Bachelorarbeit, 2020
102 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Fleischkonsum & Fleischindustrie
2.1.1 Ökologische Aspekte
2.1.2 Tierethische Aspekte
2.1.3 Ernährungsphysiologische Aspekte
2.1.4 Humanitäre Aspekte
2.2 Kunstfleischalternative In-Vitro-Fleisch
2.2.1 Definition und Ziel von In-Vitro-Fleisch
2.2.2 Forschungs- und Entwicklungsgeschichte
2.2.3 Herstellungsverfahren
2.2.4 Unternehmenslandschaft und geplanter Markteintritt
2.2.5 Rechtliche Regulierungen und Stand der Zulassung
2.2.6 Herausforderungen
2.3 Zwischenfazit: Vergleich konventionelles- und In-Vitro-Fleisch
2.4 Ernährungsverhalten, Verbraucherakzeptanz und Konsumbarrieren
2.4.1 Forschungsstand Deutschland
2.4.2 Forschungsstand International
2.4.3 Einflussfaktoren, Motive und Änderungskriterien
2.5 Forschungsfragen und Hypothesen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Fragebogenentwicklung
3.2 Untersuchungsinstrument
3.3 Durchführung der Erhebung
3.4 Grundgesamtheit und Stichprobe
3.5 Datenauswertung
4. Ergebnisse
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Methodenkritische Betrachtung
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht den aktuellen Wissensstand sowie die Akzeptanz von In-Vitro-Fleisch (IVF) bei Konsumenten in Deutschland. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern sich die Akzeptanz der Verbraucher durch gezielte Aufklärung positiv beeinflussen lässt, um Unternehmen bei der Gestaltung erfolgreicher Markteintrittsstrategien zu unterstützen.
1.1 Problemstellung
In Europa ist das Unternehmen Mosa Meat eines der Vorreiter in der Forschung und Entwicklung von IVF. Gegründet wurde das Start-Up-Unternehmen durch den Universitätsprofessor Mark Post aus Maastricht in den Niederlanden. Bekannt ist er seit seinem Vorpreschen im Jahr 2013, bei dem er seinen ersten Burger aus im Labor kultiviertem Fleisch für einen Preis von 250.000 Euro im englischen Fernsehen vorstellte. Zu diesem Zeitpunkt prognostizierte er bereits für das Jahr 2020 einen Preis von umgerechnet neun Euro für ein Burger-Patty.
Im Jahr 2017 äußerte sich der wissenschaftliche Mitarbeiter Ruud Theunissen, Laborleiter eines Fleischlabors von Mosa Meat, über den Stand der Forschungen. Zu diesem Zeitpunkt wurde hier noch im Labormaßstab experimentiert. Das Wissen über die Technologie und Umsetzung in dafür vorgesehenen 25.000 Liter Bio-Reaktoren ist heute jedoch schon vorhanden. Eine Marktreife sieht Mosa Meat jedoch erst in drei bis vier Jahren, vermutlich in den Niederlanden und in Großbritannien, als realistisch an. Zusammen mit über 30 weiteren IVF-Konkurrenten und mit finanzieller Unterstützung von Start-Up-Investoren gehen derzeit hauptsächlich Unternehmen aus den USA, Niederlanden und Israel zielstrebig auf eine baldige Marktreife zu.
Im Gegensatz dazu gibt es seitens deutscher Unternehmen bisher nur zaghafte Bewegungen in Richtung IVF. Hierbei ist der Wiesenhof Konzern einer der ersten und einzigen Investoren in ein israelisches IVF-Start-Up, welches sich auf In-Vitro-Hühnerfleisch spezialisiert hat. Ein Grund für dieses Verhalten kann die eher zurückhaltende Bereitschaft und Akzeptanz der Konsumenten in Deutschland, IVF zu probieren oder sogar in den täglichen Speiseplan aufzunehmen, sein. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Zeitraum vom 12.02. – 14.06.2020 sind von insgesamt 3.040 Befragten nur 18,4 % bereit, IVF auf jeden Fall zu essen oder es eher essen. 72 % sagten, sie würden es auf keinen Fall essen oder eher nicht essen und 9,6 % waren noch unentschlossen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des steigenden globalen Fleischkonsums ein und präsentiert In-Vitro-Fleisch als nachhaltige technologische Alternative zur konventionellen Fleischproduktion.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel beleuchtet die ökologischen, tierethischen und gesundheitlichen Herausforderungen der heutigen Fleischindustrie und erläutert Herstellungsverfahren sowie den Status quo von In-Vitro-Fleisch.
3. Methodisches Vorgehen: Hier wird das Untersuchungsdesign erläutert, das auf einem standardisierten Online-Fragebogen und einem between-subject-design basiert, um die Wirkung verschiedener Informationsaufbereitungen auf die Akzeptanz zu messen.
4. Ergebnisse: Dieser Abschnitt stellt die statistischen Analysen und Korrelationen der Umfrageergebnisse dar, welche den Zusammenhang zwischen soziodemografischen Faktoren, dem Wissensstand und der Akzeptanz untersuchen.
5. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die Ergebnisse unter Berücksichtigung methodischer Limitationen und diskutiert, warum Aufklärung in dieser Studie teilweise zu gegenteiligen Effekten auf die Akzeptanz führte.
6. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung betont, dass IVF trotz seines Potenzials eine langfristige Herausforderung bleibt und eher als Nischenprodukt für eine gesellschaftliche Transformation fungieren kann.
In-Vitro-Fleisch, kultiviertes Fleisch, Fleischkonsum, Verbraucherakzeptanz, zelluläre Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Tierwohl, Markteintritt, Ernährungsgewohnheiten, Umweltschutz, Biotechnologie, Konsumbarrieren, Wissensstand.
Die Arbeit analysiert das Potenzial von im Labor gezüchtetem Fleisch (In-Vitro-Fleisch) als nachhaltige Alternative zu konventionellem Fleisch und untersucht, wie Informationen über diese Technologie die Akzeptanz der deutschen Konsumenten beeinflussen können.
Die Schwerpunkte liegen auf dem ökologischen und ethischen Druck der aktuellen Fleischindustrie, der technischen Entwicklung von In-Vitro-Fleisch, rechtlichen Rahmenbedingungen und einer quantitativen Analyse der Konsumenteneinstellung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob ein höherer Wissensstand und gezielte Aufklärung durch Informationen die Akzeptanz der Konsumenten gegenüber In-Vitro-Fleisch steigern können.
Die Studie nutzt ein quantitatives Befragungsexperiment nach dem between-subject-design, bei dem zwei Gruppen unterschiedliche Informationsformate erhalten, um anschließend statistisch (Korrelationen, Regressionen) ausgewertet zu werden.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Literaturrecherche zu den globalen Folgen der Nutztierhaltung als auch die detaillierte Darstellung und Auswertung der Primärdaten zur Verbraucherakzeptanz in Deutschland.
Wichtige Begriffe sind In-Vitro-Fleisch, Verbraucherakzeptanz, Fleischkonsum, zelluläre Landwirtschaft und Aufklärungskampagnen.
Das Experiment testet zwei Aufklärungsstufen: Eine Kontrollgruppe erhält eine knappe Definition, während die Treatment-Gruppe ein ausführliches Video sieht, um die Wirkung unterschiedlicher Informationsdichte auf die Bereitschaft zum Verzehr zu prüfen.
Entgegen der Erwartung führte die ausführliche Aufklärung in der Studie teilweise zu einer Verringerung der Akzeptanz, da beispielsweise unappetitliche Details der Schlachtung bei den Befragten eher Skepsis und ein Gefühl des Künstlichen hervorriefen.
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