Masterarbeit, 2020
98 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation zur Energieeffizienzsteigerung von Gebäuden
1.2 Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Energiebilanz eines Gebäudes
2.1.1. Nutzenergiebedarf
2.1.2. Endenergiebedarf
2.1.3. Primärenergiebedarf
2.2 Energieeffizienz in Wohngebäuden
2.2.1. Der Energieausweis
2.3 Gebäudehülle
2.3.1. Transmissionsverluste
2.3.2. Lüftungsverluste
2.4 Messmethoden im Bestand
2.4.1. Thermografie
2.4.2. Blower-Door-Messung
2.5 Anlagentechnik
2.5.1. Solarenergie
3 Bestandsanalyse
3.1 Gebäudenutzfläche und Volumen
3.2 Gebäudetechnische Anlagen
3.2.1. Ölheizung
3.2.2. Regenwassernutzung
3.2.3. Solarthermieanlage
4 Verbrauchsdatenanalyse
4.1 Endenergiebedarf Wärme und Warmwasser
4.1.1. Heizöl
4.1.2. Holzbriketts
4.1.3. Holz
4.1.4. Pelletheizung
4.2 Hilfsenergie
4.2.1. Warmwasser
4.2.2. Heizung
4.2.3. Lüftungsanlage
4.3 Optierungsmaßnahmen Wärme und Warmwasser
4.4 Primärenergieverbrauch Raumwärme und Warmwasser
4.5 Energieverbrauch Strom
4.6 Optimierungsmaßnahmen Strom
4.7 PV-Anlagen
4.8 Wasserverbrauch
4.9 Diskussion der Ergebnisse
4.9.1. Wärme
4.9.2. Strom
4.9.3. Wasserverbrauch
5 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
5.1 Photovoltaik-Anlagen
5.2 Thermische Solaranlage
5.3 Regenwassernutzung
5.4 Dämmungen
5.5 Zusammenfassung
6 Messungen am Gebäude
6.1 Leistungsmessung Solaranlage
6.1.1. Versuchsaufbau und Durchführung
6.1.2. Auswertung
6.1.3. Diskussion der Ergebnisse
6.2 Thermografie
7 Gebäudeanalyse mittels Simulationsprogramm
7.1 Anlagentechnik
7.1.1. Solarthermie
7.2 Simulation der Gebäudehülle
7.2.1. Geometrie
7.2.2. Aufbau der Bauteile
7.2.3. Einfluss des Nutzerverhaltens
7.2.4. Ergebnisse
8 CO2-Emissionen am Gebäude
8.1 Heizung & Strom
8.2 CO2 Einsparung der Maßnahmen
9 Empfehlung
10 Fazit
11 Literaturverzeichnis
Die Masterarbeit hat das Ziel, ein Einfamilienhaus (Baujahr 1989) energetisch zu bewerten und zu untersuchen, ob sich die über drei Jahrzehnte durchgeführten Optimierungsmaßnahmen für die Umwelt und den Bauherren rentiert haben. Dabei wird analysiert, wie sich der Energieverbrauch für Wärme, Strom und Wasser sowie die CO2-Emissionen durch technische Erneuerungen und Dämmungen im Zeitverlauf verändert haben.
3.2.3. Solarthermieanlage
Zur Unterstützung der Warmwasserbereitung wurde im Mai 1990 zusätzlich eine Solarthermieanlage der Firma WAGNER & CO Solartechnik vom Typ Wagner-Sunstripkollektor nach dem Thermosiphonprinzip in Betrieb genommen. Die Anlage besteht aus Sunstrip-Absorberstreifen (Aluminium/ Kupfer), Kupfer-Rohre für den Absorberanschluss, Aluminium-T-Profile mit Gummidichtleisten als Rahmen für die Glasabdeckung und Steinwolleisolierung mit Alu-Wärmeschutzfolie. Man nutzt hier die Temperaturabhängigkeit der Dichte der Flüssigkeit. Warmes Wasser hat eine geringere Dichte als kaltes Wasser und steigt daher auf. Dadurch entsteht ein natürlicher Umwälzstrom. Daher wird für dieses System keine Umwälzpumpe und somit keine elektrische Energie benötig [6]. Voraussetzung dafür ist, den Wasserspeicher höher als die Solarkollektoren zu platzieren. Aus diesem Grund sind alle Kollektoren mit insgesamt 8,2 m² Absorberfläche horizontal nebeneinander angeordnet, was in Abbildung 13 gut zu erkennen ist. Der Speicher 300l befindet sich daher im 1. Obergeschoss des Gebäudes (Abbildung 13). Die Endenergie zur Unterstützung der Warmwasserbereitung wurde bereits 2014 im vorliegenden Energieberatungsbericht berechnet und mit 3.000 kWh/a angesetzt. Dieser Wert ist allerdings etwas hoch. Nach Berechnung mittels des Simulationsprogrammes Polysun 11.8 ergibt sich nach der jeweiligen Anzahl an Personen, die im Haushalt leben, die in Tabelle 7 aufgeführte Endenergie der Solaranlage.
