Bachelorarbeit, 2010
63 Seiten, Note: 1,3
EINLEITUNG
1 ANFÄNGE EINES GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS
1.1 WIRTSCHAFTSSTABILISATOR – „GASTARBEITER“
1.2 POLITIK DER WIDERSPRÜCHE
2 ARBEITEN IN DEUTSCHLAND
2.1 ARBEITSBEDINGUNGEN
2.2 TÜRKISCHE ARBEITSMIGRANTEN UND IHR VERHÄLTNIS ZUM ARBEITGEBER
2.3 TÜRKISCHE ARBEITSMIGRANTEN UND DIE GEWERKSCHAFTEN
3 WOHNSITUATION UND WOHNPROBLEME IN DEUTSCHLAND
3.1 ERSTE BLEIBE: SAMMELUNTERKUNFT
3.2 ERSTE WOHNUNG: SANIERUNGSBEDÜRFTIGER ALTBAU
3.3 KONKRETE ZUSTÄNDE DER WOHNUNGEN
3.4 GEFAHR DER GETTOISIERUNG
3.5 DAS BEISPIEL BERLIN-KREUZBERG
4 DIE FAMILIE IN DEUTSCHLAND
4.1 KULTURELLE DISPARITÄTEN
4.2 BILDUNGSMODALITÄTEN DER ZWEITEN GENERATION
5 PARALLELGESELLSCHAFT ODER MISCHKULTUR – GEGENWÄRTIGE INTEGRATIONSBEDINGUNGEN
5.1 AKTUELLE BEISPIELE EINER ERFOLGREICHEN INTEGRATION
5.1.1 Gegenwärtige Bildungschancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund
5.1.2 Cem Özdemir
5.1.3 Kaya Yanar
5.1.4 Feridun Zaimoglu
5.1.5 Fatih Akin
5.1.6 Selbsthilfe
5.1.7 Ümit Bayam – Stadtplanung in Berlin-Kreuzberg
FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der sozio-ökonomischen Faktoren Arbeit, Wohnen und Familie auf die Integration türkischer Migranten in Deutschland im Zeitraum von 1960 bis in die Gegenwart. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen diesen Lebensbereichen und den Integrationschancen aufzuzeigen, wobei die historische Entwicklung sowie aktuelle Herausforderungen im Mittelpunkt stehen.
1.1 Wirtschaftsstabilisator – „Gastarbeiter“
Die Ausländerpolitik der Bundesrepublik Deutschland war in den 1950er und 60er Jahren durch die Anwerbung von ausländischen Arbeitnehmern gekennzeichnet. Der Begriff „Gastarbeiter“ etablierte sich Anfang der 1960er Jahre in Deutschland und stand für die große Zahl der im Ausland angeworbenen Arbeitsmigranten, deren Aufenthalt zu Beginn nur temporärer Natur sein sollte. Diese Migranten – Personen, die die Aktivität der Migration ausüben oder ausgeübt haben – füllten die Arbeitsstellen aus, die durch fehlende Arbeitskräfte in Deutschland vorhanden waren. Inzwischen ist dieser Begriff allerdings nicht mehr gebräuchlich. Stattdessen wird vielmehr von ausländischen Arbeitnehmern oder ausländischen Mitbürgern gesprochen. Die ausländischen Arbeiter wanderten in die Aufnahmeländer ab, um der Arbeits- und Chancenlosigkeit in ihren Herkunftsländern zu entgehen.
Anfangs reagierte die Bundesregierung zurückhaltend, da zunächst den deutschen Arbeitslosen aus wirtschaftsschwachen Gebieten ein Arbeitsplatz zukommen sollte. Bei den Anwerbeabkommen mit der Bundesrepublik ging der Anstoß von den Entsendeländern selbst aus. Sie versuchten mit der Entsendung von Arbeitskräften eigene Probleme zu bewältigen. Dazu zählten u.a. die Reduktion der heimischen Arbeitslosigkeit oder außenpolitische Motive, wie es zum Beispiel beim Anwerbeabkommen mit der Türkei der Fall war.
