Bachelorarbeit, 2014
60 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit beleuchtet die Stadtplanung Warschaus im Zeitraum von 1945 bis 1955. Ziel ist es, die stadtplanerische Entwicklung der Hauptstadt Polens nach dem Zweiten Weltkrieg im Kontext der politischen und wirtschaftlichen Situation zu analysieren.
Das erste Kapitel skizziert die erschütternde Situation Warschaus und seiner Bewohner während des Zweiten Weltkriegs und hebt die Zerstörung der Stadt und das Leid der Bevölkerung hervor. Kapitel 2 schildert den Wiederaufbau der Stadt von 1945 bis 1949, wobei der Fokus auf die politische Situation und die Rolle des Büros für den Wiederaufbau der Hauptstadt liegt. Dabei werden wichtige Bauprojekte wie die Rekonstruktion des historischen Ensembles und die Planung der Ost-West-Magistrale beleuchtet. Kapitel 3 analysiert die Stadtplanung unter sozialistischer Herrschaft von 1949 bis 1955. Die politische Situation, der Sechsjahresplan für den Wiederaufbau Warschaus und dessen sozialistische Ideologie sowie die symbolträchtigsten Bauten des Sozialismus, das Marszałkowska-Wohnviertel MDM und der Palast der Kultur und Wissenschaft, stehen im Zentrum dieses Kapitels.
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Stadtplanung, Warschau, Wiederaufbau, Sozialismus, Sowjetunion, sozialistischer Realismus, Architektur, Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
In den ersten Jahren (1945–1949) lag der Fokus auf der Trümmerbeseitigung und dem Wiederaufbau historischer Ensembles wie der Altstadt und dem Königsweg durch das Büro für den Wiederaufbau der Hauptstadt.
Ab 1949 wurde die Planung zunehmend von der sozialistischen Ideologie dominiert. Dies manifestierte sich im Sechsjahresplan, der den Ausbau der Industrie und monumentale Bauten im Stil des sozialistischen Realismus vorschrieb.
Er war ein "Geschenk" der Sowjetunion an Polen und diente als Symbol der sowjetischen Machtposition sowie als Aushängeschild für den architektonischen Stil des sozialistischen Realismus.
Der "Mensch im Mittelpunkt" sollte durch den Bau von modernen Wohnsiedlungen (wie dem Marszałkowska-Viertel MDM) und verbesserten Verkehrswegen gefördert werden, oft jedoch untergeordnet unter politische Repräsentationsziele.
Während einerseits Wohnraum dringend benötigt wurde, ließ die Politik für monumentale Prachtbauten wie den Kulturpalast bestehende Wohngebäude abreißen, was die Kluft zwischen Ideologie und Realität verdeutlicht.
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