1 Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Energieeffizienzsteigerung im deutschen Gebäudesektor und legt die Zielsetzung der energetischen Bewertung für das untersuchte Einfamilienhaus fest.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die theoretischen Basisgrößen wie Energiebilanz, Nutz- und Endenergiebedarf sowie Messmethoden zur Bewertung der Gebäudehülle und Anlagentechnik.
3 Bestandsanalyse: Beschreibt das untersuchte Gebäude, dessen Volumen sowie die installierten gebäudetechnischen Anlagen wie Ölheizung und Regenwassernutzung zum Errichtungszeitpunkt.
4 Verbrauchsdatenanalyse: Analysiert detailliert die jährlichen Verbräuche von Wärme, Strom und Wasser über einen Zeitraum von 30 Jahren und bewertet die Wirkung einzelner Optimierungsmaßnahmen.
5 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung: Bewertet die ökonomische Rentabilität der durchgeführten Maßnahmen wie PV-Anlagen, Solarthermie, Regenwassernutzung und Dämmungen.
6 Messungen am Gebäude: Dokumentiert praktische Leistungsmessungen an der Solarthermieanlage sowie eine Thermografie-Untersuchung zur Qualität der Gebäudehülle.
7 Gebäudeanalyse mittels Simulationsprogramm: Führt eine computergestützte Simulation der Gebäudehülle und Anlagentechnik durch, um den energetischen Zustand präzise zu modellieren.
8 CO2-Emissionen am Gebäude: Berechnet die jährlichen Treibhausgasemissionen und die durch die Optimierungsmaßnahmen erzielte CO2-Einsparung im Vergleich zum Ausgangszustand.
Energieeffizienz, Einfamilienhaus, Endenergiebedarf, Primärenergiebedarf, Solarthermie, Photovoltaik, CO2-Einsparung, Gebäudehülle, Wirtschaftlichkeit, Simulation, Wärmeverluste, Anlagentechnik, Nutzerverhalten, energetische Sanierung, Regenwassernutzung.
Die Arbeit befasst sich mit der energetischen Langzeitbewertung eines seit 1989 stetig optimierten Einfamilienhauses durch die Analyse realer Verbrauchsdaten.
Die Schwerpunkte liegen auf der energetischen Bewertung der Gebäudehülle, der Anlagentechnik, der Wirtschaftlichkeit von Sanierungen und der CO2-Bilanzierung.
Es soll geklärt werden, ob sich die über drei Jahrzehnte getätigten Investitionen in energetische Maßnahmen für die Umwelt und den Bauherren gelohnt haben.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus der Auswertung von 30-jährigen Verbrauchsaufzeichnungen, praktischen Messungen (Thermografie/Leistungsmessung) und computergestützten Simulationen (IDA ICE/Polysun).
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsanalyse, die detaillierte Auswertung von Verbrauchsdaten, Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Simulationen und die Untersuchung der CO2-Emissionen.
Wichtige Begriffe sind Energieeffizienz, Solarthermie, Photovoltaik, Gebäudehülle, CO2-Einsparung und Wirtschaftlichkeit.
Die Dämmung des Dachbodens im Jahr 2004 führte zu einer Einsparung von 3.783 kWh/a, was einer Reduzierung von 12,66 % entsprach und sich bis 2012 amortisierte.
Die schwankende Anzahl an Bewohnern und deren individuelles Nutzerverhalten hatten einen signifikanten Einfluss auf den Energie- und Wasserbedarf, was in den Analysen als Streufaktor berücksichtigt wurde.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

