Magisterarbeit, 2014
86 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Das Problem der Definition
3 Historischer Hintergrund des Genres
3.1 Entstehungsgeschichte
3.2 Die Lange Geschichte der SF
3.2.1 Die Anfänge: Gilgamesh und die Mystische SF
3.2.2 Science Fiction in der Antike
3.2.3 Das Kopernikanische Weltbild und die SF
3.3 Eine Kurze Geschichte der SF
3.3.1 Mary Shelley
3.3.2 Die moderne SF und W. Wilson 1851
3.3.3 Jules Verne und H.G. Wells
3.3.4 Spanien zwischen Ciencia Ficción und Protociencia Ficción
3.3.5 Enrique Gaspar und die SF Novelle
3.3.6 Nilo María Fabra und die Kurzgeschichten
3.3.7 Der Jahrhundertwechsel und das Silberne Zeitalter
3.4 Gernsback und die Geburt der Genre SF
3.4.1 Blütezeit des Pulp - Spanien und die USA von 1920-1960
3.4.1.1 Die 1920er in Spanien:
3.4.1.2 Die USA in den 1930er – 50er Jahren: Das Goldene Zeitalter der Pulp SF
3.4.1.3 Die 1950er Spaniens und die Novelas de a Duro
3.4.2 1960-1980 New Wave und die Identitätssuche der spanische SF
3.4.2.1 New Wave: Die USA der 1960er & 1970er
3.4.2.2 Die 1960er & 1970er Spaniens: Vom Pulp zu literarischer Qualität
3.4.3 1980 Cyberpunk und die spanische Space Opera
3.4.3.1 Die USA der 1980er: Computerrevolution und Cyberpunk
3.4.3.2 Die 1980er Spaniens und die „neue“ SF:
3.4.4 1990 - ... 'British Boom' und Spanien im Goldenen Zeitalter
3.4.4.1 Aufbruch in die Postmoderne: Die 1990er und die „New British Writers“
3.4.4.2 Das Millenium und der Genre-Mix
3.4.4.3 Die 1990er, das goldene Zeitalter der spanischen SF
3.4.4.4 Nach dem Boom: Der Milleniumswechsel in Spanien
4 Analyse ausgewählter spanischer SF Literatur
4.1 Einsatzmöglichkeiten von Wissen und Technologie:
4.2 Mundos en el Abismo
4.2.1 Analyse der Textualisierung von Wissenschaft und Technologie
4.2.2 Das Raumschiff
4.2.3 Genetische Manipulation
4.2.4 Kommunikation
4.3 Sagrada: La Dama Dragón
4.3.1 Analyse der Textualisierung von Wissenschaft und Technologie
4.3.2 Luna
4.3.3 María
4.3.4 Thorn
5 Ausblick
Interview mit Juan Miguel Aguilera
Diese Arbeit untersucht die enge, oft übersehene Verbindung zwischen Wissenschaft, Technologie und Unterhaltungsliteratur, insbesondere im Genre der Science Fiction (SF). Im Zentrum steht dabei die Analyse, wie spanische SF-Autoren diese Themen in ihre Werke integrieren, um gesellschaftliche Entwicklungen zu reflektieren und die Identität des Menschen im Kontext technologischen Fortschritts zu hinterfragen.
4.2 Mundos en el Abismo
Geschrieben von Juan Miguel Aguilera und Javier Redal in 1988 bildet Mundos en el Abismo mit seinem 1989 erschienen zweiten Teil Hijos de la Eternidad einen in sich schlüssigen Roman, der jedoch aus editorischen Gründen geteilt wurde. Sie formen Teil der neuen SF-Generation Spaniens, die mit Werken extraordinärer literarischer Qualität aufwarten. Überdies ist an dem Werk außergewöhnlich, dass es eindeutig der Hard-SF zugeordnet wird, ein Umstand, der unter spanischen Arbeiten der Gattung eher selten ist. Fernerhin lässt sich die Novelle der Space Opera zuordnen, einem Subgenre, dass (zumindest in der Vergangenheit) nicht unbedingt für seine realitätsgetreue Darstellung von Wissenschaft und Technologie bekannt war, eher das Gegenteil war der Fall. Doch die Autoren haben es erfolgreich gemeistert den Anspruch der Realitätsnähe der Hard-SF auf die Kulisse der Space Opera zu münzen. Des Weiteren bemerkenswert ist die Anspielung der Autoren auf den der Hard-SF angedichteten Lehrbuchcharakter, indem hin und wieder Datentabellen in den Text integriert werden. Außerdem ist eine Sternenkarte sowie Skizzen der Struktur der 'Sphäre', dem Aufbau der Vajra und Juggernauts sowie Colmeneros im Anhang beigefügt. Zu guter Letzt sollte auf den Glossar hingewiesen werden, der Erklärungen zu den vielen im Buch gebrauchten hinduistischen Wörtern gibt, die den Text schmücken, um auf die indische Abstammung der Völker des Sternensystems hinzuweisen.