Die Entwicklung der Ausländerpolitik in der Bundesrepublik Deutschland lässt sich in unterschiedliche Abschnitte gliedern. Eine Vierteilung, die anhand der Zahlen der erwerbstätigen Ausländer zu Stande kommt, gliedert die damalige Entwicklung am besten: Bis 1959/60 war die Zahl der ausländischen Arbeiter relativ niedrig und kaum gewachsen (1), sie erhöhte sich bis 1966 aber deutlich (2), und ging während der Rezession erneut zurück, fiel sogar auf ihren tiefsten Stand von 903.591 Arbeitern (3). In den Jahren 1967/68 bis 1973 stieg die Zahl der Ausländer um das Anderthalbfache von 1 Million auf 2,5 Millionen (4).
EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der türkischen Arbeitsmigration nach Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Familie Akdeniz.
1 ANFÄNGE EINES GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS: Überblick über die historische Entwicklung der Anwerbepolitik und die widersprüchliche Haltung der Bundesregierung.
2 ARBEITEN IN DEUTSCHLAND: Analyse der Arbeitsbedingungen türkischer Migranten, ihres Verhältnisses zu Vorgesetzten und ihre gewerkschaftliche Organisation.
3 WOHNSITUATION UND WOHNPROBLEME IN DEUTSCHLAND: Untersuchung der Unterbringung in Sammelunterkünften, Altbaugebieten und der Gefahr der Gettoisierung am Beispiel Berlin-Kreuzbergs.
4 DIE FAMILIE IN DEUTSCHLAND: Diskussion kultureller Unterschiede und der spezifischen Herausforderungen im Bildungssektor für die zweite Generation.
5 PARALLELGESELLSCHAFT ODER MISCHKULTUR – GEGENWÄRTIGE INTEGRATIONSBEDINGUNGEN: Darstellung moderner Integrationsbeispiele und stadtpolitischer Maßnahmen sowie ein Fazit zur gegenwärtigen Situation.
Gastarbeiter, türkische Arbeitsmigranten, Integration, Migration, Anwerbeabkommen, Wohnsituation, Arbeitsmarkt, Bildungschancen, Familie, Gettoisierung, zweite Generation, Parallelgesellschaft, Berlin-Kreuzberg, politische Maßnahmen, Sozio-ökonomische Faktoren.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der sozio-ökonomischen Faktoren Arbeit, Wohnen und Familie auf die Integration türkischer Migranten in Deutschland von 1960 bis in die Gegenwart.
Die Schwerpunkte liegen auf den Arbeitsbedingungen, der Wohnsituation, den familiären Strukturen, dem Bildungssystem sowie dem Prozess der gesellschaftlichen Integration und der Frage nach Parallelgesellschaften.
Das Ziel ist es, die soziologischen Zusammenhänge zwischen den genannten Faktoren und den Integrationsmöglichkeiten der türkischen Bevölkerung in die deutsche Gesellschaft aufzuzeigen und deren Wandel über Jahrzehnte zu analysieren.
Die Herangehensweise der Autorin ist soziologisch geprägt. Sie stützt sich auf eine Analyse historischer Ereignisse, statistischer Daten sowie auf Fallbeispiele.
Im Hauptteil werden detailliert die Arbeits- und Wohnbedingungen, die Rolle der Familie, die Bildungsmodalitäten der zweiten Generation und aktuelle Beispiele für erfolgreiche Integration diskutiert.
Die zentralen Begriffe sind Gastarbeiter, Migration, Integration, Sozio-ökonomische Faktoren, Gettoisierung und Bildungsmodalitäten.
Berlin-Kreuzberg dient als konkretes Fallbeispiel, um die stadtplanerischen Auswirkungen, die Bildung von Infrastrukturen durch türkische Migranten und die Segregationsprozesse in einem dicht besiedelten städtischen Raum zu untersuchen.
Die Gewerkschaften zögerten anfangs aus Angst vor Lohnkonkurrenz, türkische Arbeiter zu unterstützen, engagierten sich später jedoch zunehmend durch Informationsbroschüren und Schulungen, wobei das Ergebnis oft hinter den Erwartungen zurückblieb.
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