.2 Veränderungskommunikation als zentrales Element des Change-Managements
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Ziel und Aufgabe der Veränderungskommunikation
2.2.3 Medien- und Methodeneinsatz
3 Emotionen in Veränderungsprozessen
3.1 Emotionen aus Sicht der Psychologie
3.2 Auswirkungen von Emotionen innerhalb der Veränderungsprozesse in Unternehmen
3.3 Emotionale Reaktionen von Mitarbeitern – Phasenmodell von Roth
3.4 Maßnahmen zur Beeinflussung der Hauptemotionen nach Roth auf Grundlage der Veränderungskommunikation
4 Analyse der zusammengefügten Modelle von Lewin, Roth und Deutinger aus der verhaltensökonomischen Perspektive
4.1 Grundlagen der Verhaltensökonomie
4.2 Analyseinstrument der Verhaltensökonomie – Heuristiken und kognitive Verzerrungen
4.3 Analyse
5 Handlungsempfehlung für die Veränderungskommunikation aus der verhaltensökonomischen Perspektive
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Forschungslücke zwischen der Verhaltensökonomie und der Veränderungskommunikation, um ein tieferes Verständnis für das Mitarbeiterverhalten während betrieblicher Wandlungsprozesse zu entwickeln. Ziel ist die Ableitung ergänzender Handlungsempfehlungen für Führungskräfte, um Veränderungsvorhaben durch die Berücksichtigung psychologischer Faktoren erfolgreicher zu gestalten.
Ablehnung – Status-quo-Bias
In der ersten Phase „Auftauen (unfreezing)“ können laut Beck aus der verhaltensökonomischen Perspektive Widerstände auftreten, die zur Ablehnung des Veränderungsprozesses führen. Die ablehnende Grundeinstellung der Mitarbeiter lässt sich mit den ersten zwei Phasen von dem Modell Roth veranschaulichen, in denen die Hauptemotionen Sorge und Angst auftreten, die aufgrund fehlender Information und Unsicherheit über den bevorstehenden Veränderungsprozess ausgelöst werden. Um dieser Ablehnung der Mitarbeiter entgegenzuwirken, verfolgt die Veränderungskommunikation das Ziel, die Mitarbeiter ausgiebig zu informieren und aufzuklären, was die Stufe eins „Information“ und zwei „Erklärung“ in dem Modell von Deutinger darstellt. Um die Ursache der Ablehnung besser verstehen zu können, wird diese im Folgenden aus der verhaltensökonomischen Perspektive beleuchtet, die mit der systematischen Verzerrung des „Status-quo-Bias“ einhergeht.
Der Status-quo-Bias stellt eine systematische Verzerrung dar und besagt, dass Menschen keine Veränderungen mögen und stets ihren bestehenden Zustand bevorzugen. Bei der Wahl zwischen dem bestehenden Zustand und einer Veränderung präferieren sie stets ihren bestehenden Zustand. Im Folgenden werden weitere verhaltensökonomische Erklärungsansätze für den Status-quo-Bias aufgezeigt. Ein Erklärungsansatz liefert die „Verlustaversion“, die besagt, dass ein Verlust doppelt so stark empfunden wird als ein Gewinn. Wird das Verabschieden des Status quo als Verlust empfunden, so weist dies einen doppelt so hohen Verlust auf als der Gewinn der Veränderung. Dies erklärt auch, warum am bestehenden Zustand während eines Veränderungsprozesses festgehalten wird. Menschen entscheiden sich meist für das, was sie kennen, statt schwierige Vergleiche der Alternativen vorzunehmen.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung und Relevanz von Veränderungsprozessen sowie die Forschungsfrage zur Verknüpfung von Verhaltensökonomie und Veränderungskommunikation.
2 Theoretische Grundlagen für die Veränderungskommunikation: Erläutert Change-Management-Konzepte und die Rolle der Kommunikation als zentrales Steuerungselement.
3 Emotionen in Veränderungsprozessen: Analysiert die psychologischen Auswirkungen von Wandel auf Mitarbeiter und stellt das Phasenmodell von Roth vor.
4 Analyse der zusammengefügten Modelle von Lewin, Roth und Deutinger aus der verhaltensökonomischen Perspektive: Verknüpft klassische Phasenmodelle mit verhaltensökonomischen Erkenntnissen über Heuristiken und kognitive Verzerrungen.
5 Handlungsempfehlung für die Veränderungskommunikation aus der verhaltensökonomischen Perspektive: Leitet konkrete Maßnahmen ab, um durch verhaltensökonomische Ansätze wie Nudging die Akzeptanz zu erhöhen.
6 Fazit: Fasst zusammen, dass die Berücksichtigung emotionaler Faktoren und das Miteinkalkulieren systematischer Verzerrungen maßgeblich für den Erfolg von Change-Projekten sind.
Veränderungskommunikation, Change-Management, Verhaltensökonomie, Mitarbeiterverhalten, Emotionen, Status-quo-Bias, Bestätigungsirrtum, Nudging, Phasenmodell, Rückschaufehler, Überoptimismus, Herdeneffekt, Entscheidungsforschung, Unternehmenskultur, System I und System II.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Veränderungskommunikation in Unternehmen, indem psychologische und verhaltensökonomische Erkenntnisse über das menschliche Verhalten in Change-Prozesse integriert werden.
Zu den Schwerpunkten zählen das Change-Management, die Emotionspsychologie, die Analyse kognitiver Verzerrungen (Biases) sowie die Ableitung von konkreten Kommunikationsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie verhaltensökonomische Ansätze genutzt werden können, um Handlungsempfehlungen für die Veränderungskommunikation innerhalb eines Change-Managements zu verbessern.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, in der bestehende Phasenmodelle mit verhaltensökonomischen Modellen (insbesondere von Hanno Beck) zusammengeführt werden.
Der Hauptteil analysiert emotionale Reaktionen von Mitarbeitern, ordnet diese Phasenmodellen zu und untersucht, wie spezifische kognitive Verzerrungen (z.B. Status-quo-Bias) das Verhalten hemmen.
Wichtige Begriffe sind Veränderungskommunikation, Nudging, kognitive Verzerrungen, Change-Management und Mitarbeiterverhalten.
Nudging dient als sanfte Steuerungsmethode, um Mitarbeiter ohne Zwang bei Veränderungsvorhaben zu unterstützen, indem es die Entscheidungsarchitektur so anpasst, dass der Wandel positiv wahrgenommen wird.
Da Mitarbeiter bei Veränderungen oft Ängste oder Widerstände entwickeln, kann eine gezielte emotionale Kommunikation helfen, diese zu kanalisieren und in eine produktive Haltung oder Selbstvertrauen umzuwandeln.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

