Bachelorarbeit, 2016
65 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Paarbeziehungen – ein Thema zwischen Soziologie und Psychologie
2.1 Die Rational-Choice-Theorie
2.2 Einschränkungen der RC- Theorie durch die Kognitionspsychologie
3 Ökonomisch orientierte Theorien der Partnerschaft
3.1 Definition: Aufrechterhaltung von Paarbeziehungen
3.2 Der austauschtheoretische Ansatz
3.2.1 Interdependenztheorie
3.2.2 Equity-Theorie
3.2.3 Investitionsmodell
3.2.4 Kritik an der sozialen Austauschtheorie
3.3 Der familienökonomische Ansatz
3.3.1 Überlegungen zur Partnersuche
3.3.2 Matching als Voraussetzung für eine stabile Paarbeziehung
3.3.2.1 Homogamie
3.3.2.2 Einkommenserwerb und Arbeitsaufteilung als Sonderfall
3.3.3 Investitionen
3.3.4 Kritik an der familienökonomischen Theorie
3.4 Zusammenfassung und Gegenüberstellung der beiden Ansätze
3.5 Einschränkung der ökonomisch orientierten Theorien
4 Alternative Erklärungsansätze für die Aufrechterhaltung von Beziehungen
4.1 Der lern- und verhaltenstheoretische Ansatz
4.2 Der bindungstheoretische Ansatz
5 Diskussion
5.1 Die Rolle der Emotionen und der Liebe
5.2 Vergleich der verschiedenen theoretischen Ansätze
5.2.1 Psychologische versus soziologische Erklärungsansätze
5.2.2 Methodische Einschränkungen
5.2.3 Der Erklärungswert für die Aufrechterhaltung von Paarbeziehungen
6 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht den Erklärungswert ökonomisch orientierter Theorien – insbesondere des austauschtheoretischen und des familienökonomischen Ansatzes – für die Stabilität und Aufrechterhaltung von Paarbeziehungen.
3.3.2.1 Homogamie
Nach der familienökonomischen Theorie existieren mehrere Gründe, welche zu einer homogamen Paarbildung führen. Diese beziehen sich allesamt auf den Partnermarkt und dessen Wirkmechanismen. Für die vorliegende Fragestellung ist es relevant zu klären, inwiefern Homogamie bezüglich bestimmter Merkmale zur Beziehungsstabilität beiträgt.
In Bezug auf das Alter sind die empirischen Ergebnisse nicht eindeutig. So zeigte beispielsweise die Studie von Bereczkei und Csanaky (1996) ein geringeres Scheidungsrisiko in altershomogamen Partnerschaften, während andere Studien keinen Zusammenhang zwischen Altershomogamie und Beziehungsstabilität nachweisen konnten (Arránz Becker, 2008; Wu & Penning, 1997).
Bezüglich der konfessionellen Homogamie, welche gemäß der familienökonomischen Theorie ebenfalls einen beziehungsstabilisierenden Effekt haben soll (Becker, 1991), zeichnet sich dagegen ein relativ eindeutiges empirisches Bild ab: Unterschiedliche Konfessionen der Partner erhöhen die Trennungswahrscheinlichkeit (Heaton, 2002; Kalmijn, de Graaf, & Janssen, 2005), während Paare mit gleicher Religionszugehörigkeit eine geringere Trennungswahrscheinlichkeit aufweisen (Weiss & Willis, 1997). Eine Ausnahme bilden hierbei nur die Beziehungen, in denen beide Partner gleichermaßen konfessionslos sind. Hier zeigt sich ein deutlich erhöhtes Scheidungsrisiko (Kalmijn et al., 2005), was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass unreligiöse Personen sich insgesamt häufiger scheiden lassen als religiöse.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Paarbeziehungen ein, stellt die Forschungsfrage nach dem Erklärungswert ökonomischer Theorien und umreißt den methodischen Aufbau der Analyse.
2 Paarbeziehungen – ein Thema zwischen Soziologie und Psychologie: Dieses Kapitel verortet das Thema interdisziplinär, führt in die Rational-Choice-Theorie ein und diskutiert deren kognitionspsychologische Grenzen.
3 Ökonomisch orientierte Theorien der Partnerschaft: Hier werden der austauschtheoretische sowie der familienökonomische Ansatz detailliert vorgestellt, kritisch beleuchtet und in ihrer Anwendung auf die Paarstabilität analysiert.
4 Alternative Erklärungsansätze für die Aufrechterhaltung von Beziehungen: Dieser Abschnitt ergänzt die soziologischen Modelle um psychologische Perspektiven, specifically durch den lern- und verhaltenstheoretischen sowie den bindungstheoretischen Ansatz.
5 Diskussion: Dieses Kapitel vergleicht die Ansätze, beleuchtet die Rolle von Emotionen und Liebe und hinterfragt die methodischen Einschränkungen der bisherigen Forschung.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Eignung der ökonomischen Theorien zur Vorhersage von Beziehungsstabilität und weist auf notwendige zukünftige interdisziplinäre Integrationen hin.
Paarbeziehungen, Beziehungsstabilität, Ökonomische Theorie der Familie, Soziale Austauschtheorie, Rational Choice, Partnerwahl, Commitment, Ehegewinn, Heiratsmarkt, Bindungstheorie, Scheidungsrisiko, Arbeitsteilung, Matching-Hypothese, Investitionsmodell, Emotionen
Die Arbeit analysiert, inwieweit ökonomisch geprägte Theorien, wie der austauschtheoretische und familienökonomische Ansatz, die Aufrechterhaltung und Stabilität von romantischen Paarbeziehungen wissenschaftlich erklären können.
Die zentralen Felder umfassen die Kosten-Nutzen-Analyse in Beziehungen, die Bedeutung von Commitment, die Mechanismen auf dem Heiratsmarkt sowie die vergleichende Einordnung dieser Aspekte in psychologische Bindungs- und Lerntheorien.
Das primäre Ziel ist es, den Erklärungswert ökonomisch orientierter Theorien für die Aufrechterhaltung von Paarbeziehungen zu prüfen, um zu verstehen, welche Faktoren zu Stabilität oder Trennung führen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse, bei der existierende soziologische und psychologische Modelle auf ihre Vorhersagekraft hin geprüft und mit empirischen Forschungsergebnissen aus der Literatur abgeglichen werden.
Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen (Rational Choice) gelegt, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung der ökonomischen Partnerschaftstheorien (Austausch, Investition, Produktion). Danach werden alternative psychologische Erklärungsmodelle zur Ergänzung herangezogen.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Beziehungsstabilität, Rational Choice, familienökonomischer Ansatz, soziale Austauschtheorie und Commitment charakterisieren.
Die Homogamie – also die Ähnlichkeit zwischen Partnern in Merkmalen wie Alter, Bildung oder Religion – gilt laut der familienökonomischen Theorie als Indikator für einen höheren "Ehegewinn" und damit als stabilisierender Faktor für eine Partnerschaft.
Das Investitionsmodell von Rusbult erklärt, dass Menschen trotz niedriger Zufriedenheit in einer Beziehung bleiben, wenn hohe materielle oder immaterielle Investitionen (wie gemeinsame Kinder oder Vermögen) getätigt wurden, da diese als Trennungsbarrieren fungieren.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ökonomisch orientierte Theorien zwar gut darin sind, Stabilität objektiv zu erklären, aber die emotionalen, kognitiven und affektiven Aspekte menschlicher Bindungen – wie die Liebe – vernachlässigen, weshalb eine interdisziplinäre Betrachtung für ein ganzheitliches Verständnis essenziell ist.
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