Bachelorarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
2 Bisherige Standards der Umsatzrealisierung
2.1 Umsatzerlöse nach IAS 18
2.2 Fertigungsaufträge nach IAS 11
2.3 Anhangsangaben
2.4 Probleme der Rechtsprechung nach IAS 11 und IAS 18
3 Ertragsrealisierung nach IFRS 15
3.1 Entwicklung des IFRS 15
3.2 Übergangsvorschriften
3.3 Grundlegende Änderungen nach IFRS 15
3.4 Anwendungsbereich IFRS 15
3.5 Konzept und 5-Schritte-Modell
3.5.1 Identifizierung von Verträgen mit Kunden
3.5.1.1 Vertragskriterien
3.5.1.2 Zusammenfassung von Verträgen
3.5.1.3 Vertragsmodifikationen
3.5.2 Identifizierung der Leistungsverpflichtung
3.5.2.1 Prüfung auf Leistungsverpflichtungen
3.5.2.2 Abgrenzung von Gütern und Dienstleistungen
3.5.3 Bestimmung des Transaktionspreises
3.5.3.1 Variable Gegenleistungen
3.5.3.2 Signifikante Finanzierungskomponente
3.5.3.3 Nicht zahlungswirksame Gegenleistungen
3.5.3.4 An den Kunden zu zahlende Gegenleistungen
3.5.4 Verteilung des Transaktionspreises
3.5.4.1 Ermittlung der Einzelveräußerungspreise
3.5.4.2 Allokation von Preisnachlässen
3.5.4.3 Allokation von variablen Gegenleistungen
3.5.4.4 Änderungen des Transaktionspreises
3.5.5 Erfüllung der Leistungsverpflichtung
3.5.5.1 Kontrollübergang
3.5.5.2 Leistungserfüllung über einen Zeitraum
3.5.5.3 Bestimmung des Leistungsfortschritts
3.5.5.3.1 Outputbasierte Methoden
3.5.5.3.2 Inputbasierte Methoden
3.5.5.4 Leistungserfüllung zu einem Zeitpunkt
3.6 Darstellung und Sonderthemen
3.6.1 Darstellung
3.6.2 Vertragskosten
3.6.3 Rückerstattungsverbindlichkeiten
3.6.4 Gewährleistungen und Garantien
3.7 Geänderte Anhangsangaben
4 Untersuchung der Auswirkungen von IFRS 15
4.1 Grundlagen und Ziel der Untersuchungen
4.2 Berichterstattung zu IFRS 15
4.3 Auswirkungen auf die Vermögenslage
4.4 Leistungsfortschritt und signifikante Ermessensentscheidungen
4.5 Zusammenfassung
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Umstellung der Umsatzrealisierung durch den IFRS 15, bewertet das neue 5-Schritte-Modell und analysiert anhand ausgewählter DAX-30-Unternehmen die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung dieses Standards auf die Unternehmensberichterstattung im Geschäftsjahr 2018.
3.5.2 Identifizierung der Leistungsverpflichtung
Eine Leistungsverpflichtung ist die Zusage per Vertrag, dem Kunden eigenständig abgrenzbare Güter zu übertragen oder Dienstleistungen für diesen zu erbringen. Die Zusage kann auch ein Bündel von Gütern oder Dienstleistungen umfassen.114
Die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrags spielen im Rahmen der Erlöserfassung nach IFRS 15 eine zentrale Rolle, da diese Thematik eine der wesentlichen Schwächen des alten Standards IAS 18 in Bezug auf die Mehrkomponentenverträge war. Die Identifikation der Leistungsverpflichtung geht mit der eindeutigen Abgrenzung von den im Vertrag genannten Gütern und Dienstleistungen einher und stellt im Wesentlichen den zweiten Schritt des Modells nach IFRS 15 dar.
Die Identifikation von einzelnen Leistungsverpflichtungen sowie die Abgrenzung von Gütern und Dienstleistungen ist bereits für die Beurteilung von Zusammenfassungen und Modifikationen von Verträgen relevant. Dennoch folgt das Vorgehen hierfür den Vorgaben des zweiten Schritts.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung der IFRS für börsennotierte Unternehmen und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die Motivation hinter der Einführung des IFRS 15 dar.
2 Bisherige Standards der Umsatzrealisierung: Dieses Kapitel stellt die alten Regelungen nach IAS 18 und IAS 11 dar und identifiziert konzeptionelle Schwächen sowie Regelungslücken in der bisherigen Rechtsprechung.
3 Ertragsrealisierung nach IFRS 15: Dieser Abschnitt beschreibt das neue 5-Schritte-Modell des IFRS 15 umfassend, inklusive der Details zu Identifizierung von Verträgen, Bestimmung des Transaktionspreises und Erfüllung von Leistungsverpflichtungen.
4 Untersuchung der Auswirkungen von IFRS 15: In diesem Kapitel werden die praktischen Auswirkungen der Standardumstellung anhand der Geschäftsberichte von vier ausgewählten DAX-Unternehmen (Bayer, Telekom, E.ON, RWE) empirisch untersucht.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet das IFRS 15-Konzept als deutliche Verbesserung gegenüber den Altstandards und gibt einen Ausblick auf die weitere Anwendung.
IFRS 15, Umsatzrealisierung, Erlöserfassung, 5-Schritte-Modell, Leistungsverpflichtung, Transaktionspreis, Bilanzierung, Konzernabschluss, Mehrkomponentenverträge, Vertragsmodifikation, IFRS, IAS, Leistungsfortschritt, Anhangsangaben, DAX-Unternehmen.
Die Arbeit behandelt die Änderungen und Auswirkungen der Umstellung auf den Rechnungslegungsstandard IFRS 15 für die Ertragsrealisierung in Konzernabschlüssen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des neuen 5-Schritte-Modells zur Erlöserfassung sowie die empirische Untersuchung der Auswirkungen auf die Vermögenslage bei ausgewählten DAX-Konzernen.
Ziel ist es, das Modell des IFRS 15 zu erklären, die Neuerungen im Vergleich zu den alten Standards (IAS 11/18) aufzuzeigen und zu prüfen, wie sich diese auf die Bilanzierungspraxis börsennotierter Unternehmen auswirken.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Darstellung der theoretischen Grundlagen des IFRS 15 sowie eine empirische Untersuchung anhand der Geschäftsberichte von 2018 von vier ausgewählten Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der fünf Schritte des IFRS 15 (Identifikation, Preisbestimmung, Erfüllung) sowie eine praktische Auswertungsstudie zur Erstanwendung bei Bayer, Telekom, E.ON und RWE.
Wesentliche Begriffe sind IFRS 15, Umsatzrealisierung, 5-Schritte-Modell, Leistungsverpflichtung, Transaktionspreis und Mehrkomponentenverträge.
Der neue Standard war notwendig, um Inkonsistenzen der alten Standards IAS 11 und IAS 18 zu beseitigen, die Vergleichbarkeit zwischen Branchen zu erhöhen und transparentere Informationen für Abschlussadressaten zu schaffen.
Die Arbeit zeigt, dass die Effekte stark vom Geschäftsmodell abhängen; während bei der Telekom eine signifikante Aktivierung von Vertragsvermögenswerten erfolgte, handelte es sich bei den anderen untersuchten Unternehmen eher um Umgliederungen innerhalb der Bilanz.
Obwohl der IFRS 15 prinzipienorientiert ist, bestehen weiterhin Ermessensspielräume, insbesondere bei der Bestimmung des Leistungsfortschritts und bei komplexen Mehrkomponentenverträgen.
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