Masterarbeit, 2017
117 Seiten, Note: 2,4
Einleitung
2. Die sowjetischen Interessen in Afghanistan
2.1 Grundzüge der sowjetischen Außenpolitik
2.2 Beziehung zur Afghanistan bis zum Vorabend der Intervention
2.3 Die innere Entwicklung bis zum Aprilputsch (von Chruschtschow bis Breschnew)
3. Der Aprilputsch aus der Sicht der sowjetischen Führung
3.1 Der Putsch der Kommunisten
3.2 Die sowjetische Sicht auf dem Aprilputsch 1978
3.3 Die Reformbewegung der DVPA und die Unterstützung der Sowjetunion
4. Die sowjetische Intervention in Afghanistan
4.1 Die Haltung der sowjetischen Führung in der innerafghanischen Krise
4.2 Aufstände in Afghanistan und die Machtübernahme Amins
4.3 Die sowjetische Analyse der Situation
4.4 Die Entscheidungsfindung
4.5 Die Intervention beginnt
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die politischen Hintergründe und den Entscheidungsprozess der sowjetischen Führung, die 1979 zur militärischen Intervention in Afghanistan führten, wobei insbesondere die Rolle des Politbüros und die Wahrnehmung der innerafghanischen Krise analysiert werden.
Die sowjetische Sicht auf dem Aprilputsch 1978
Im Gegensatz zu den Behauptungen vieler Beobachter und Experten der sowjetischen Außenpolitik und Afghanistans zur jener Zeit wurde auch Moskau von den afghanischen Kommunisten mit ihrem Putsch in Kabul überrascht. So sind Aussagen wie von M. Nabi Rafi in „Die historische Entwicklung der Beziehung zwischen Afghanistan und der Sowjetunion“ fehlerhaft beziehungsweise nicht nachweisbar, denen zufolge der Putsch vom KGB und Militärberatern unterstütz wurde und „[o]hne die massive Intervention sowjetischen Militärs [...] mit Sicherheit kläglich gescheitert“ wäre.
Jenen Aussagen kann man die Angaben des einstigen KGB-Offiziers und Überläufers Vasily Mitrokhin in seinen Bericht „The KGB in Afghanistan“ gegenüber stellen:
„The KGB [center] sent a reply the same day which stated, among other things, that: <<[t]he possibility cannot be excluded that Mossad is willfully provoking the military organization of this party to take action against the government in order to deal it a blow.>> As can be seen, the Residency, the embassy and the Moscow leadership had little knowledge of the situation in the country, misinterpreted the situation and were hedging against the possibility that the attempted coup would not succeed.”
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Rolle Afghanistans als Schauplatz machtpolitischer Interessen verschiedener Großmächte und leitet zum sowjetischen Engagement über.
2. Die sowjetischen Interessen in Afghanistan: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Phasen der sowjetisch-afghanischen Beziehungen und die ideologischen sowie realpolitischen Hintergründe des sowjetischen Einflusses.
3. Der Aprilputsch aus der Sicht der sowjetischen Führung: Hier wird der kommunistische Machtwechsel von 1978 betrachtet und verdeutlicht, dass Moskau von diesem Ereignis überrascht wurde.
4. Die sowjetische Intervention in Afghanistan: Das Hauptkapitel befasst sich mit der Eskalation der innerafghanischen Krise, der Rolle von Hafizullah Amin und dem komplexen Entscheidungsprozess im Politbüro, der letztlich zur Intervention führte.
Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Intervention eine politische Kurzschlussreaktion war, die stark von Fehleinschätzungen und parteiinternen Machtkämpfen in Kabul sowie Informationsdefiziten in Moskau beeinflusst wurde.
Afghanistan, Sowjetunion, Intervention, Politbüro, Aprilputsch, DVPA, Taraki, Amin, KGB, Außenpolitik, Ideologie, Entspannungspolitik, Kalter Krieg, Machtkampf, Entscheidungsfindung.
Die Arbeit behandelt die politischen Hintergründe und die Entscheidungsfindung der Sowjetunion, die 1979 in die Intervention in Afghanistan mündeten.
Zentrale Themen sind die sowjetische Außenpolitik unter Breschnew, der Aufstieg der DVPA, die innerparteilichen Konflikte in Afghanistan und die Rolle sowjetischer Geheimdienste und Militärberater.
Das Ziel ist es, zu klären, warum und durch wen die Entscheidung zur militärischen Intervention getroffen wurde und inwiefern dabei Fehleinschätzungen eine Rolle spielten.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen, Akten und zeitgenössischen Berichten basiert.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Eskalation zwischen Taraki und Amin, die gescheiterten Vermittlungsversuche Moskaus und die Rolle der KGB-Berichterstattung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Intervention, Afghanistan, Sowjetunion, Politbüro und Entscheidungsfindung charakterisiert.
Der sowjetische Generalstab stand der Intervention mehrheitlich kritisch gegenüber, da man militärische und politische Risiken befürchtete.
Der KGB baute ein umfangreiches Nachrichtennetzwerk auf, dessen Berichte das Bild der Lage in Kabul prägten und die Entscheidungsfindung im Politbüro maßgeblich beeinflussten.
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