Bachelorarbeit, 2017
34 Seiten, Note: 1.3
1 Motivation und wissenschaftlicher Aufbau
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Die legalen Rahmenbedingungen der Elektromobilität
2.1 Allgemeines zur Elektromobilität
2.2 Grundlagen der legalen Rahmenbedingungen
2.2.1 Deutschland: Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität (2009)
2.2.2 EU: Richtlinie 2009/28/EG (Erneuerbare-Energien-Richtlinie)
2.3 Förderung der Nachfrage
2.3.1 Steuererleichterungen (2012)
2.3.2 EmoG – Privilegien im Straßenverkehr (2015)
2.3.3 Der Umweltbonus (2016)
2.4 Förderung des Angebots
2.4.1 Fahrzeugangebot: Verordnung (EG) Nr. 443/2009
2.4.2 Infrastrukturelles Angebot
3 Zusammenfassung und Ausblick
3.1 Empfehlung weiterer Forschungsfelder
3.2 Abschließende Würdigung der rechtlichen Rahmenbedingungen
3.3 Kurzübersicht relevanter Gesetze
Die vorliegende Arbeit untersucht die politischen Gestaltungsmaßnahmen, mit denen die Bundesregierung und die Europäische Kommission das Angebot an sowie die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu steigern versuchen. Dabei werden die legalen Rahmenbedingungen analysiert und kritisch gewürdigt, um Erklärungsansätze für den trotz dieser Maßnahmen bisher geringen Marktanteil von Elektrofahrzeugen zu liefern.
2.3.3.2 Negative Aspekte der Prämie
Andererseits spricht der Erfolg der Prämie in Norwegen teilweise sogar gegen einer Anwendung in anderen Ländern: So haben Holtsmark und Skonhoft [HoSk14] herausgefunden, dass dort die starke Verbreitung von Elektroautos auf Kosten des öffentlichen Nahverkehrs vorangetrieben wird. Des Weiteren würden Anreize geschaffen, sich einen Zweitwagen anzuschaffen, anstatt herkömmliche PKW durch elektrisch betriebene zu ersetzen. Beide Effekte entsprechen nicht dem Sinn der Prämie, da sie zwar die Verbreitung von Elektrofahrzeugen erhöhen, aber das eigentliche Ziel, den Umweltschutz, verfehlen.
Aus ähnlichen Gründen zweifelt auch Rudolph [Rudo14] an der Vorgehensweise der Bundesregierung: Um möglichst wirksam zu sein, solle die Prämie hauptsächlich darauf abzielen, Konsumenten, die momentan im Besitz eines Fahrzeuges mit hohem CO2-Ausstoß sind, zu einem Umstieg auf ein Elektrofahrzeug zu bewegen. Tatsächlich spreche die Prämie aber vor allem Konsumenten an, die momentan noch gar kein eigenes Kraftfahrzeug besitzen. Somit werde ein Hauptziel der Prämie, nämlich reduzierte Schadstoffemissionen, verfehlt. Im Gegenteil sei die direkte Unterstützung sogar kontraprodutktiv, da kein Wechsel zu Elektrofahrzeugen hin stattfindet. Stattdessen wird eine zusätzliche Nachfrage geschaffen. Dabei muss bedacht werden, dass auch Elektrofahrzeuge keinesfalls CO2-neutral sind [ScGK15].
In Anbetracht dieser Gründe schlagen Canzler und Wittowsky [CaWi16] eine Abwrackprämie ähnlich der aus dem Jahre 2009 vor: Einen Bonus, der nur dann ausgezahlt wird, wenn ein PKW mit Verbrennungsmotor durch ein Elektroauto ersetzt wird. Aufgrund der genannten Problemfelder könnte sich eine solche Anpassung des Umweltbonus als durchaus sinnvoll erweisen und negative Aspekte der Prämie in ihrer jetzigen Form verhindern.
1 Motivation und wissenschaftlicher Aufbau: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Transportsektors ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit zur Analyse der legalen Rahmenbedingungen der Elektromobilität.
2 Die legalen Rahmenbedingungen der Elektromobilität: Hier werden die legislativen Maßnahmen auf EU- und Bundesebene, inklusive Förderungen von Nachfrage und Angebot, detailliert dargestellt und kritisch diskutiert.
3 Zusammenfassung und Ausblick: Das Schlusskapitel resümiert die bisherigen Entwicklungen, gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsfelder und fasst die relevanten Gesetze zusammen.
Elektromobilität, legale Rahmenbedingungen, Umweltbonus, Elektromobilitätsgesetz, EmoG, Ladeinfrastruktur, Treibhausgasemissionen, Kaufprämie, Flottenemissionen, Energiewende, Fahrzeugangebot, Nachfrageförderung, Reichweitenangst, CO2-Reduktion, Verkehrssektor.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, die von der Bundesregierung und der Europäischen Union geschaffen wurden, um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Deutschland und der EU zu fördern.
Die zentralen Felder umfassen die staatliche Nachfrageförderung (z.B. Steuererleichterungen, Kaufprämien), die Angebotsregulierung (CO2-Emissionsgrenzwerte für Hersteller) und die regulatorischen Herausforderungen bei der Bereitstellung öffentlicher Ladeinfrastruktur.
Das Ziel ist es, die politischen Gestaltungsmaßnahmen zu erläutern und zu analysieren, um Erklärungen für den trotz dieser Förderungen bisher nur schleppenden Markterfolg von Elektrofahrzeugen zu finden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Gesetze, Verordnungen und wissenschaftliche Fachliteratur zur Elektromobilität kritisch gewürdigt und diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Instrumenten zur Nachfragesteigerung, wie den Umweltbonus und steuerliche Anreize, sowie Maßnahmen zur Angebotsförderung, wie die EU-PKW-Emissionsverordnungen und die rechtliche Einordnung der Ladeinfrastruktur.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Elektromobilität, rechtliche Rahmenbedingungen, Umweltbonus, Ladeinfrastruktur, CO2-Emissionen und die staatliche Absatzförderung.
Kritiker führen an, dass die Prämie oft Konsumenten erreicht, die ohnehin ein Elektrofahrzeug kaufen würden oder gar kein Auto besitzen, anstatt Fahrer emissionsstarker Verbrenner zu einem Umstieg zu bewegen.
Es besteht ein "Henne-Ei-Problem": Aufgrund hoher Fixkosten und geringer Zulassungszahlen scheuen Anbieter Investitionen, während potentielle Kunden aufgrund fehlender Lademöglichkeiten vom Kauf eines Elektroautos absehen.
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