Mundos en el Abismo, im Folgenden abgekürzt als Mundos, spielt in Akasa-Puspa, einer weit entfernten Galaxie und einer noch weiter entfernten Zukunft. Die Welten Akasa-Puspas liegen so dicht beieinander, dass sie die interplanetare Raumfahrt ermöglichen und das bereits mit primitivster Technik. Das letzte Imperium befindet sich im Niedergang und die barbarischen Utsarpini ringen mit der 'Bruderschaft' um die politische Macht als der Wissenschaftler Jonás Chandragupta dazu beordert wird, sich auf den Weg zu machen das interplanetare Transportsystem, die Rickshaws, zu begutachten, da diese ungewöhnlichen Störungen zum Opfer fallen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Thematik der Zusammenführung von Wissenschaft und Unterhaltungsliteratur ein und definiert Science Fiction als literarische Gattung, die eine besondere Textualisierung von wissenschaftlichen Themen vollzieht.
2 Das Problem der Definition: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeit, eine umfassende Definition für das Science-Fiction-Genre zu finden, da es sich um kein homogenes Genre handelt und oft Definitionskonflikte zwischen „Science“ und „Fiction“ bestehen.
3 Historischer Hintergrund des Genres: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über die komplexe Entstehungsgeschichte der Science Fiction und untersucht, wie verschiedene Epochen, von der Antike bis zur Industriellen Revolution, das Genre geprägt haben.
4 Analyse ausgewählter spanischer SF Literatur: Dieser Hauptteil analysiert, wie in konkreten spanischen Werken wissenschaftliche Theorien und technologische Errungenschaften verarbeitet werden und welche Rolle diese als „Novum“ für die Erzählstruktur spielen.
5 Ausblick: Der Ausblick resümiert die aktuelle Bedeutung der SF im 21. Jahrhundert, betont ihren stetigen Wandel und ihre Funktion als komplexes System zur Reflexion menschlicher Hoffnungen und Ängste im Spiegel des Fortschritts.
Science Fiction, spanische Literatur, Technologie, Wissenschaft, Hard-SF, Cyberpunk, Novum, Gesellschaftskritik, Identität, Cyborg, Raumfahrt, Evolution, Zukunft, Literaturanalyse, Genre-Mix
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren Darstellung in der Science-Fiction-Literatur, wobei der Fokus gezielt auf dem spezifischen Beitrag spanischer SF-Autoren liegt.
Zentral sind die historische Einordnung des Genres, das Spannungsfeld zwischen „Hard-SF“ und fantastischen Elementen sowie die Analyse, wie Technologie genutzt wird, um soziale und menschliche Identitätsfragen zu ergründen.
Ziel ist es, die spezifische „Textualisierung“ von Wissenschaft und Technologie zu ergründen und aufzuzeigen, wie spanische Autoren, trotz historischer Marginalisierung, eine eigenständige und qualitativ hochwertige SF-Produktion etablieren konnten.
Der Autor nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, kombiniert mit einer historischen Untersuchung des Genrewandels und einer gezielten Textanalyse der „Nova“ (neuartige Elemente) in spezifischen spanischen Werken.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Werken wie „Mundos en el Abismo“ und „Sagrada“, wobei detailliert untersucht wird, wie Aspekte wie genetische Manipulation, Kommunikation und das Raumschiff als technologische Elemente in die Handlung integriert werden.
Wichtige Begriffe sind Science Fiction, spanische Literatur, Technologie, Cyberpunk, Hard-SF, Novum, Gesellschaftskritik und die Identitätskonstruktion durch Mensch-Maschine-Fusion.
Das „Novum“ dient als methodischer Ankerpunkt, um den „Punkt der Andersartigkeit“ in einem Text zu identifizieren, der ihn von der realen Welt trennt und somit den narrativen Motor der wissenschaftlichen Spekulation darstellt.
Der Autor sieht die spanische SF in einer Phase der Konsolidierung und Identitätsfindung, in der sie sich von den angelsächsischen Vorbildern emanzipiert und zunehmend eigene, soziopolitisch relevante Themenkomplexe erschließt.
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